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Die Ausgangslage ist ziemlich gut: Der FC Augsburg kann den direkten Klassenerhalt noch packen. Manager Stefan Reuter bleibt im Gespräch mit Goal.com dennoch vorsichtig.

EXKLUSIV
Von Falko Blöding

Augsburg. Noch 90 Minuten, dann wird die reguläre Saison in der Bundesliga abgepfiffen. Wer nach der Hinserie ernsthaft darauf gewettet hätte, dass der FC Augsburg nun noch die Chance hat, den Klassenerhalt zu schaffen, der wäre vermutlich nicht ganz für voll genommen worden. Damals lag die Elf von Trainer Markus Weinzierl zehn Punkte hinter dem rettenden 15. Platz.

Nun hat der FCA eine beeindruckende Aufholjagd hinter sich und die Ausgangslage für einen dramatischen Schlussakt geschaffen: Augsburg kann sich direkt retten, kann sich in die Relegation schleppen oder am Ende gar direkt absteigen.  Im Moment rangieren die bayerischen Schwaben auf Rang 16. Sie sind punktgleich mit Fortuna Düsseldorf und liegen zwei Zähler vor der TSG Hoffenheim

DIE ABSTIEGSZONE VOR DEM LETZTEN SPIELTAG

  Sp S U N T GT TD Pkt
Düsseldorf 33 7 9 17 39 54 -15 30
FC Augsburg
33 7 9 17 30 50 -20 30
1899 Hoffenheim 33 7 7 19 40 66 -26 28

Einer, der mit dem Aufschwung in Augsburg (Platz neun der Rückrundentabelle) eng verknüpft ist, ist Stefan Reuter. Der Ex-Profi beerbte in der Winterpause Jürgen Rollmann als Geschäftsführer Sport und hat mit ruhiger Arbeit und Akribie seinen Teil zum sich anbahnenden Foto-Finish beigetragen. Im exklusiven Gespräch mit Goal.com gab sich Reuter bescheiden: "Ich möchte das nicht an meiner Person festmachen. Der Verein hat die Weichen schon vor meinem Engagement gestellt. Wir haben im Winter ein paar Kleinigkeiten verändert und konzentriert mit der Mannschaft gearbeitet. Mit den Erfolgserlebnissen wuchs dann auch das Selbstvertrauen, sodass wir diese Aufholjagd starten konnten."

Auf dem Papier hat Augsburg am letzten Spieltag die lösbarste Aufgabe der drei Teams die gegen den Gang in Liga zwei kämpfen: Während Hoffenheim nach Dortmund reist und Düsseldorf in Hannover antritt, empfangen die Weinzierl-Schützlinge das bereits abgestiegene Schlusslicht Greuther Fürth.



"Wir gehen mit einem positiven Gefühl in das Saisonfinale gegen Fürth. Unsere Mannschaft hatte neun Punkte in der Winterpause und kaum jemand hat ihr den Klassenerhalt noch zugetraut. Doch wir haben immer daran geglaubt, dass wir unser Ziel erreichen können", erinnerte sich Reuter. "Einen Spieltag vor Schluss ist alles noch möglich. Wir gehen das Spiel konzentriert an und wollen es gewinnen. Was dann am Ende dabei rauskommt, werden wir sehen."

Wie es ist, wenn es um alles geht und der Druck immer weiter steigt, weiß Reuter nur zu gut. Der 46-Jährige kämpfte als Spieler mit Bayern München und Borussia Dortmund regelmäßig um Titel. Er bestritt (erfolgreich) unter anderem ein WM- und ein Champions-League-Finale. Er hält diese Extremsituationen für nur bedingt vergleichbar: "Es ist beides eine Drucksituation, allerdings ist die Ausgangslage eine andere. Im einen Fall kann man einen Titel gewinnen, im anderen Fall geht es darum einen Abstieg zu vermeiden. In unserem Fall ist aber der Abstiegskampf eine positive Drucksituation, weil wir nach neun Punkten in der Rückrunde unser großes Ziel noch erreichen können. Das wäre wie eine Meisterschaft für uns."

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