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Viktor Skripnik warnt die Borussia vor Schachtjor Donetsk: „Dortmund muss sich Sorgen machen“

EXKLUSIV - Vor dem Champions-League-Spiel von Borussia Dortmund in Donetsk spricht der ukrainische Ex-Nationalspieler Victor Skripnik über die Chancen des deutschen Meisters.

Bremen. Die Meisterschaft muss Borussia Dortmund nach dem 1:4 am vergangenen Wochenende gegen den Hamburger SV endgültig abhaken. In der Champions League dagegen ist die Mannschaft von Jürgen Klopp voll im Soll: Nach einer hervorragenden Performance in der Gruppenphase geht es im Achtelfinale gegen den ukrainischen Vertreter Schachtjor Donetsk. Das Hinspiel findet am Mittwoch um 20.45 Uhr auswärts statt.

„Es ist schwierig, bei diesem Duell einen klaren Favoriten zu benennen. Beide Vereine sind Meister ihres Landes, beide haben eine große Qualität und können den Einzug ins Viertelfinale schaffen. Kleinigkeiten können entscheidend sein“, sagt Victor Skripnik im Gespräch mit Goal.com.

„Man hat gesehen, wie hoch die Qualität von Donetsk ist“

CHANCEN GLEICH VERTEILT


„Beide Vereine sind Meister ihres Landes, beide haben eine große Qualität und können den Einzug ins Viertelfinale schaffen.“

- Viktor Skripnik
Der 43-jährige Ukrainer ist Jugendtrainer bei Werder Bremen. Zwischen 1996 und 2004 absolvierte der Defensivspezialist 138 Bundesliga-Spiele für die Hanseaten, 24 Mal stand er für die Nationalmannschaft auf dem Rasen. Obwohl er seine Heimat vor 17 Jahren verließ, hat er den ukrainischen Fußball immer noch fest im Blick.

„Man kann die Bundesliga natürlich nicht mit der ukrainischen Liga vergleichen, aber die beiden Mannschaften in jedem Fall. Denn Donetsk ist ein sehr finanzstarker Klub, sie haben einen sehr guten Trainer und viele starke Brasilianer. Es ist kein typischer ukrainischer Verein“, so Skripnik: „Man hat in der Gruppenphase gesehen, wie hoch die Qualität von Donetsk ist. Sie haben gegen Chelsea und Turin sehr, sehr gut gespielt. Da muss sich Dortmund schon ein wenig Sorgen machen.“

Während der BVB nach dem Rückrundenstart wieder voll im Saft steht, startet die ukrainische Saison erst im März. „Meiner Meinung nach ist es ein kleiner Vorteil für Dortmund, dass die Saison schon lange läuft“, so Skripnik, der am Mittwochabend seinen Landsleuten die Daumen drücken wird: „Wenn Werder spielt, ist klar, zu wem ich halte – egal gegen wen es geht. Aber ich bin Ukrainer, und jetzt schlägt mein Herz für Donetsk. Meine ganze Familie und meine Freunde hoffen, dass es zum Weiterkommen reicht.“



Skripnik wird im Sommer die U23 von Werder Bremen und damit eine verantwortungsvollere Aufgabe übernehmen. Er rückt damit auch noch näher an die erste Mannschaft – und glaubt an einen baldigen Aufschwung, der auch Werder zurück auf die internationale Bühne bringen soll: „Schwierige Zeiten gehören im Fußball dazu. Aber Werder hat jetzt eine gute, junge Mannschaft, und die jüngsten Ergebnisse haben gezeigt: Die Mannschaft ist auf dem richtigen Weg. Die Fans und das Umfeld sind ein wenig ungeduldig, aber ich glaube, dass der Verein bald an die alten Zeiten anknüpfen kann.“

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