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EXKLUSIV - Plötzlich Durchbruch: Viereinhalb Jahre kämpfte Leon Balogun für seine Etablierung im Profi-Fußball. Bei Fortuna Düsseldorf hat es der Abwehrspieler jetzt geschafft.

Düsseldorf. Es war eine ganz andere Zeit, damals im November 2011. Leon Balogun stand seit knapp einem halben Jahr bei Fortuna Düsseldorf unter Vertrag, er wollte hier in seinem fünften Profi-Jahr endlich den Durchbruch schaffen, aber auch nach zwölf Spieltagen stand noch keine Einsatzminute zu Buche. Im Gespräch mit Goal.com sagte der 24-Jährige: „Ich denke, der Trainer weiß, dass ich eine Alternative bin.“

Es waren leise Töne, die zu seiner Situation passten. Im Jahr 2008 hatte der 1,90 Meter große Abwehrspieler seine Heimat Berlin verlassen. Er spielte in Hannover, dann in Bremen. Er war immer wieder verletzt, wenn er nah dran war an einem Stammplatz, kam wieder etwas dazwischen. In Düsseldorf blieb ihm das Pech anfangs treu – bis zum 13. Spieltag. Dann spielte der Aufsteiger gegen den Hamburger SV, nach 41 Minuten verletzte sich Innenverteidiger Jens Langeneke.

Balogun wurde eingewechselt, und er machte seine Sache sehr gut. Mit 2:0 gewann Düsseldorf am Ende, und der Neuzugang hatte zum ersten Mal angedeutet, dass es eine gute Idee war, ihn an den Rhein zu lotsen. Es folgte das Spiel bei Borussia Dortmund, ein sensationelles 1:1 gegen den Meister; Balogun stand 90 Minuten auf dem Platz.

„Ich bin sehr froh“, sagt Balogun

Seitdem war der Sohn eines Nigerianers und einer Deutschen fast jedes Mal in der Startelf, nur der Rückrundenstart gegen Augsburg (2:3) war eine Ausnahme. „Ich bin ein stückweit erleichtert, dass ich meine Chance bis jetzt genutzt habe“, sagt Balogun nun im Gespräch mit Goal.com: „Ich bin seit 2008 im Profi-Geschäft, es war seitdem nicht immer einfach für mich.“ Sein Sprung in die erste Elf gebe ihm „Selbstvertrauen“: „Ich bin sehr froh, dass ich bei Fortuna den Durchbruch geschafft habe.“

Balogun weiter: „Ich hatte Glück, dass ich plötzlich meine Chance bekommen habe.“ Dieses Glück, so der Düsseldorfer, habe er „einfach nicht mehr losgelassen.“

Man kann sagen, dass Balogun großen Anteil an der komfortablen Situation der Fortuna hat. Mit seiner Hereinnahme hat sich die Abwehr stabilisiert. Beim 2:3 gegen Augsburg hat sich sein Fehlen deutlich bemerkbar gemacht.

„Ich bin ein Kämpfertyp“

Dennoch gibt es noch Luft nach oben. Beim 3:1 gegen den VfB Stuttgart im letzten Spiel etwa war es der zur Pause eingewechselte und blitzschnelle wie wendige Ibrahima Traore, der Balogun das Leben schwer machte. „Ich weiß, dass ich noch viel lernen muss. Ich bin kein Dani Alves, der auf seiner Seite teilweise sogar als Stürmer agiert“, sagt Balogun: „Aber ich habe mich reingebissen. Ich bin ein Kämpfertyp, ich hänge mich voll rein; das weiß der Trainer.“

Es gilt als sicher, dass Balogun auch beim Spiel in Freiburg am Sonntag (17.30 Uhr) von Beginn an dabei sein wird. Der Spieler sagt: „Der Sieg gegen Stuttgart war sehr wichtig, aber wir dürfen jetzt nicht zufrieden sein und müssen alles daran setzen, vorzeitig den Klassenerhalt zu schaffen.“

Dass es am Ende für den Verbleib im Oberhaus reicht, davon ist Balogun überzeugt – unabhängig von der aktuellen Tabellensituation mit acht Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz. „Ich beschäftige mich nicht mit dieser Rechnerei. Wir haben alles in den eigenen Händen, ich vertraue auf unsere Stärke“, sagt Balogun.

EURE MEINUNG: Wird sich Balogun dauerhaft in der Bundesliga behaupten?

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