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Der ehemalige Bundesligaspieler etabliert sich immer mehr in der englischen Premier League und hat noch einiges vor. An einen Wechsel denkt er derzeit überhaupt nicht.

EXKLUSIV
Von Hassan Talib Haji

London.
Es war und ist immer noch sein Traum. Linksverkehr auf den Straßen, Fish & Chips, rote Telefonzellen und die einmalige Premier League. Besonders Letzteres raubte Lewis Holtby das ein oder andere Mal den Schlaf. Sein Wunsch war es, in England bei einem Spitzenverein seine Stiefel schnüren zu dürfen. Im Januar gelang ihm dies. Er wechselte vom FC Schalke 04 an die White Hart Lane zu Tottenham Hotspur.

Akklimatisiert

Wenn ein junger Spieler im Alter von 22 Jahren den Gang ins Ausland wagt, ist dies natürlich auch immer mit Risiken verbunden. Das war bei Lewis Harry Holtby nicht anders. Auf Schalke hatte der Linksfuß einen Stammplatz und setzte sich im Sommer 2012 gegen den aufstrebenden Jungstar Julian Draxler durch. Doch der Vertrag des Halbengländers lief 2013 aus. Er träumte von der höchsten Spielklasse Englands. So gab es Voraussetzungen, die ihn seinem Traum näher brachten.

Tottenham-Coach Andre Villa-Boas musste Mittelfeldspieler Sandro nach Knie-OP adäquat ersetzen und schnappte sich Holtby von Schalke 04. Fortan trug der mittlerweile 23-Jährige das Trikot der Spurs. Es hat etwas gebraucht, bis Holtby in London auch wirklich angekommen ist. Nun hat er sich ins Team gespielt, trotz der millionenschweren Investitionen in andere Spieler nach dem Abgang von Gareth Bale zu Real Madrid.

"Wenn man bedenkt, dass Lewis durch die Verletzung, die er sich bei der U21-Europameisterschaft zugezogen hat, die komplette Vorbereitung verpasst hat und erst Ende August wieder ins Training eingestiegen ist, dann ist es umso bemerkenswerter, dass er bereits auf 13 Pflichtspieleinsätze und 7 Scorerpunkte in der aktuellen Saison kommt", sagt Holtby-Berater und enger Freund Marcus Noack im Gespräch mit Goal. Er muss es schließlich wissen, denn er begleitet und plant in Zusammenarbeit mit dem Mittelfeldspieler seine Karriere seit Jahren.

Gebratene Tauben sind Holtby gewiss nicht in den Mund geflogen, wie Noack erläutert: "Er hat in der Reha richtig hart gearbeitet und sich nach und nach durch gute Auftritte im League Cup und in der Euro League für Startelfeinsätze in der Premier League empfohlen. Bei Lewis habe ich das Gefühl, das er nach Verletzungspausen immer noch stärker zurückkommt."



Kein Wandervogel

Immer wieder tauchen dennoch Gerüchte auf, die Holtby in Verbindung mit bestehendem Interesse anderer Klubs bringen. Zuletzt war es Inter Mailand. Begehrlichkeiten anderer Vereine ehren den 23-Jährigen, ein Wechsel kommt Stand jetzt allerdings überhaupt nicht infrage.

"Lewis hat definitiv nicht die Absicht Tottenham zu verlassen", so Noack zu Goal. Und weiter: "Im Gegenteil: Er fühlt sich sehr wohl im Verein und in der Stadt. Er möchte sich weiter etablieren und seinen Teil dazu beitragen, um die hochgesteckten Ziele in dieser Saison zu erreichen."

Nach der bitteren Heimspielniederlage gegen Newcastle United (0:1) rutschte Tottenham Hotspur in der Premier League auf Rang sieben. Allerdings beträgt der Abstand zu Platz drei (direkter Champions-League-Einzug) nur zwei Punkte. Die Ziele sind greifbar und es sieht stark danach aus, dass diese einen ambitionierten Lewis Holtby beinhalten werden.

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