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Besiktas Istanbul: Roberto Hilbert kann sich eine Rückkehr in die Bundesliga vorstellen

Roberto Hilbert bei Besiktas vor dem Absprung: Rückkehr in die Bundesliga möglich

Besiktas Istanbul: Roberto Hilbert kann sich eine Rückkehr in die Bundesliga vorstellen

Bongarts

Der ehemalige Spieler des VfB Stuttgart wird seinen Kontrakt beim türkischen Klub Besiktas Istanbul wohl nicht verlängern. Eine Rückkehr in die Bundesliga ist nicht ausgeschlossen.

INTERVIEW
Das Gespräch führte Hassan Talib Haji

Orlando/Berlin. Rechtsverteidiger Roberto Hilbert weilt derzeit in Florida (USA) und genießt seinen Urlaub. Allerdings schielt der gebürtige Forchheimer mit einem Auge nach Europa, denn der Vertrag des 28-Jährigen beim türkischen Erstligisten Besiktas Istanbul läuft aus.

Damit ist der Deutsche Meister von 2007 ablösefrei zu haben. Im exklusiven Gespräch mit Goal gab der ehemalige Nationalspieler Auskunft über das drohende Scheitern der Vertragsverhandlungen mit Besiktas, einem geblockten Angebot und eine mögliche Rückkehr in die Bundesliga.

Herr Hilbert, Sie genießen gerade Ihren Urlaub in Florida. Können Sie sich in Ruhe erholen oder denken Sie an Ihre sportliche Zukunft?

Hilbert: Beides. Es ist schon Entspannung, bei richtig tollem Wetter, übrigens. Aber ich wünsche mir natürlich recht bald Klarheit.

Ihr Vertrag läuft Ende des Monats aus, damit wären Sie ablösefrei auf dem Markt. Sie sind noch weit vom Karriereende entfernt. Also, wie geht es weiter?

Hilbert: Im Moment sind wir (Roberto Hilbert und Berater Roger Wittmann, Anm. d. Red.) mit verschiedenen Klubs in Gesprächen. Ich denke, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis ich weiß, wo es hingeht.

ROBERTO HILBERT | 28, Besiktas - Rechter Verteidiger

SAISONSTATISTIKEN
Einsätze 32
Tore 3
Assists 3
SPIELERAKTE
Vertrag bis 2013
Geschätzter Marktwert 5,5 Millionen Euro
Im Verein seit 2010

Sie haben bei Besiktas Istanbul in den letzten zwei bis drei Jahren mit die meisten Spiele gemacht und sind unumstrittener Leistungsträger. Die Fans rufen Sie ehrfürchtig: "Deutscher Panzer". Warum stocken plötzlich die Vertragsverhandlungen, und drohen zu scheitern?

Hilbert: Zum einen, weil wir finanziell halt noch nicht auf einen gemeinsamen Nenner gekommen sind.

Es heißt, Sie sollen auf die Hälfte Ihres Gehalts verzichten, weil der Verein in großen finanziellen Schwierigkeiten steckt ...

Hilbert: Sorry, zu den Finanzen kann ich nichts sagen. Aber bei anderen Vertragsdetails sind wir uns auch noch nicht einig. Sollten wir tatsächlich auf keinen gemeinsamen Nenner kommen, dann ist das eben so. Das passiert im Fußball. Dann trennen wir uns im Guten. Ganz ohne Groll.

In Deutschland kennt man Sie als rechten Mittelfeldspieler. Sie haben umgeschult, zum Rechtsverteidiger. Liegt Ihnen diese Position mehr?

Hilbert: Ja, eindeutig. Ich habe mich von Anfang an superwohl auf dieser Position gefühlt und ich glaube, ich habe die in den letzten drei Jahren auch richtig gut ausgefüllt. Anpassungsschwierigkeiten hatte ich da überhaupt keine. Man hat mir immer bestätigt, dass meine Leistung stets top war, da hatte nie jemand viel an mir auszusetzen. Das zeigt ja auch die Reaktion der Fans.


"Die Bundesliga ist die stärkste Liga in Europa, eine Rückkehr schließe ich selbstverständlich nicht aus."


- Roberto Hilbert

Wir wissen: Im Winter wollte Sie Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer zu Zenit St. Petersburg nach Russland lotsen. Weshalb platzte der Transfer?

Hilbert: (Lacht) Ihr seid ja bestens informiert. Die Geschichte stimmt. Aber Besiktas wollte mich zu dem Zeitpunkt einfach nicht gehen lassen. Ich bin Leistungsträger der Mannschaft. Es gibt nicht viele gute Rechtsverteidiger, deshalb fand man auf die Schnelle keinen adäquaten Ersatz für mich. Aus jetziger Sicht sehr schade, denn in Russland bewegt sich zurzeit sehr viel.

Es gibt für Sie auch weitere Anfragen aus Italien und England. Wollen Sie die Türkei verlassen?

Hilbert: Jein. Ich hatte in den letzten drei Jahren eine schöne Zeit hier in Istanbul. Meine Frau und ich haben uns sehr gut eingelebt. Aber, man weiß ja, wie schnell es im Fußball gehen kann. Ich muss auch auf meine Familie, auf mich und meine Karriere achten. Wenn es dann in ein anderes Land geht, dann ist das so. Es ist ja auch nicht schlimm, wenn man in England, Italien oder Spanien spielt.

Sie sind ein Kind der Bundesliga. Sie haben gerade ein paar Länder angesprochen. Reizt Sie denn auch eine Rückkehr nach Deutschland? Vereine wie Schalke suchen einen rechten Verteidiger ...

Hilbert: Auf jeden Fall, das ist ja meine Heimat. Die Bundesliga ist die stärkste Liga in Europa, eine Rückkehr schließe ich selbstverständlich nicht aus. Schalke wäre natürlich mit dieser riesigen Tradition und unheimlich tiefer Kultur für jeden Spieler eine tolle Herausforderung. Grundsätzlich ist in der Bundesliga viel und harte Arbeit gefragt, etwas, was auch mich auszeichnet.

Mehr zu Roberto Hilbert auf seiner offiziellen -Seite

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