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EXKLUSIV - Der Mittelfeldspieler des 1. FC Nürnberg spricht über die aktuelle Entwicklung unter dem neuen Trainer-Duo, das Franken-Derby und Dieter Hecking.

München. Mike Frantz gehört zu einer der festen Größen des 1. FC Nürnberg. In der Vergangenheit war er meist vom Verletzungspech verfolgt, doch in dieser Saison und vor allem unter Michael Wiesinger und Armin Reutershahn blüht er auf. Im exklusiven Interview mit Goal.com schwärmt der Mittelfeldspieler vom neuen Trainerduo und ist heiß auf das Derby gegen Greuther Fürth. Von der Europa League will Frantz nichts wissen.

Mit einem 0:4 gegen eine bessere B-Elf des FC Bayern hat der Club wohl nicht gerechnet.

„Wir haben gegen eine der besten Mannschaften Europas gespielt. Auch wenn sie ein paar Spieler draußen lassen, der FC Bayern hat immer noch eine Top-Mannschaft. Das muss man anerkennen.“

Es war beeindruckend, dass die durchgewürfelte Bayern-Elf so gut funktioniert. Hast du dir aufgrund der vielen Wechsel vielleicht mehr erhofft?

Wenn man nach zehn Minuten gegen Bayern München 0:1 zurückliegt, wird es natürlich schwer. Wir haben uns bei den Gegentoren auch dumm angestellt. Wenn wir aber in der zweiten Halbzeit sofort den Elfmeter bekommen und das Tor machen, kann das Spiel nochmal ein anderes werden.

Mit Dieter Hecking musste der Club einen herben Verlust einstecken. Was ist der Unterschied zwischen Hecking und dem neuen Trainer-Duo und wie erklärst du dir den derzeitigen Erfolg? Was macht das Duo Wiesinger/Reutershahn aus?

Sie arbeiten beide sehr akribisch und bereiten uns gut auf die Gegner vor. Trotz allem profitieren wir noch von der Hand von Dieter Hecking. Die Trainer bringen frischen Geist rein und machen einen hervorragenden Job, das sieht man an den Punkten. Dennoch dürfen wir nicht vergessen, dass wir nächste Woche mit das wichtigste Spiel der Saison haben.

Gibt es etwas, was du an Wiesinger/Reutershahn besser findest? Wie kommt es, dass du unter den beiden aufblühst?

Es ist immer schwierig, zu vergleichen. Armin Reutershahn hat früher schon einiges dazu beigetragen. Michael Wiesinger ist ein komplett anderer Charaktertyp als Dieter Hecking. Unter Hecking hatte ich leider Gottes viel Verletzungspech. Wir profitieren auch etwas davon, dass wir einen Lauf haben. In München kannst du verlieren, dennoch müssen wir analysieren, wie wir Bayern zu Chancen eingeladen haben. Das war schon gegen Mainz, Schalke und Wolfsburg so. Da müssen wir den Finger in die Wunde legen und das machen beide. Sie haben auch im Erfolgsfall nicht abgehoben und das ist ein großer Pluspunkt.

Ist die Europa League ein realistisches Ziel?

Nein. Andere Mannschaften sind derzeit weiter und spielen länger miteinander. In dieser Saison hatten wir auch wieder einen Umbruch. Nächste Woche haben wir mit dem Derby das wichtigste Spiel für unsere Fans, aber auch für uns. Das ist Prestige pur, es geht um die Vorherrschaft, auch wenn Greuther Fürth vielleicht absteigt. Wenn wir den Sieg eingefahren haben, können wir auch die letzten Spiele frei aufspielen.

Gibt es ein deutsches Finale in der Champions League?

Das wäre natürlich eine riesen Sache. Aber man muss realistisch bleiben. Für mich sind Bayern und Barca die zwei besten Mannschaften Europas. Da wird sich zeigen, inwiefern Bayern die eigene Spielweise ändern kann, wenn sie nicht so viel Ballbesitz haben. Das wird in Barcelona so sein. Ich glaube auch nicht, dass Real Madrid in vier Spielen gegen Dortmund kein einziges Mal als Sieger vom Platz geht. Ich würde es beiden deutschen Mannschaften gönnen, aber wenn eine Mannschaft ins Finale kommt, wäre das schon ein Erfolg.

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