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Sein Traum, auf die Niederlande und Ex-Coach Louis van Gaal zu treffen, ist nicht in Erfüllung gegangen. Mit der WM-Auslosung ist der Mittelfeldspieler dennoch zufrieden.

Gaziantep. Haris Medunjanin hat die Auslosung der WM in Brasilien nicht von zu Hause oder einem Hotelzimmer aus verfolgt. Während sein Team Bosnien-Herzegowina der Gruppe F mit Argentinien, Nigeria und dem Iran zugelost wurde, war der 28-jährige Mittelfeldspieler im Training bei seinem türkischen Klub Gaziantepspor.

"Nach dem Training hab ich schnell mein Handy gezückt um das Ergebnis der Auslosung zu sehen", sagte er im Exklusiv-Interview mit Goal. "Ich glaube es ist ein gutes Los. Argentinien ist natürlich der Favorit, vielleicht sogar auf den WM-Titel. Ich glaube wir haben gute Chancen auf dem zweiten Platz zu landen." Am 15. Juni debütiert Bosnien-Herzegowina bei einer WM beim Kracher gegen Argentinien in Rio de Janeiro. Es folgt das Aufeinandertreffen mit dem Afrika-Meister Nigeria in Cuiaba und das Spiel gegen den Iran in Salvador.

"Müssen Nigeria und Iran schlagen"

"Das erste Spiel gegen Argentinien vor 80.000 Zuschauern im vollen Maracana wird natürlich etwas ganz Spezielles. Eine schöne Vorstellung", schwärmt Medunjanin, "aber wir müssen uns auf die Matches fokussieren, die auf dieses Spiel folgen. WM-Spiele sind immer schwer, aber wir müssen die beiden folgenden gewinnen. Wir haben ein höheres FIFA-Ranking (Bosnien 21, Nigeria 36, Iran 45) und das müssen wir auch zeigen. Hoffentlich werden wir das auch tun."

Im November unterlagen die Bosnier den Argentiniern, ohne ihren Star Lionel Messi, in einem Freundschaftsspiel in St. Louis mit 0:2. Mit Bosnien ist Medujanin bisher noch nicht auf den Iran oder Nigeria getroffen. Der ehemalige holländische U-Nationalspiele, der seine Fußball-Nationalität 2009 wechselte, traf bereits im im Viertelfinale der U-20 WM 2005 in den Niederlanden auf Nigeria. Mudunjanin saß das ganze Spiel auf der Bank. "Das stimmt. Wir haben im Elfmeterschießen verloren. Afrikanische Gegner sind oft sehr stark. Mit Bosnien haben wir einmal in Sarajevo gegen Ghana gespielt und haben sie 2:1 geschlagen. Ich kenne ein paar Spieler aus Nigeria wie Emmanuel Emenike von Fenerbahce, ein exzellenter Stürmer. Und John Obi Mikel von Chelsea natürlich. Er war 2005 auch dabei. Bei den Iranern kommt mir nur ein Spieler in den Sinn."

Niederländische Connection

Medunjanin bezog sich dabei auf den iranischen Angreifer Reza Ghoochannejhad. Wie Medunjanin hat auch er eine Vergangenheit in den Niederlanden. Er hat auch einen holländischen Pass und spielte für die U-Mannschaften der Niederlande. Während Medunjanin für AZ Alkmaar und Sparta Rotterdam spielte, lief Ghoochannejhad für SC Herrenveen, Go Ahead Eagles, FC Emmen und den SC Cambuur auf. Momentan steht der 26-jährige Stürmer beim belgischen Klub Standard Lüttich unter Vertrag. Er schoss den Iran mit wichtigen Toren zur WM nach Brasilien.

Aufgrund seiner niederländischen Vergangenheit hat Medunjanin auf ein Wiedersehen mit Oranje und speziell mit Louis van Gaal gehofft, mit dem er bei AZ zusammengearbeitet hatte. Doch lediglich in einem potenziellen Halbfinale käme es zu einem Aufeinandertreffen. "Ich habe auf eine Gruppe mit den Holländern gehofft, aber das war leider nicht möglich", sagte Medunjanin. "Die Niederländer hatten mit den Losen Chile und Spanien kein Glück. Das ist hart."

Am Sonntag wird Medunjanin wieder für Gaziantepspor im Heimspiel gegen Trabzonspor am Ball sein. Aber im Juni, wird es wirklich passieren: Bosnien-Herzegowina wird zum ersten Mal an einer WM teilnehmen. Medunjanin: "Ich kann es immer noch nicht glauben, aber es rückt näher."

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