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Addo traut dem BVB den CL-Titel zu – „Sie spielen auf allerhöchstem Niveau“

EXKLUSIV - Borussia Dortmund geht mit breiter Brust ins Viertelfinalspiel gegen den FC Malaga. Goal.com sprach vor dem Spiel mit Otto Addo über die Chancen des BVB.

Hamburg. Von 1999 bis 2005 schnürte Otto Addo seine Schuhe für Borussia Dortmund. Unter Matthias Sammer wurde der 37-jährige deutscher Meister, danach folgte bei den Dortmundern ein tiefer Absturz. Der Kontakt ist dennoch nie abgebrochen – noch heute pflegt Addo mit seinen ehemaligen Kollegen Sebastian Kehl oder Roman Weidenfeller einen regen Austausch. Im Interview mit Goal.com spricht er über die Entwicklung des BVB, die Chancen auf den Titelgewinn in der Champions League sowie über seine Laufbahn als Trainer.

Herr Addo, heute trifft der BVB im Viertelfinale der Champions League auf den FC Malaga. Worauf muss man sich in Südspanien einstellen?

Otto Addo: Malaga hat eine gute Mannschaft, steht aber für viele etwas überraschend im Viertelfinale. Sie haben international erfahrene Spieler und einen überragenden Spielmacher. Isco gilt es auszuschalten, der auch ein Spiel alleine entscheiden kann.

In der Bundesliga war früh zu erkennen, dass es kein Vorbeikommen am FC Bayern geben wird. Glauben Sie, dass der BVB auch deshalb so stark in der Champions League auftritt, weil man den Fokus darauf legen konnte?

Addo: Ich glaube, dass Dortmund in jedem Spiel das Maximale holen will. Im Unterbewusstsein ist der Reiz für einen Wettbewerb, den man bisher noch nicht gewonnen hat, mit Sicherheit höher. Deshalb geht man in diese Spiele mit einem Tick mehr an Konzentration. Trotz des Abstandes zum FC Bayern spielt der BVB auch in der Bundesliga eine sehr erfolgreiche und gute Saison.

Ist die Mannschaft auch reif für den Titel in der Champions League?

Addo: Warum nicht? Sie haben sich in der Gruppenphase gegen Real Madrid, Ajax und Manchester City durchgesetzt. Das zeugt von einer hohen Qualität und beweist, dass man in Europa auch auf allerhöchstem Niveau gegen jeden mithalten kann.

Wie sehen Sie die Entwicklung des BVB seit der Übernahme von Jürgen Klopp? Sie beide kennen sich noch aus Zeiten bei Mainz 05.

Addo: Es zahlt sich aus, wenn man eine klare Philosophie vorgibt und einem Trainer Zeit lässt. Dass das Früchte trägt, hat man durch die beiden Meisterschaften gesehen. Langfristig geht es auch darum, welche Spieler man dazubekommen kann und welche man ersetzen muss. In dieser Hinsicht hat Dortmund gute Arbeit geleistet. Auf hohem Niveau geht es um Kleinigkeiten.

Wenn Sie sich auf einen Favoriten auf den Sieg in der Champions League festlegen müssten, welche Mannschaft wäre das?

Addo: Dann würde ich den FC Barcelona nennen. Es war schon sehr beeindruckend, wie sich gegen den AC Mailand durchgesetzt haben. Das ist die Mannschaft, die es zu schlagen gilt.

Sie haben kürzlich die Prüfung zum Fußball-Lehrer bestanden. Sehen wir Sie bald in der Bundesliga?

Addo: Es ist schwierig, als Trainer langfristig zu planen. Ich bin derzeit Trainer der A-Jugend beim Hamburger SV (Vertrag bis 2015, Anm. d. Red.) und könnte mir auch vorstellen, diesen Job noch 20 Jahre zu machen. Doch auch der Reiz höher zu trainieren ist definitiv da. Ich möchte mich ständig weiterentwickeln und habe als Trainer auch noch sehr viel zu lernen.

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