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In seiner zweiten Saison bei der Borussia kam der Holländer bislang maximal als Joker zum Einsatz. Eine unbefriedigende Situation, die auch seine WM-Chancen stark sinken lässt.

EXKLUSIV
Von Guus Hetterscheid

Mönchengladbach. 
Die Bilanz von Luuk de Jong nach acht Bundesliga-Partien der aktuellen Spielzeit ist ernüchternd: Vier Kurzeinsätze in München, Leverkusen, Hoffenheim und Augsburg, ganze 33 Minuten stand der Niederländer insgesamt für Borussia Mönchengladbach auf dem Platz. Im Gespräch mit Goal äußerte er sich zu dieser schwierigen Situation.

"Ich habe noch Geduld, was soll ich auch anderes machen? Ich kann dem Trainer nur zeigen, dass ich spielen will. Er hat gesagt, dass ich ihn und seine Assistenten im Training überzeugen muss", erklärte der 23-Jährige, wie er sich über gute Trainingsleistungen wieder bei Lucien Favre empfehlen will. Der Schweizer hatte in der vergangenen Saison noch deutlich größeres Vertrauen in de Jong, brachte ihn bei 18 von insgesamt 23 Einsätzen von Beginn an. Der Angreifer dankte es immerhin mit sechs Toren und zwei Torvorlagen.

Auswärtsspiel in Stuttgart der Knackpunkt?

Seit im Sommer Max Kruse und Raffael kamen, ist jedoch wenig Platz in der Fohlen-Offensive. Oder rührt die momentan durchgängige Bank-Anstellung de Jongs doch von einem früheren Zeitpunkt? Denn schon nach dem 29. Spieltag der Vorsaison, als Gladbach in Stuttgart mit 0:2 verlor, ließ Favre ihn mit Ausnahme des letzten Saisonauftritts erst einmal draußen. Warum das so ist, darüber rätselt der Betroffene. "Ich weiß nicht, warum ich seit dem Auswärtsspiel in Stuttgart nicht mehr Stammspieler bin. In diesem Spiel lief es etwas schlechter, aber davor war ich noch wichtig für die Mannschaft."

Wenngleich sich der 1,88 Meter große Stürmer also offensichtlich über die genauen Beweggründe seiner aktuellen Rolle unklar ist, muss er dennoch eingestehen, dass Favre am längeren Hebel sitzt: "Aber gut, ein Trainer, der gewinnt, hat immer Recht."

"Die möglichen Chancen, die ich noch bekomme, muss ich nutzen"

Dennoch lauert Luuk de Jong weiterhin auf die Möglichkeit, seine Bedeutung für das Team unter Beweis zu stellen. "Ich bin keiner, der aufgibt. Die möglichen Chancen, die ich noch bekomme, muss ich nutzen."

Noch wichtiger erscheint dieses Vorhaben, da im kommenden Sommer die WM in Brasilien ansteht. Und da wollte de Jong, der bislang sieben A-Länderspiele für Oranje absolvierte, eigentlich auch hin - eigentlich: "Die Chancen zur WM zu fahren, sind jetzt sehr gering geworden", gestand er ein.

Wechsel im Winter für WM-Zug?

Um sie unter Umständen doch noch einmal zu verbessern, muss er schnellstmöglich regelmäßig auf dem Platz stehen. Und das zur Not anscheinend auch außerhalb von Gladbach, wenn sich die momentane Lage nicht ändert. "Der Trainer kennt meine Qualitäten. Aber wenn es so weiter geht, müssen wir uns in der Winterpause umsehen. Ich will einfach spielen."

EURE MEINUNG: Kann sich de Jong noch einmal zurück in Gladbachs Startelf kämpfen?

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