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Nach dem Relegationsspiel sprach "Hoffes" Argentinier mit Goal.com über Betzenberg und Bombonera, die Arbeit von Trainer Markus Gisdol und warum Roberto Firmino zwei Tore schoss.

EXKLUSIV
Von Martin Ernst

Sie ist noch nicht so sicher wie in Abrahams Schoss - aber seit der Ankunft von David Abraham steht die Abwehr der TSG 1899 Hoffenheim deutlich sicherer. Auch im Relegationsspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern war der Winter-Neuzugang einmal mehr eine zuverlässige Stütze in der Defensive - musste beim 1:2 allerdings Gegenspieler 'Mo' Idrissou passieren lassen.

Nach Abpfiff sprach der Argentinier mit Goal.com über Betzenberg und Bonbonera, die Arbeit von Trainer Markus Gisdol und verriet, warum Roberto Firmino zwei Tore schoß.

Herr Abraham, Sie lernen noch Deutsch, aber die Bedeutung des Wortes 'Abstiegskampf' dürften Sie nun voll und ganz kennen?

Abraham: Wohl wahr. Es war ein sehr intensives Spiel, wir wussten, dass es um alles geht. Wir haben unsere Aufgaben erledigt und konnten ein gutes Ergebnis erzielen. Nach der Pause hat Lautern zugelegt, damit haben wir auch gerechnet. Leider kamen sie zum Gegentor, auf das wir wiederum mit dem 3:1 die richtige Antwort hatten.

Mit Mou Idrissou hatten Sie einen schweren Gegenspieler. Haben Sie bei seinem Durchbruch zum Anschlusstreffer ein Foul in Erwägung gezogen?

Abraham: Mir wurde schon vor der Partie gesagt, dass er sehr viel Erfahrung und Bundesligaspiele gemacht hat. Das habe ich schnell gemerkt. Kurz dachte ich an ein Foul, aber dann auch daran, dass ich letzter Mann gewesen wäre...

Vorteil Hoffenheim. Mit welcher Einstellung geht man nun in das Rückspiel? Hat man Ihnen bereits von der Atmosphäre auf dem Betzenberg erzählt?

Abraham: Mit derselben wie heute: Wir müssen unsere Aufgaben erfüllen. Mit einem schnellen Tor würden wir Kaiserslautern das Leben schwer machen und könnten selbst ruhiger aufspielen. Schlussendlich müssen wir genauso weiter arbeiten wie zuletzt. Was die Stimmung im Rückspiel angeht, bin ich, glaube ich, gut gewappnet aus meiner Zeit in Argentinien, als ich in der Bombonera (Stadion von Boca Juniors, Anmerkung der Red.) vor 75 000 Menschen spielten.

Roberto Firmino war heute der Mann des Spiels. Beim gemeinsamen Torjubel haben Sie ihm mit der Hand etwas signalisiert – was hat es damit auf sich?

Abraham: (Grinst) Im Training hatte ich ihm etwas im Scherz und gemäß einem spanischen Sprichwort gesagt, dass er zwei Tore machen würde. Nun hat er sie tatsächlich gemacht. Er hat toll gespielt und viel für die Mannschaft gearbeitet, deswegen hat er es ganz sicher auch verdient.


Mann des Abends bei der TSG: Roberto Firmino, zwei Tore und ein Assist

Zuletzt waren Sie die Konstante in der Abwehr, auch mit unterschiedlichen Partnern wie Süle oder Vestergaard in der zentralen Defensive. Wie haben Sie sich so schnell eingelebt?

Abraham: Ich denke, ich bin ein Spieler, der sich schnell anpassen kann, auch an unterschiedliche Partner in der Innenverteidigung. Allerdings habe ich auch tolle Mitspieler von hohem Niveau, es ist leicht mit ihnen, egal ob Beck, Ochs oder Süle. Und natürlich haben wir auch als Team am Defensivverhalten gearbeitet.

Wie hat Trainer Markus Gisdol die mentale Kehrtwende geschafft? Vor Dortmund soll er ein Video des CL-Finales 2005 gezeigt haben...

Abraham: Unter anderem. Er hat psychologisch sehr gute Arbeit geleistet und uns voran gebracht – die spielerische Qualität war zuvor schon da. Und er hat den Willen geschärft und uns als Gruppe gestärkt.

Für Argentinien geht Anfang Juni die WM-Qualifikation weiter. Nachdem Sie 2005 an der Seite von Kun Agüero die U 20-WM gewannen: Liebäugeln heimlich Sie noch mit einer Nominierung für die WM auf dem eigenen Kontinent?

Abraham: Ich denke, Argentinien ist sehr gut dabei und wird es schaffen. Alle Argentinier hoffen auf eine baldige Qualifikation. Jetzt kämpfe ich erstmal um den Klassenerhalt mit Hoffenheim. Und wenn wir nächstes Jahr noch in der Bundesliga spielen, würde das meine Chancen natürlich erhöhen. 

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