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Rolf Fringer: „Joachim Löw hat den deutschen Fußball revolutioniert“

EXKLUSIV - Unter dem erfahrenen Trainer lernte Joachim Löw bereits als Spieler wie es ist Trainer zu sein, und als solcher zu arbeiten. Für Fringer hat Löw den WM-Titel verdient.

Berlin. Die deutsche Nationalmannschaft spielt am Freitag (ab 19 Uhr im Live-Ticker bei Goal.com) in Astana gegen Kasachstan. Bundestrainer Joachim Löw hat die Mission WM-Titel in Brasilien bereits erfolgreich beginnen können. Schafft er im fünften Anlauf endlich den großen Wurf? Goal.com sprach mit seinem alten Weggefährten Rolf Fringer nicht nur darüber.

Anderer Fußball

Die deutsche Nationalmannschaft bestach in der langen Historie stets durch die sogenannten „deutschen Tugenden“, immer ansehnlich war der Fußball nicht, aber in weiten Teilen erfolgreich. Mit Joachim Löw spielt Deutschlands liebstes Kind anders, besser, aber vor allem schöner. „Er hat den deutschen Fußball revolutioniert und der Nationalmannschaft eine ganz andere Spielkultur gegeben, als die, die sie vorher hatte“, meint Rolf Fringer.

Das bemerkt man seit Jahren auch über die Landesgrenzen hinaus, wie Fringer anmerkt: „Der deutsche Fußball hat, seit Jogi die Geschicke leitet, im Ausland eine viel höhere Wertschätzung. Weil er besser Fußball spielen lässt.“ Im Detail erklärt der 56-Jährige, dass man früher „auch die guten Spieler hatte, aber man hat auf die Zweikampfstärke gesetzt und die Haudegen genommen. Jetzt hat der deutsche Fußball eine andere Qualität, die schön anzuschauen ist.“

Der Schweizer attestiert dem Bundestrainer, dass dieser schon als sein Spieler beim FC Schaffhausen „immer ein Interesse, einen gewissen Flair für die ganzen Zusammenhänge“ hatte und ergänzte: „So was interessierte ihn einfach: Was muss man machen, wenn man Pressing spielt? Was macht man, wenn man in der Zone spielt? Das war damals ja alles neu.“

Holt die DFB-Elf den Titel?

Die deutsche Nationalmannschaft ist in den großen Turnieren seit der Europameisterschaft 1996 ohne Titel. Der Kern der Mannschaft spielt nun seit Jahren zusammen. „Wer weiß … Wenn die jungen Spieler etwas reifer geworden sind, dann ist in den nächsten Jahren absolut auch mal ein Titel möglich“, meint Rolf Fringer und fügte hinzu: „Aber, je mehr man meint, dass das jetzt sein muss, umso weniger wird es passieren.“

Manch Beobachter stellt sich dabei auch die Frage, wie Joachim Löw mit den Rückschlägen der letzten Turniere umgeht und ob ihn das im Inneren beschäftigt. „Vielleicht nagt das etwas an ihm, weil er über die Jahre sehr gut gearbeitet hat“, orakelt der zweifache Schweizer Meister. Doch, „Jogi hat den Titel verdient und bei kontinuierlich guter Arbeit ist dieser auch möglich.“

Die DFB-Elf führt aktuell die WM-Qualifikationsgruppe C mit zehn Punkten an. Zweiter ist Schweden mit sieben Punkten und einem Spiel weniger.

EURE MEINUNG: Ist Deutschland reif für den WM Titel in Brasilien?

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