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Der Gegenwind für Jens Keller mutiert zum Orkan. Nach Favre und Xhaka sind es wieder Schweizer, die das Schicksal des S04-Trainers endgültig besiegeln könnten.

EXKLUSIV
Von Gregor Becker

Gelsenkirchen
. Erst das sang- und klanglose Pokal-Aus gegen 1899 Hoffenheim, dann die Niederlage bei Borussia Mönchengladbach, durch die der FC Schalke 04 in der Bundesliga sieben Punkte Rückstand auf Champions-League-Qualifikationsplatz vier hat. Nun geht es zum Abschluss der "Woche der Wahrheit" am Mittwochabend gegen den FC Basel um den Einzug ins Achtelfinale der Champions League. Granit Xhaka, der im Sommer 2012 die Schweizer gen Gladbach verließ, macht den Knappen keine großen Hoffnungen.

"Sie haben nichts zu verlieren, ihnen reicht auch ein Unentschieden, während Schalke unbedingt gewinnen muss", verdeutlichte der 21-Jährige exklusiv gegenüber Goal. "Das wird ein Spiel, das Basel liegt. Gerade weil sie auch in der Offensive viele schnelle Spieler haben, die das Spiel auch mal entscheiden können."

Xhaka, der in über einem Jahrzehnt beim amtierenden Schweizer Meister zum Topspieler reifte, sieht darin Vorteile. "Mit Marco Streller, Mohamed Salah oder Valentin Stocker ist die Offensive gut besetzt. Da läuft der Ball schon sehr gut."

In der königsblauen Abteilung Attacke hakte es zuletzt. Das Fehlen von Klaas-Jan Huntelaar machte sich besonders im Konzert der Großen bemerkbar: Seit dem 1:0-Auswärtserfolg in Basel am 2. Spieltag sehnte man in drei Spielen vergeblich ein Tor herbei.

"Basel hat nichts zu verlieren"

Zudem konnte Schalke im Spitzenspiel in Gladbach keineswegs Kräfte sparen. Im Gegenteil: Nach Gelb-Rot gegen Benedikt Höwedes in Minute 44 kämpfte man in Unterzahl aufopferungsvoll um Punkte, verlor diese letztlich und geht mit zwei Negativ-Erlebnissen in das richtungsweisende Duell.

Nach Granit Xhaka und Lucien Favre entscheiden vermutlich die nächsten Schweizer über das Schicksal von S04-Trainer Jens Keller. Sportdirektor Horst Heldt will zwar erst in der Winterpause Bilanz ziehen, doch ein Ausscheiden aus der lukrativen Königsklasse könnte die mögliche Trennung beschleunigen.

Im unruhigen medialen Umfeld auf Schalke werden bereits Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg, der jüngst bei Fulham geschasste Martin Jol und nicht zuletzt das Bremer Urgestein Thomas Schaaf als Nachfolger für Heldts einstige Wunschlösung Keller gehandelt.

Für wen am Mittwoch Xhakas Herz schlägt, ist trotzdem klar. Sogar einen Tipp ließ er sich abringen: "Basel reicht ein Unentschieden und ich wünsche mir, dass sie weiterkommen. Ich denke mal, es wird ein 1:1."

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