thumbnail Hallo,

EXKLUSIV - Viel Taktik, keine Tore: Nach der Partie in Freiburg sprach der peruanische Innenverteidiger über einen komplizierten Gegner ohne Stürmer und Armin Vehs Taktik-Schachzug

Freiburg. Das torlose Spitzenspiel des 23. Spieltags zwischen dem SC Freiburg und Eintracht Frankfurt war von Taktik geprägt - und ein Spiel der Defensivreihen. Im Kurz-Interview mit Goal.com sprach Frankfurtes Innenverteidiger Carlos Zambrano über einen komplizierten Gegner, Armin Vehs taktischen Schachzug und Europa-Träume.

Herr Zambrano, ein enges und intensives Spiel - wie haben Sie es erlebt?

Zambrano: Ja, ein schwieriges Spiel gegen einen Gegner, der zuhause sehr gut spielt. Wir wollten was mitnehmen und haben hart arbeiten müssen. Mit dem Punkt können wir, denke ich, zufrieden sein.

Freiburg ist eine spielstarke Mannschaft – ein zäher Gegner?

Zambrano. Man hätte die Mannschaft vermutlich weiter unten in der Tabelle erwartet, aber ich denke sie wachsen mit jedem Spiel. Das zeigt sich in der Tabelle, wo sie direkt hinter uns stehen. Deswegen war es eine komplizierte Partie, wenn sie heute gewonnen hätten, wären sie sogar an uns vorbei gezogen. Aber wir haben unsere Sache heute gut gemacht.

War Europa vor der Partie ein Thema in der Mannschaft?

Zambrano: Klar, es hätte ein Stück weit ein entscheidendes Spiel werden können. Mit einem Sieg hätten wir einen großen Schritt gemacht. Aber: Mit dem Remis auf fremden Platz und in Freiburg können wir wirklich gut leben... Jetzt müssen wir zuhause drei Punkte holen, um weiter träumen zu dürfen.
       Starkes Südamerika-Duo: Demba Anderson und Zambrano

Es gab eine taktische Änderung im Mittelfeld, wo der neu ins Team gekommenen Stefan Celozzi Rode, Schwegler und Meier unterstützte...

Zambrano: Ja unter der Woche haben wir das klar besprochen. Ich glaube, es war wichtig heute so zu spielen. Wir wussten, dass Freiburg zuhause und vor dem eigenen Anhang stark ist. Ich habe den Eindruck, dass die Rechnung aufgegangen ist: Die erste Halbzeit haben wir sehr gut gespielt mit den klareren Torchancen. Dann war es umgekehrt und Freiburg hat uns vor dem tollen Publikum in den letzten fünfzehn Minuten ganz schön zugesetzt. Gut, dass wir das Ergebnis gehalten haben.

Weil Srdjan Lakic ausfiel und Freiburg  schon länger ohne echten Stürmer spielt, stand heute kein einziger gelernter Angreifer auf dem Platz. Macht sich das für einen Verteidiger bemerkbar?

Zambrano: Kaum bewusst. Aber bei Freiburgs Spielweise musst du immer zwei bis drei auf der Rechnung haben, die zusammen angreifen, zum Beispiel über den Flügel. Vielleicht etwas anderes, als den typischen Stoßstürmer zu decken...

Sie haben schon auf Schalke und bei St. Pauli gespielt – wie gefällt es Ihnen in Frankfurt?

Zambrano: Ehrlich gesagt sehr gut. Auf Schalke habe ich schöne Augenblicke erlebt, aber verletzungsbedingt auch weniger gute Zeiten. Jetzt bin ich Gott sei dank gesund, fühle mich wohl und hoffe natürlich, dass wir auf einem Europa-Platz landen.

Wir danken für das Gespräch!

EURE MEINUNG: Wo landet die Eintracht am Saisonende?

Bleibe am Ball und sei Teil des größten Fußball-Netzwerkes der Welt: Folge Goal.com auf
oder werde Fan von Goal.com auf !

Dazugehörig