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Rio Ferdinand kritisiert hohe Gehälter: „Im Vergleich zu Soldaten sind wir überbezahlt“

EXKLUSIV - Der Abwehrspieler von Manchester United zählt zu den finanziell erfolgreichsten Fußballern, kritisierte aber im Interview die hohen Gehälter von Profi-Sportlern.

Manchester. Auf finanzieller Ebene ist Manchester Uniteds Rio Ferdinand Weltklasse: In der Goal Rich List schaffte es der 34-Jährige auf Platz zehn. Im exklusiven Interview mit Goal.com verurteilte der Verteidiger dennoch die hohen Gehälter im Profi-Sport.  

„Sind wir im Vergleich zu den Leuten im öffentlichen Dienst überbezahlt? Im Vergleich zu Soldaten, die unserem Land dienen? Auf jeden Fall“, meinte Ferdinand kritisch, merkte aber an: „Wir bekommen nicht so viel Geld wie Athleten aus anderen Sportarten – die Golfer, Tennisspieler, Basketballspieler oder Baseballstars verdienen lächerlich viel Geld im Vergleich zu uns.“

Multitalent Ferdinand: Profi-Fußballer, Designer, Restaurant-Betreiber

Unter den Fußballern zählt Ferdinand mit rund acht Millionen Euro Jahresgehalt zu den Großverdienern. Auch abseits des Platzes ist der 34-Jährige erfolgreich: „Ich war schon immer am Geschäftlichen interessiert. Fußball war immer das Wichtigste für mich und wird es auch immer sein. Aber um mich abzulenken, kümmere ich manchmal das Geschäft. Ich habe mein Magazin, das #5 Magazine, mein Restaurant und natürlich meine eigene Modemarke, die gerade auf den Markt kommt und wirklich gut läuft.“

„Man muss aus Fehlern lernen“

In seinen Jugendjahren sah es jedoch weniger rosig aus, gab der Abwehrspieler zu: „Als ich jünger war, habe ich mich leichtsinnig auf manche Finanzfachleute eingelassen. Aber ich denke, man muss daraus lernen; je eher, desto besser“, berichtete Ferdinand. Jetzt habe der 34-Jährige zwar immer noch einen Berater, kümmere sich aber auch selbst um seine Finanzen: „Man muss auch selbst Zeit und Interesse investieren. Wenn mein Berater mit mir über Steuerangelegenheiten oder mögliche Investitionen spricht, mag ich es, selbst einen genauen Blick darauf zu werfen und zu wissen, um was es geht, bevor ich handle.“

„Eine Chance im Leben“

„Investitionen“ kommen dabei auch Hilfsorganisationen zu Gute. „Ich denke, dass es notwendig ist, auch was zurückzugeben. 90 Prozent der Fußballer spenden Geld für wohltätige Zwecke, entweder für eigene Organisationen oder über die Vereine“, erklärte Ferdinand.

Der 34-Jährige wuchs in einer ärmlichen Wohngegend in London auf. Seine eigene Organisation, die „Rio Ferdinand Foundation“, kümmere sich deshalb um Kinder, die unter ähnlichen Bedingungen leben: „Einige tausend Kinder haben die Kurse absolviert, die wir anbieten, um ihnen eine Chance im Leben zu geben.“

EURE MEINUNG: Sind Fußballer, Basketballer und andere Profi-Sportler überbezahlt?

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