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Der "Lutscher" sagt Tschö! Vor seinem Abschiedsspiel am Samstag sprach Torsten Frings mit Goal über Vorfreude, Werder und mögliche Zukunftspläne.

EXKLUSIV

"My last game in green" - Torsten Frings und Werder Bremen, das ist alles andere als eine weit hergeholte Assoziation. Zwischen 1997 und 2002 sowie 2005 und 2011 lief der gebürtige Aachener im Werder-Dress auf und bestritt für die Hanseaten insgesamt 326 Bundesligapartien, in denen er 36 Treffer erzielte. 1999 und 2009 holte er mit den Hanseaten den DFB-Pokal.

Nun, nach 18 Jahren, beendet Frings seine Karriere offiziell. Und wo sonst, wenn nicht im Weserstadion? Frings: "Ich hätte mir keinen besseren Abschied wünschen können. Ich bin mit der Zeit ein Bremer geworden." Der 36-Jährige, der nach seinem Abschied im Sommer 2011 noch in Nordamerikas MLS beim FC Toronto spielte, absolviert derzeit bei Werder eine Trainerausbildung.

"Mit diesem Spiel möchte ich mich bei allen Leuten verabschieden und auch vernünftig bedanken, die mich immer unterstützt haben", sagte Frings vor Kurzem gegenüber Sky. Im Team des "Lutschers", wie Andi Herzog ihn als Jungspund einst taufte, werden unter anderem Ailton, Frank Baumann, Marco Bode, Tim Wiese, Julio Cesar, Ümit Davala, Naldo und Diego stehen.


Das Abschiedsspiel steht vor der Tür: Was sind rückblickend in Ihrer Karriere die großen Momente, die Ihnen direkt in den Kopf kommen?

Frings: Ich teile das eigentlich nicht in einzelne Momente, sondern blicke lieber auf die komplette Karriere als Gesamtes zurück. Ich bin glücklich, wie alles in Allem gekommen ist.

Wie sehen sie Ihre Karriere? Haben sie das Gefühl etwas verpasst zu haben?

Frings: Nein, keinesfalls. Alles bestens!

Wer war der beste Mitspieler während ihrer Laufbahn?

Frings: Da waren viele herausragende Spieler dabei und es wäre nicht fair, einen Einzelnen herauszuheben.

Was war Ihr erster Gedanke, als sie erfahren haben, dass Werder und Thomas Schaaf sich trennen?

Frings: Mein erster Gedanke? Shit! Im Ernst, es war schon ziemlich merkwürdig – ich kenne ihn ja von seinem ersten Tag als Trainer an – er war quasi eine Institution.

Auf welchem Weg sehen Sie Werder in dieser Saison, mit welchem Tabellenplatz rechnen Sie am Ende?


Frings: Es ist grundsätzlich eine positive Entwicklung und man wird sehen, was am Ende herauskommt. Trainer Robin Dutt sollte man erst mal die Zeit geben, die dafür notwendig ist.



Sie absolvieren bei Werder nun eine Trainerausbildung. Haben Sie ein konkretes Ziel, was Sie später einmal erreichen möchten? Lieber in Ruhe im Jugendbereich, oder doch irgendwann in der Bundesliga arbeiten?

Frings: Mein erstes Ziel sind die Lizenzen. Danach wird sich alles weitere ergeben. Ich bin ja kein Hellseher…

Was glauben Sie: In welchen Bereichen können Sie als Trainer-Neuling am meisten lernen?


Frings: Für mich ist es ganz wichtig, das gesamte Profigeschäft nun von einem anderen Blickwinkel zu sehen. Als Spieler habe ich ja nahezu alles erlebt, doch als Trainer gibt es völlig neue Sichtweisen. Das ist absolut spannend und macht großen Spaß.

Was hat es mit der XXII auf sich? Wie ist diese entstanden?

Frings: Die XXII taucht überall in meinem Leben auf, von der Rückennummer, meinem Tattoo, bis hin zu meinem Geburtstag. Es ist wie zu einer Art Markenzeichen geworden. Da ich auch privat die XXII nutze, haben mich viele Freunde auf die Sachen mit der XXII angesprochen. So habe ich einige Produkte produziert, auf denen die XXII zu finden ist- aktuell gibt es auch eine Limited Edition.

Nochmal zurück zum Abschiedsspiel am 7. September: Worauf freuen Sie sich an jenem Tag am meisten?

Frings: Freunde, Familie, Wegbegleiter, ehemalige Mitspieler und natürlich die Stimmung der Fans – ein letztes Mal im Weserstadion als Spieler aufzulaufen – da ist schon eine große Vorfreude! 

 

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