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Philipp Wollscheid: "In allen Mannschaftsteilen gibt es Handlungsbedarf"

Philipp Wollscheid war einer der Aufsteiger bei Bayer Leverkusen in der vergangen Saison. Wir sprachen mit ihm über die Kaderplanung und den Konkurrenzkampf im Team.

EXKLUSIV
Von Stefan Döring

Bochum.
Philipp Wollscheid wurde in der vergangenen Saison bei Bayer Leverkusenzum Nationalspieler. Im vergangenen Sommer schloss er sich der Werkself an und wurde direkt Stammspieler in der Innenverteidigung. Wir sprachen mit ihm über die Konkurrenz in der Verteidigung, die kommende Saison und eventuelle Verstärkungen.

Herr Wollscheid, im Testspiel gegen den VfL Bochum konnte man sehen, dass noch viele Spieler im Urlaub sind. Wie stark wird die Leverkusener Mannschaft aber zum Saisonbeginn sein?

Wollscheid: Das wird sich zeigen. Es ist für uns auch noch schwer abzuschätzen, weil eben noch einige Spieler fehlen. Außerdem scheint der Verein ja noch einiges dafür zu tun, dass noch ein paar Neue kommen. Ich bin aber überzeugt davon, dass wir wieder eine schlagkräftige Truppe auf dem Platz haben werden. Dass wir allerdings nicht nur mit elf Spielern durchkommen ist auch klar. Die Belastung wird höher und es wird nicht möglich sein in der Champions League Spieler einzusetzen, die nicht so häufig gespielt haben, wie wir es letztes Jahr in der Europa League gemacht haben. Deswegen müssen wir uns in der Tiefe des Kaders qualitativ verstärken.

Wie schwer wiegt bei den Planungen der Abgang von Andre Schürrle?

Wollscheid: Er war einer unserer Leistungsträger aber das ist halt so im Fußball. Dann kommt ein größerer Verein mit höheren finanziellen Mitteln. Aber natürlich war Andre ein guter und wichtiger Spieler. Jetzt müssen wir gucken, dass wir den Abgang kompensiert bekommen. Mit Heung-Min Son und Robbie Kruse haben wir aber gute Jungs verpflichtet und sind sehr gespannt auf die beiden. Nichtsdestotrotz sagt der Verein aber, und das ist auch in den Medien zu lesen, dass noch zwei, drei, vier Neue geholt werden sollen. Das sehe ich auch als notwendig an.

In welchen Mannschaftsteilen sehen Sie denn noch Handlungsbedarf?

Wollscheid: Defensiv rechts, hinter den Spitzen, im zentralen Mittelfeld. Das ist schwer zu sagen und auch nicht mein Job. Aber ich denke, dass wir noch in allen Mannschaftsteilen was tun müssen. In der Innenverteidigung sind wir jetzt gut aufgestellt, auch wenn Emir Spahic erst ein paar Einheiten dabei ist. Da kann man noch nicht so viel sagen. Ich bin aber überzeugt davon, dass er uns weiterhelfen kann.

Emir Spahic ist ein wenig als "Knochenbrecher" verschrien. Haben Sie schon im Training gemerkt, dass er etwas härter in die Zweikämpfe geht?

Wollscheid: War alles ganz human. Aber keine Ahnung, dass der so ein Image hat. Aber er weiß, ja was er macht und ich bin überzeugt davon, dass er uns weiterhelfen kann. Er ist mit Sicherheit auch unangenehm für die gegnerischen Stürmer zu spielen, wenn er eine härtere Spielweise hat. Man braucht mindestens drei gute Innenverteidiger für die Saison und die haben wir jetzt. Da sind wir jetzt gut aufgestellt.

In ein paar Wochen ist die Auslosung zur Champions-League-Gruppenphase. Gibt es da Wunschgegner für Sie?

Wollscheid: Nein, überhaupt nicht. Das werden wir dann im Laufe des Tages der Auslosung sehen. Es werden aber auf jeden Fall geile Spiele werden und es ist die Aufgabe die Mannschaft abzustimmen und dazuzugewinnen, um auch die bestmöglichsten Spiele abzuliefern, sodass wir in die nächste Runde einziehen können.

Haben Sie persönliche Ziele für die kommende Saison?

Wollscheid: Ich denke da immer kurzfristig. Mein Ziel ist es erst einmal durch die nächste Woche durchzukommen und dann sehen wir weiter. Aber ich will natürlich weiter jedes Spiel bestreiten. Das will jeder und ich gehe davon aus, dass es auch weiterhin so sein wird. Dann fangen die Spiele irgendwann an und es fängt richtig an Spaß zu machen und die wollen wir dann auch gewinnen.

Eure Meinung: Was erreicht Bayer Leverkusen in der kommen Saison?

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