thumbnail Hallo,

EXKLUSIV – Nach der 0:1-Niederlage der Profis gegen Freiburg folgt der nächste Tiefpunkt. Die zweite Mannschaft des Hamburger SV kommt gegen den BSV SW Rehden unter die Räder

Hamburg. Sie haben lange um Unterstützung von „oben“ gebeten. Die zweite Mannschaft des Hamburger SV kämpft in der Regionalliga Nord um den Klassenerhalt. Mit Petr Jiracek, Gojko Kacar, Jacopo Sala, Jeffrey Bruma, Slobodan Rajkovic und Zhi-Gin Lam konnte Trainer Rodolfo Cardoso am Wochenende auf die Unterstützung von sechs Profis zurückgreifen, die Thorsten Fink ihm zur Verfügung gestellt hatte. Geholfen hat es jedoch nicht: Mit 1:4 verlor der HSV II beim BSV Schwarz-Weiß Rehden und blickt mit nunmehr 14. Saisonniederlagen ganz schweren Zeiten entgegen.

Als Letzter der Regionalliga Nord beträgt der Abstand zum rettenden Ufer bereits sechs Punkte. Goal.com fragte bei Rodolfo Cardoso nach Erklärungen.

Herr Cardoso, sechs Spieler aus dem Bundesligakader haben gestern bei Ihnen ausgeholfen. Zudem Valmir Nafiu und Christian Nörgaard, die beide zum erweiterten Kreis der Profis gehören. Trotzdem geht Ihre Mannschaft mit 1:4 beim BSV SW Rehden unter. Wie konnte das passieren?

Rodolfo Cardoso:  Unser Gegner war im Abschluss konsequenter und erfolgreicher als wir. Ich weiß nicht, ob der Sieg für Rehden verdient war. Meine Mannschaft hat gekämpft und ist viel gelaufen. Rehden war vor dem Tor eiskalt. Das hat den Unterschied gemacht.

Ist das Ergebnis nicht dennoch zu hoch?

Cardoso: Ja, dem muss ich zustimmen. Wir waren in den Zweikämpfen zu passiv, haben lange gebraucht, um ins Spiel zu finden. Rehden hat aus seinen Möglichkeiten das Maximale rausgeholt. Das erste Gegentor fällt bezeichnend nach einer Standardsituation. Damit haben wir in dieser Saison unsere Probleme. Mit dem Anschlusstreffer zum 2:1 habe ich die Hoffnung gehabt, dass wir das Spiel drehen können. Doch im Gegenzug fällt das 3:1, das war der Knackpunk.

Rodolfo Esteban Cardoso (44) spielte sechs Jahre für den Hamburger SV, ist seit 2005 in der Nachwuchsabteilung angestellt und half im Oktober 2011 für zwei Spiele auf der Trainerbank der Profis aus.

Welchen Eindruck haben die Profis auf Sie gemacht?

Cardoso: Es ist doch klar, dass nach dem 0:1 am Tag davor gegen Freiburg keine gute Stimmung herrschte. Zur Pause lagen wir 2:0 zurück, mussten den Jungs in der Kabine wieder Mut machen. Insgesamt haben wir zu viele Fehler gemacht, was typisch für unsere aktuelle Situation ist. Wenn es nicht gut läuft, ist die Verunsicherung zu spüren. Da spielt es keine Rolle, ob man Profi oder Amateur ist. Wir haben alles versucht. Das Bemühen kann ich keinem absprechen.

Moralisch liegen beide Teams jetzt wohl am Boden.

Cardoso: Wenn man die Spiele verliert, hat man auch kein Selbstvertrauen. Für uns geht es darum, die Klasse zu halten. Der Druck ist natürlich da. Bei den Profis läuft es auch nicht gut, da kommt im Moment alles zusammen. In dieser Phase ist es wichtig, dass wir als Verein zusammenhalten und versuchen die Köpfe der Spieler frei zu bekommen. Das ist der einzige Weg. Jetzt kommt es darauf an, den Kampf anzunehmen.

Werden Sie in den nächsten Spielen wieder auf Unterstützung von oben rechnen können?

Cardoso: Solange sich das mit den Spielplänen vereinbaren lässt, werden wir Unterstützung von den Profis bekommen. Das ist mit Thorsten Fink und Frank Arnesen abgesprochen. Wir versuchen, gemeinsam aus dieser Situation rauszukommen.

EURE MEINUNG: Droht dem Unterbau der Hamburger der Absturz in die fünfte Liga?

Bleibe am Ball und sei Teil des größten Fußball-Netzwerkes der Welt: Folge Goal.com auf oder werde Fan von Goal.com auf !

Neu: Folge HSV-Reporter Daniel Jovanov auf und erhalte Live-Tweets aus dem Volkspark!

Dazugehörig