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EXKLUSIV - Der Brasilianer steht bekanntermaßen als dritter DP auf dem Wunschzettel des Vereins. Dennoch gibt es einige im Team, die eher einen jüngeren Neuzugang herbeisehnen.

New York. Und täglich grüßt das Murmeltier, oder besser gesagt: einmal im Jahr. Denn dann beginnen wieder die Spekulationen, wen die New York Red Bulls als ihren dritten Designated Player (Star-Spieler) verpflichten.

Kakas Bruder schon in New York

Der ehemalige Weltfußballer Kaka soll auf dem Wunschzettel ganz oben stehen. Dieser will jedoch wohl noch die Weltmeisterschaft 2014 abwarten, ehe er sich entscheidet. Sein Bruder Digao wollte die Möglichkeit, dass der offensive Mittelfeldspieler in diesem Sommer in die Staaten wechselt, nicht ausschließen.

„Das ist schwer zu sagen, der Fußball verändert sich so schnell. Es ist sein Traum, einmal in den USA zu spielen. Hoffentlich wird er bald wahr“, äußerte sich Digao, der als Innenverteidiger bei den New York Red Bulls sein Geld verdient, gegenüber Goal.com dazu.

Weiter verriet er: „Er war sehr neugierig bezüglich des Fußballs in den Vereinigten Staaten und New York. Ebenso interessierten ihn meine Erfahrungen hinsichtlich dessen, wie es sich hier lebt.“ Der Innenverteidiger hätte seinem Bruder daraufhin nur „Gutes erzählt“, woraufhin Kaka sein Interesse bekundet hätte, „eines Tages in den USA zu spielen.“

Youngster statt Kaka?

Es erscheint als leichtsinnig, die Möglichkeit, Kaka zu verpflichten, nicht zu ergreifen. Einige Mitglieder der „Bullen“ sind jedoch hin- und hergerissen, ob eine Verpflichtung des Madrilenen die beste Option wäre.

Eine gut informierte Quelle verriet, dass Kaka definitiv New Yorks Interesse geweckt habe, innerhalb des Klubs jedoch einige dafür plädieren würden, einen sehr guten jungen Spieler zu verpflichten. Schließlich werde der Brasilianer im April bereits 31, habe die besten Jahre schon hinter sich und war dazu in der Vergangenheit von Verletzungen geplagt.

Die Quelle verriet auch, dass der Klub einen zweiten Rafa Marquez vermeiden wolle. Dieser brachte eine negative Stimmung in die Mannschaft, verpasste er doch etliche Spiele und wurde seinen Mitspielern gegenüber handgreiflich.

„Rafa Marquez verantwortete nicht eine einzige verkaufte Karte für die Red Bulls und versagte dabei, positive Stimmung ins Team zu bringen“, erläuterte die anonyme Quelle.

„Ein MLS-Klub kann jeden Spieler der Welt verpflichten“

Die MLS-Fans und die Liga fordern schon seit Jahren einen Youngster, aber dies erscheint momentan nicht realistisch. Der Quelle nach hat New York jedenfalls bereits mit mehreren passenden Kandidaten Kontakt aufgenommen. Namen wurden zwar nicht genannt, eine MLS-Führungskraft ist sich jedoch sicher, dass die Liga jedes Kaliber anlocken könne.

„Es ist angemessen zu sagen, dass ein MLS-Klub jeden Spieler der Welt verpflichten kann“, war der MLS-Offizielle Lino DiCuollo in einer an Goal.com gerichteten E-Mail überzeugt.

Weiter schrieb er: „Der Fakt, dass David Beckham und Thierry Henry beide mit 31 bei einem MLS-Klub einen Vertrag unterzeichneten (Henry war bei seiner Ankunft 32, Anm. d. Red.), gibt mir recht. Ebenso tun dies die Verpflichtungen der letzten Saison.“

Red Bulls Sportdirektor Andy Roxburgh weigerte sich, auf das Interesse an Kaka oder anderen potentiellen Neuzugängen einzugehen. Er sagte auch, dass Red Bull nicht unter Druck stehe, einen gut zu vermarktenden Spieler zu verpflichten.

Neuzugang überhaupt notwendig?

„Wenn wir auf der Jagd nach jemandem wären, über welche Position sprächen wir dann überhaupt? Die Leute hier denken, dass, sofern wir einen weiteren DP holen, es ein Stürmer sein würde“, sagte Roxburgh Goal.com. Dem müsse allerdings nicht so sein: „Vielleicht brauchen wir einen Innenverteidiger, wer weiß?! Es hängt davon ab, wo wir Nachholbedarf haben. Wenn wir jemanden für eine bestimmte Position brauchen – wieso nicht? Aber momentan ist das alles noch sehr offen.“

Roxburgh verwies auch darauf, dass der Klub 2013 nicht unbedingt einen DP verpflichten müsse. Außerdem habe sich die Mannschaft ja schon mit Juninho verstärkt. Ebenfalls wichtig sei die Team-Chemie, die sich durch weitere Transfers auch verschlechtern könne.

„Es hängt alles davon ab, wie es sich entwickelt. Wenn wir denken, dass es notwendig wird, werden wir es tun“, ließ sich der Sportdirektor ein Hintertürchen offen. Mit Blick auf das letztjährige Finale unterstrich er dann noch einmal, dass weitere Star-Spieler nicht unbedingt notwendig seien: „Wenn man auf die beiden Finalisten der letzten Saison schaut, stellt man fest, dass einer der beiden nicht einen DP im Team hatte.“

EURE MEINUNG: Sollten sich die New Yorker eher um Kaka oder doch um einen Youngster bemühen?

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