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Im Gespräch mit Goal hat sich der Nationaltrainer Kameruns, Volker Finke, positiv über den Wechsel von Jacques Zoua zum Hamburger SV geäußert.

EXKLUSIV
Von Daniel Jovanov

Hamburg. Nach langem Tauziehen hat Thorsten Fink seinen Wunschspieler bekommen. Jacques Zoua, 21, wird am Montag zur Präsentation in Hamburg erwartet. Der Kameruner wechselt für unter einer Million Euro Ablöse vom FC Basel zum Hamburger SV. Experten und Fans sind dennoch skeptisch: Kann Zoua, der in der vergangenen Saison nicht über die Rolle des Jokers hinauskam, in der Bundesliga bestehen? Geht es nach Volker Finke, seit Mai Nationaltrainer Kameruns, bringe er dafür zumindest alle Voraussetzungen mit.

Rückkehr in die Nationalmannschaft

Der ehemalige Sportchef des 1.FC Köln und langjährige Trainer des SC Freiburg berief Zoua für die WM-Qualifikation in den Kreis der Nationalmannschaft, wo er sich einen genauen Eindruck des Offensivspielers machen konnte. "Wir haben Probleme bei den Einladungen für die Länderspiele im Juni gehabt, sodass wir nicht ausreichend Spieler an Bord hatten. Zoua ist dann nachgereist und kam gegen Togo auch für eine Halbzeit zum Einsatz", erklärt Finke im Gespräch mit Goal.

Dabei habe er einen durchaus positiven Eindruck hinterlassen, wenngleich "seine Saisonstatistik beim FC Basel nicht besonders gut war. Er ist aber noch jung, hat von der Begabung und dem Talent gute Voraussetzungen. Ich werde ihn definitiv wieder einladen. Unabhängig davon, ob er beim HSV Stammspieler wird", stellt er in Aussicht.

Finke riet ihm zu Wechsel in die Bundesliga

Beim Hamburger SV soll Zoua den zu Bayer 04 Leverkusen abgewanderten Heung-Min Son ersetzen. Mit Thorsten Fink trifft er in der Hansestadt zudem einen alten Bekannten, der an seinen Durchbruch in der Bundesliga glaubt und sich mit Volker Finke über die Qualitäten des Offensivallrounders austauschte. "Er hat gewisse Fähigkeiten, die ich sehr gut finde. Ich habe ihm gesagt: Wenn du in die Bundesliga wechseln kannst, würde ich den Schritt an deiner Stelle gehen. In Europa gehört sie zu den besten drei Ligen. Ich traue ihm zu, dass er seinen Weg machen wird", erklärt Finke.

Auf Finkes Rat ist Verlass: Nach der Vertragsunterschrift griff Zoua sofort zum Telefon, um seinem Nationalcoach davon zu berichten. "Er sieht die Aufgabe beim HSV als Herausforderung, die er positiv annimmt". Schon bald sollen sich auch die Trainingskiebitze im Hamburger Volkspark einen Eindruck ihres neuen Stürmers machen können.

Santa Cruz-Entscheidung steht noch aus

Neben dem feststehenden Transfer von Zoua haben die Hamburger auch mit Johan Djourou (FC Arsenal) und Lasse Sobiech (Borussia Dortmund) weitestgehende Einigung erzielt. Bereits in der kommenden Woche könnten beide Verteidiger als Neuzugänge vermeldet werden. Bei Djourou setzte sich Sportchef Oliver Kreuzer im Poker mit Hannover 96 durch. Der Schweizer wird zunächst für ein Jahr ausgeliehen.

Einzig die Zusage von Roque Santa Cruz fehlt, um die Transferaktivitäten zu komplettieren. Der HSV rechnet noch im Laufe des Tages mit einer Entscheidung des Paraguayers. Unklar bleibt jedoch, wem die Erfolge auf dem Transfermarkt angerechnet werden können. "Frank Arnesen hat viele Dinge angeschoben, Oliver Kreuzer muss nur noch finalisieren", erklärte Aufsichtsrats-Chef Manfred Ertel auf der jüngsten Mitgliederversammlung.

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