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Die Transferperiode ist zu Ende und die Katalanen stehen nach der Verpflichtung von Neymar ohne weiteren Neuzugang dar. Ein Fehler, wie Ex-Profi Miguel Nadal betonte.

EXKLUSIV
Von Ben Hayward

Barcelona.
Ausnahmsweise agierte der FC Barcelona sehr unauffällig auf dem Transfermarkt. Einzig die spektakuläre Verpflichtung von Jungstar Neymar belastete die Vereinskasse, ansonsten verzichteten die Katalanen auf neue Spieler. Dabei hätten die "Blaugrana" vor allem in der Abwehr eine Verstärkung benötigt, urteilte der einstige Barca-Verteidiger Miguel Nadal im exklusiven Interview mit Goal.

"Jeder konnte sehen, dass Barcelona einen Innenverteidiger verpflichten musste. Wenn man etwas verstärken musste, dann war es die Verteidigung", betonte der 47-Jährige, der 208 Spiele für den FC Barcelona absolvierte.

Pique und Mascherano als Hoffungsträger

Tatsächlich entpuppte sich vor allem die Abwehrzentrale in der Vorsaison oftmals als Schwachpunkt. Kapitän Carles Puyol steht mit inzwischen 35 Jahren vor dem Karriereende und genügt nicht mehr allerhöchsten Ansprüchen.

Aus dem Nachwuchs rücken indes keine vielversprechenden Abwehrspieler nach. Und so verbleiben einzig Gerard Pique und Javier Mascherano als Akteure von internationalem Format.

Eigentlich erkannte dies auch die Vereinsführung, doch die geplante Verpflichtung von Thiago Silva platze. Zudem entschied man sich gegen einen Transfer von Chelseas David Luiz oder Liverpools Daniel Agger - wohl aus finanziellen Gründen.

Nadal skeptisch: "Es wird schwer"

Nadal, einst selbst Verteidiger auf Weltklasse-Niveau, kann das nicht nachvollziehen: "Wenn man von dringendem Handlungsbedarf spricht, muss man vielleicht mehr bezahlen", urteilte der Ex-Profi.

Auch die angeblich hohen Ansprüche an die technischen Fähigkeiten müsse man bei der Spielersuche runterschrauben. "Ich schätze, das wird grundsätzlich verlangt. Aber ich denke, das ist nicht alles", erklärte Nadal.

"Das ist eine Position, auf der man meiner Meinung nach nicht zwangsweise mit viel Technik glänzen muss, schließlich hat Barcelona andere Spieler mit großartigen technischen Fähigkeiten auf dem Platz", fuhr der 47-Jährige fort.

Der FC Barcelona verzichtete letzten Endes aber auf die Verpflichtung eines neuen Innenverteidigers. Nadal ist daher skeptisch, ob die Katalanen ihre Ziele erreichen können: "Ich denke, dieses Jahr wird es schwer für das Team, das Niveau der letzten Jahre zu erreichen."

EURE MEINUNG: War es ein Fehler, auf die Verpflichtung eines neuen Verteidigers zu verzichten?

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