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Christoph Moritz: „Freue mich, dass es mit Mainz geklappt hat“

EXKLUSIV - Christoph Moritz laboriert derzeit noch an einer Bänderverletzung. Goal.com bat den Noch-Schalker zum Gespräch und erfuhr wo die Reise für ihn ganz offiziell hingeht...

Gelsenkirchen. Beim FC Schalke 04 läuft es zurzeit nicht rund. In der Bundesliga verloren die Gelsenkirchener gegen die SpVgg Greuther Fürth und sie haben nun einen nicht unerheblichen Rückstand auf die Champions-League-Plätze. Einer, der dem Verein derzeit verletzungsbedingt nicht helfen kann, ist Christoph Moritz. Goal.com sprach mit dem 23-Jährigen über sein Bundesligadebüt, was er privat so treibt und was er sich bei seinem neuen Verein ab Sommer erhofft.

Herr Moritz, Sie laborieren derzeit an einer Bänderverletzung im rechten Knie. Wie geht es Ihnen?

Moritz: „Ich bin auf dem Weg der Besserung, Gott sei Dank ist die Verletzung nicht so schlimm wie zuerst gedacht. Nichtsdestotrotz wirft einen das etwas zurück.“

Wann werden Sie wieder auf dem Trainingsplatz mit der Mannschaft trainieren können?

Moritz: „Ich hoffe, dass ich in spätestens 3 Wochen wieder dabei sein kann.“

Liest man sich des Öfteren Interviews verletzter Spieler durch, erfährt man, dass der Arbeitsaufwand weitaus größer ist, als bei gesunden Spielern ...

Moritz: „Ja, das ist schon richtig, wobei ich mittlerweile leider ein relativ erfahrener Verletzter bin, sodass ich schon versuche, nicht zu sehr zu überdrehen.“

Setzen Sie sich dann vielleicht auch selbst unter Druck?

Moritz: „Sich zu sehr unter Druck zu setzen, so schnell wie möglich wieder fit zu werden, ist meiner Meinung nach nicht förderlich. Ich habe gelernt, dem Körper so viel Zeit zu geben, wie er für die Verletzung nun mal braucht.“

Sie kamen im Sommer 2009 aus der Reserve von Alemannia Aachen und waren eigentlich für die zweite Mannschaft des FC Schalke 04 vorgesehen. Doch trotzdem standen Sie am ersten Spieltag gegen den 1. FC Nürnberg in der Startelf. Wie kam es dazu?

Moritz: „Das ging damals so schnell, dass ich gar nicht wusste, wie mir geschah. Ich durfte nach 3-4 Wochen bei den Amateuren das erste Mal mittrainieren und habe natürlich versucht, mich so gut wie möglich zu präsentieren. Dass es dann sogar noch für die Startelf gereicht hat in der kurzen Zeit, war natürlich der absolute Wahnsinn für mich.“

Was haben Sie gedacht als Sie das erfahren haben?

Moritz: „Im ersten Moment war ich unglaublich nervös, aber gleichzeitig habe ich mich natürlich auch gefreut, weil ein Bundesligaspiel für mich immer das große Ziel als kleiner Junge bzw. Jugendspieler war.“

Würden Sie gerne noch mal unter Felix Magath spielen wollen? Er hat Sie ja damals befördert …

Moritz: „Letztendlich bin ich Herrn Magath zu großem Dank verpflichtet, weil er mir die Tür in den Profifußball geöffnet hat. Rückblickend betrachtet muss ich aber sagen, dass ich zum Ende unserer Zusammenarbeit bzw. vor meiner Patellaspitzenproblematik sehr verunsichert Fußball gespielt habe, weshalb man letztendlich vielleicht nicht die Leistung abrufen kann, zu der man in der Lage wäre. Trotzdem lassen einen alle Erfahrungen reifen, sodass ich sagen kann, ich habe bei allen meinen Trainern etwas mitgenommen. Mein Lieblingstrainer ist und bleibt aber mein Vater.“

Man nimmt Sie aus der Distanz als ruhigen und besonnenen Menschen wahr. Ist das auf dem Platz ebenfalls so, oder können Sie auch mal aus der Haut fahren?

Moritz: „Ja klar, das bleibt ja nicht aus. Niederlagen können mich dazu bringen, aber auch einzelne Spielsituationen können mich ärgern.“

Sie werden das Ruhrgebiet im Sommer verlassen. Der FC Schalke 04 wollte Sie allerdings behalten. Warum haben Sie sich dennoch dafür entschieden, Ihren Vertrag nicht zu verlängern?

Moritz: „Grundsätzlich bin ich vom Typ keiner, der gerne sein gewohntes Umfeld wechselt. Da ich aber auf Schalke nur wenig Spielzeit hatte, wollte ich den Schritt machen. Trotzdem hat es mich gefreut, dass der Verein mich weiter halten wollte, obwohl ich in den letzten 2 Jahren immer wieder durch Verletzungen zurückgeworfen wurde und deshalb immer nur kurze Zeit mein Bestes abrufen konnte.“


„Ich hoffe, dass ich in Mainz zu einem gestandenen Bundesligaspieler reifen kann.“


- Christoph Moritz

Ist ihnen diese Entscheidung schwergefallen?

Moritz: „Ja, wie schon erwähnt, ist ein Umfeld-Wechsel für mich nicht das Erstrebenswerteste, nicht aus Angst vor neuen Leuten, sondern weil ich mich gut in Gelsenkirchen eingelebt hatte. Außerdem kennt man nach knapp vier Jahren viele Mitarbeiter des Vereins und alle Anderen drum herum. Letztendlich denke ich aber, dass ich mich auch wieder bei meinem nächsten Verein gut zurechtfinden werde und auf nette neue Leute treffen werde.“

Herr Moritz, mögen Sie Bogenschießen?

Moritz (lacht): „Habe ich erst einmal auf der Kirmes ausprobiert. Grundsätzlich mag ich aber fast alle Sportarten.“

Unseren Informationen nach werden Sie nächste Saison das Trikot des 1. FSV Mainz 05 tragen. Haben wir ins Schwarze getroffen?

Moritz (lacht): „Das ist richtig, ich freue mich sehr, dass das mit Mainz geklappt hat. Über die Jahre habe ich natürlich die Entwicklung im Fernsehen verfolgt, aber auch viel von Lewis und unserem Berater über den Verein bzw. die Verantwortlichen gehört. Ich hoffe, dass ich in Mainz zu einem gestandenen Bundesligaspieler reifen kann.“

Die Rückrunde ist in vollem Gange. Der FC Schalke 04 verlor den Anschluss auf die Champions-League-Plätze …

Moritz: „Wir sind momentan in einer schwierigen Situation. Doch wir haben zu Beginn der Saison gezeigt, welche Qualität in der Mannschaft steckt, daran müssen wir anknüpfen. Wir sind uns bewusst, dass wir uns wieder steigern müssen, wenn wir weiter oben mitspielen wollen.“

Was erhoffen Sie sich in den nächsten Jahren Ihrer noch jungen Laufbahn?

Moritz: „Zuallererst wäre eine lange verletzungsfreie Zeit sehr, sehr schön, weil selbst Kleinigkeiten, die sich nur über 2-3 Wochen erstrecken, einen immer zurückwerfen, ganz zu schweigen von längeren Pausen. Langfristig möchte ich so viel Spielpraxis wie möglich bekommen, um meine Leistung stetig zu steigern.“

EURE MEINUNG: Ist sein Wechsel zu Mainz 05 richtig?

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