thumbnail Hallo,

Dortmunds Kevin Großkreutz unglücklich: „Ich bin überhaupt nicht zufrieden. Ich will spielen!“

EXKLUSIV - Er ist Publikumsliebling in Dortmund, einstiger Sieggarant gegen Bayern, momentan aber meistens nur auf der Bank. Unmut macht sich breit.

München. So richtig glücklich sah Kevin Großkreutz nicht aus, als er in der Mixed Zone der Allianz Arena stand. Lange vertieft in Gesprächen, schweifte sein Blick immer wieder zu den Monitoren, auf denen die Zusammenfassung des Bundesliga-Top-Spiels lief. Er hätte ein Protagonist sein können...

Er war es, der durch seine Zweikampf- und Laufstärke beispielsweise Arjen Robben aus dem Spiel nahm und damit die Voraussetzungen zu zwei deutschen Meisterschaften schuf. An diesem Samstag saß der Vollblut-Borusse jedoch nur auf der Bank. Goal.com-Reporter Maximilian Bensinger unterhielt sich exklusiv mit dem Dortmund-Star über die aktuelle Lage und seine Zukunft.

„Ein Punkt in München ist ja nicht so schlecht"

Nur ein 1:1-Unentschieden, das nicht wirklich schlauer machte. Wer ist denn nun die beste deutsche Vereinsmannschaft? Wenn es nach Kevin Großkreutz ginge, dann gäbe es eine klare Antwort. Ob die sportliche Antwort mit ihm auf dem Platz, genauso deutlich ausgefallen wäre? So offen und ehrlich der 24-Jährige seine Freude kundtut, so klar äußert er auch seinen Unmut über die aktuelle Situation.

Mit dem Remis in München kann er leben, aber mit der aktuellen Situation ist nur schwer umzugehen...

„Wir können zufrieden sein. Roman hat dreimal richtig gut den Ball herausgeholt. Ein Punkt in München ist ja nicht so schlecht“, fasste der Mittelfeldspieler das Spiel recht einsilbig zusammen. Viel mehr beschäftigt Großkreutz jedoch die Frage, wieso er gegen den FC Bayern München 90 Minuten auf der Bank saß.

Klare Ansage Richtung Kloppo

„Natürlich bin ich nicht zufrieden. Wer zufrieden ist, wenn er nicht spielt, der ist falsch in dem Geschäft. Ich bin überhaupt nicht zufrieden. Ich will spielen und das zählt für mich“, stellte er klar. Deutliche Worte, die wohl auch bei den Vereinsverantwortlichen nicht ungehört bleiben. Unzufriedene Spieler – die Bürde von teuren Neuzugängen und das schwere Los einer absoluten Top-Mannschaft. Ist Publikumsliebling Großkreutz das erste prominente Opfer?

Entweder Spiele oder England?

Er selbst will sich, trotz Vertrag, alle Möglichkeiten eines Wechsels offen lassen: „Ich habe noch eineinhalb Jahre Vertrag. Ich sehe das locker. Wir werden sehen.“ Vor allem England reizt den unermüdlichen Kämpfer Großkreutz. Er hat Qualitäten, die auf der Insel gerne gesehen sind. „Der Traum war vor drei Jahren schon da und auch vor vier Jahren. Das war immer mein Traum. Ich habe aber noch Vertrag bei Borussia Dortmund. Im Fußball ist alles möglich, aber Dortmund ist mein erster Ansprechpartner“, so Großkreutz vielsagend.

Ein kurzes „Danke“ und ein Lächeln. Noch ein kurzer Plausch unter Kollegen und dann verschwand er in die kühle Münchner Nacht, um in den Mannschaftsbus einzusteigen. Zurück nach Dortmund.

 

Live-Tweets von der Säbener Straße - Bleibe am Ball und diskutiere mit: Bayern-Reporter Maximilian Bensinger auf !

Live-Berichterstattung auch von der neuen Facebook-Page von Maximilian Bensinger- http://www.facebook.com/MaximilianBensinger

Dazugehörig