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EXKLUSIV – Pat Nevin sprach mit Goal.com über das Standing von Rafa Benitez bei den Fans, was ihn an den Blues begeistert und stellt den Umgang mit Trainerwechseln in Frage.

London. Rafa Benitez steht unter Dauerbeschuss der Fans des FC Chelsea, die ihn seit dem ersten Moment nicht auf der Trainerbank der Blues sehen wollten. Vor Kurzem machte der Spanier seinem Ärger Luft und kommentierte die Hetze gegen ihn mit scharfen Aussagen. Chelsea-Legende Pat Nevin erklärte nun exklusiv gegenüber Goal.com, dass er diese Ansichten teile und große Sympathien für Benitez hege.

Wichtige Spiele stehen für Chelsea an. Unter der Woche wartet das Rückspiel in der Europa League gegen Bukarest, am Wochenende geht es in die nächste Runde des FA-Cups, wo Manchester United wartet. Derweil beschäftigen sich die Anhänger der Blues noch immer mit ihrem Trainer, der sie nach dem Sieg gegen Middlesborough zur Raison rief. Pat Nevins erklärte nun, dass ihn seitdem hunderte Mails von Fans erreicht hätten, die zum Teil Benitez recht gäben und ihr Mitgefühl aussprächen.

Keine schmutzige Wäsche mehr

„Rafa wusste, dass alles, was er zu diesem Thema sagen würde, kontrovers ist“, sagte Nevin gegenüber Goal.com. „Aber was er sagte, war wohl bedacht und sicherlich keine Schimpftirade“, fügte der ehemalige Mittelfeldmann hinzu. „Die Chelsea-Fans sind es leid, dass die schmutzige Wäsche so öffentlich gewaschen wird und wollen dem übertriebenen Medienrummel ein Ende bereiten“, erklärte Nevin weiter.

„Aber ich habe auch ein Problem mit der Art und Weise, wie Rafa die Fans angesprochen hat“, gab Nevin zu. „Ich hätte an seiner Stelle einfach gefragt: Ihr könnt Negatives und Positives haben. Was wird wohl dem Team mehr helfen?“, so Nevin weiter. Doch weitestgehend stimme er mit Benitez überein, und erklärte überspitzt: „Selbst wenn er den FA Cup und die Euro League gewinnen würde, wäre Rafa noch immer der Staatsfeind Nr. 1!“

Ich freue mich auf Chelseas Zukunft“

Durch die Fokussierung auf die strittige Trainerpersonalie ginge vor allem der Blick auf das Wesentliche des Vereins verloren, der Erfolg und das Potenzial des Kaders: „Ich bin tatsächlich ziemlich begeistert und freue mich auf Chelseas Zukunft.“ Der Kader der Blues hält laut Nevin wahre Schätze bereit: „Oscar, Juan Mata und Eden Hazard sind Weltklasse. David Luiz könnte zu einem phänomenalen Mittelfeldspieler heranwachsen. Hinten bin ich besonders von Gary Cahills Verbesserung beeindruckt und endlich gibt es Konkurrenz für Petr Cech im Tor.“

So gilt der Trainerwechsel für Nevin nicht als Entschuldigung: „Sogar die Unsicherheit durch einen neuen Trainer und ausbleibende Kontinuität waren nicht immer ein großes Problem. Real Madrid, Barcelona und Bayern München haben nicht wenige Trainer gesehen, aber sie siegen weiter.“ Er fügt hinzu: „Nur in England scheint dies problematisch zu sein.“

 

EURE MEINUNG: Wird in England wirklich schlechter mit Trainerwechseln umgegangen? Fallen Euch weitere Beispiele ein?

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