thumbnail Hallo,

EXKLUSIV - Der kenianische Mittelfeldspieler verurteilte die rassistischen Gesänge und Rufe, die in Italien zum Abbruch eines Testspiels des AC Mailand geführt hatten.

Mailand. Nach nur 26 Minuten war das Testspiel zwischen dem AC Mailand und dem italienischen Viertligisten Pro Patria vorbei. Einige Zuschauer hatten Milan-Spieler mit afrikanischen Wurzeln mit rassistischen Bemerkungen und Gesängen bedacht. Kevin-Prince Boateng und seine Teamkollegen verließen deshalb vorzeitig geschlossen das Feld. Eine Aktion, die Auswirkungen haben könnte, wie McDonald Mariga hofft, Mittelfeldspieler beim Stadtrivalen Inter Mailand.

Solidarität von Außen

„Es ist bedauerlich, dass solche Dinge heutzutage noch vorkommen. Ich will nicht weiter auf die persönliche Entscheidung von Prince eingehen, aber ich hoffe, dass das, was passiert ist, den Leuten hinter diesem groben Verhalten die Augen öffnet“, sagte Mariga zu Goal.com.

Zahlreiche Spieler und Offizielle des Profi-Fußballs hatten das Verhalten Milans gelobt. Nachdem Boateng das Feld verlassen hatte, folgte ihm das komplette Team inklusive Trainerstab in die Kabine. Der Schiedsrichter brach in der Folge das Spiel ab.

„Man fühlt sich verachtet“

Es war der jüngste von vielen Rassismus-Skandalen, die sich in Italien, aber auch in anderen Ländern immer wieder ereignen. „Ich spiele seit einiger Zeit in Italien und es stimmt, dass solche Vorfälle vorkommen. Es demoralisiert einen Spieler in solchen Maßen, dass er sich verachtet fühlt, obwohl die Spieler Trost daraus beziehen, dass das nur ein kleiner Teil der Fans ist“, erklärte Mariga, der seit mehr als vier Jahren für den FC Parma und Inter Mailand spielt.

EURE MEINUNG: Wie können die Verbände und Vereine gegen Rassismus in Stadien vorgehen?

Bleibe am Ball und sei Teil des größten Fußball-Netzwerkes der Welt: Folge Goal.com auf
oder werde Fan von Goal.com auf !

Dazugehörig