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Er gehört zu den herausragenden Nachwuchskräften in Deutschland: Rhami-Jasin Ghandour spielt nun in Wolfsburg und verriet uns, dass er seinem Idol Sami Khedira nacheifern will.

EXKLUSIV
Von Omar El Grrahi

Rhami-Jasin Ghandour zählt in Deutschland zu den größten Talenten seines Jahrgangs. Der in Berlin geborene Abwehrspieler mit ägyptischen Wurzeln (sein Vater stammt von dort) wechselte vor wenigen Wochen von 1899 Hoffenheim zum VfL Wolfsburg. Eine Offerte des ebenfalls stark interessierten FC Schalke schlug der 17-Jährige dafür aus.

Goal traf den 1,81 Meter großen Defensivakteur zum Interview. Er erklärte dabei, dass die „Wölfe“ am engagiertesten um ihn geworben hätten: „Wolfsburg hat eine gute Mannschaft und der Verein wollte mich schon seit längerer Zeit verpflichten. Sie haben sich mehr um mich bemüht als andere Klubs und so habe mich entschieden, in dieser Phase meiner Karriere dorthin zu wechseln.“

"Sami Khedira ist mein Idol"

Ghandour spielte vor seiner Zeit in Hoffenheim unter anderem bei Hertha BSC und schlug damals auch eine Offerte des FC Bayern aus. Langfristig möchte er eher in einer anderen Liga spielen, als innerhalb Deutschlands den nächsten Schritt zu machen. Er erläuterte: „Ich möchte gerne irgendwann auch im Ausland Erfahrungen sammeln. Ob Spanien oder England, das wäre mir egal. Aber dennoch wäre ich über Angebote von den Topteams der Bundesliga natürlich sehr erfreut, keine Frage.“

A propos Ausland. Einen Klub gibt es dort doch, der ihn mehr als alle anderen reizt. Es sind die „Blancos“ und dort könnte er seinem Vorbild nacheifern. „Mein Traum ist es, für Real Madrid zu spielen. Ich hoffe, er geht in Erfüllung. Sami Khedira ist mein Idol, wie er möchte ich spielen“, sagte Ghandour.

„Ich möchte gerne irgendwann auch im Ausland Erfahrungen sammeln. Ob Spanien oder England, das wäre mir egal. “


- Rhami-Jasin Ghandour

Während Nationalspieler Khedira in Madrid allerdings im zentralen Mittelfeld abräumt, ist Youngster Ghandour ein Mann für die Innenverteidigung. Seine Stärken sind die enorme Schnelligkeit und die gute Spieleröffnung. Außerdem ist er beidfüßig, passabel im Kopfballspiel und mit einem guten Distanzschuss ausgestattet. Zwar hat er natürlich in vielen Bereichen noch Luft nach oben, doch allgemein gilt er als ziemlich reif für sein Alter.

Ägypten oder Deutschland?

Ghandour hat für die U16 und die U17 des DFB gespielt, mittlerweile kickt er jedoch für Ägyptens U-20-Nationalmannschaft. Im Vorfeld der afrikanischen U20-Meisterschaft absolvierte er mit diesem Team zwei Freundschaftsspiele, ehe sich herausstellte, dass ihm die nötigen Dokumente zur Teilnahme an der Endrunde fehlten. Denn noch hat er keinen ägyptischen Pass.

Rhamis Vater schickte daher im Vorfeld alle nötigen Daten und Schriftstücke an den ägyptischen Verband. Doch bei den Offiziellen tat sich nichts, drei Monate lang blieb der Fall unbearbeitet und Ghandour durfte schließlich nicht an der Meisterschaft teilnehmen. Er verriet uns, dass dies jedoch kein Grund für ihn sei, sich gegen Ägypten zu entscheiden: „Falls ich einen ägyptischen Pass bekäme, dann hätte ich kein Problem damit, für Ägypten zu spielen.“

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