thumbnail Hallo,

Gladbachs Peniel Mlapa zum Start bei den „Fohlen“: „Ich dachte, dass es nicht vorwärts geht“

EXKLUSIV - Es war ein schwieriger Start für Peniel Mlapa in Gladbach: Erst verletzte sich der Stürmer, dann saß er draußen. Nun ist er angekommen und spricht über seine Situation.

Mönchengladbach. Die Krise scheint vorbei zu sein in Mönchengladbach. Nach den jüngsten Positiverlebnissen hat sich die Mannschaft von Lucien Favre in der oberen Tabellenhälfte festgesetzt, dazu gelang überraschend die Qualifikation für die K.O.-Runde der Europa League. Seinen Anteil daran hat auch Stürmer Peniel Mlapa. Goal.com sprach vor dem Spiel beim FC Schalke 04 (Samstag, 15.30 Uhr) exklusiv mit dem 21-Jährigen.

Herr Mlapa, mit dem 2:0 gegen Wolfsburg hat sich Borussia Mönchengladbach auf den neunten Tabellenplatz verbessert, ist punktgleich mit dem Sechsten Hannover 96. Kann die Mannschaft nach dem schwachen Saisonstart doch wieder so groß aufspielen wie in der vergangenen Saison?

Peniel Mlapa: Ich wusste die ganze Zeit über, was wir können. Wenn wir unser Potenzial abrufen, sind wir in der Lage, oben mitzuspielen. Man hat unsere Qualität schon in der Vorbereitung gesehen, aber es ist uns lange schwer gefallen, sie auch immer auf den Platz zu bringen.

Warum läuft es jetzt besser?

Mlapa: Am Anfang hatte sich die Mannschaft noch nicht wirklich gefunden, die Mischung stimmte nicht. Aber wir haben uns kontinuierlich positiv entwickelt. Der 2:0-Sieg gegen Marseille in der Europa League war dann die Trendwende. Wir haben gesehen, dass wir sogar gegen solche starken Mannschaften gewinnen können. Am Wochenende darauf haben wir mit dem 3:2 in Hannover sofort nachgelegt und dabei sogar das Spiel nach einem Rückstand gedreht.

War es bis dato also ein Kopfproblem?

Mlapa: Das kann man so sagen. Die Qualität war immer da, aber wir haben sie nicht immer gezeigt. Dadurch sind Spiele wie gegen Dortmund und Bremen zustande gekommen.

Wie bewerten Sie Ihre persönliche Situation? Bis zum 2:0 gegen Marseille Ende Oktober haben sie so gut wie gar nicht gespielt, dann aber ein großartiges Tor geschossen. Nun sind sie immerhin Einwechselspieler.

Mlapa: Ich hatte mich in der Vorbereitung verletzt und habe danach kaum gespielt. Aber es stimmt, seit dem Marseille-Spiel bin ich dran. Wenn ich eingewechselt wurde, habe ich meist frischen Wind reingebracht. Ich denke, es ist nur eine Frage der Zeit, bis ich von Anfang an meine Chance bekomme. Der Trainer sagt mir, ich soll ruhig bleiben und weiter hart arbeiten.

Ich dachte, dass es gar nicht vorwärts geht. Aber jetzt habe ich sogar bewiesen, dass ich im Europapokal mithalten kann.“


- Peniel Mlapa

Wie unruhig waren Sie, als Sie zum Saisonstart zwischen Bank und Tribüne pendelten?

Mlapa: Das war keine gute Zeit. Ich bin nach Mönchengladbach gekommen, um zu spielen. Dann plötzlich für die zweite Mannschaft aufzulaufen, war schwer. Ich dachte, dass es gar nicht vorwärts geht. Aber jetzt bin ich wieder im Rhythmus und habe sogar bewiesen, dass ich im Europapokal mithalten kann.

Was fehlt noch für einen Startelf-Einsatz?

Mlapa: Wenn man lange nicht von Beginn an gespielt hat, ist es schwer, 90 Minuten gut zu spielen. Ich muss mir über meine Kurzeinsätze Spielpraxis holen und gute Leistungen zeigen. Alles weitere kommt von alleine.

Sie wurden in der togolesischen Hauptstadt Lomé geboren, haben aber auch die deutsche Staatsbürgerschaft und spielen für die deutsche U21. Für welche A-Nationalmannschaft wollen Sie später auflaufen?

Mlapa: Mein Ziel ist es, deutscher Nationalspieler zu werden, das ist ganz klar. Ich habe meine komplette Junioren-Laufbahn beim DFB verbracht und werde nun für die U21 auch mit zur Europameisterschaft fahren. Dadurch ist die Verbundenheit sehr groß.

Im Jahr 2009 wurden Sie bereits einmal vom togolesischen Verband für ein A-Länderspiel nominiert. Sie sagten ab. Eine endgültige Entscheidung?

Mlapa: Nicht unbedingt. Ich schließe nicht aus, dass ich irgendwann für Togo spielen werde.

Ihr Ex-Klub 1899 Hoffenheim, den Sie im Sommer verlassen haben, steckt in der Krise. Den Wechsel werden Sie wohl kaum bereut haben.

Mlapa: Richtig. Aber selbst wenn Hoffenheim Tabellenführer wäre, würde ich diesen Schritt nicht bereuen. Nach zwei Jahren bei der TSG musste ich den nächsten Schritt machen und mich weiterentwickeln. Das funktioniert in Gladbach ausgezeichnet, auch weil ich hier Erfahrungen im Europapokal sammeln kann. Kein Spieler dieser Welt, der in meinem Alter ist, hätte dieses Angebot abgelehnt.

Wie bewerten Sie die Situation in Hoffenheim?

Mlapa: Ich habe immer noch mit einigen Ex-Kollegen Kontakt und weiß daher, was los ist. Es ist eine schwere Phase, und für eine Mannschaft ist es nicht leicht, da rauszukommen. Aber ich bin davon überzeugt, dass es bald wieder aufwärts geht.

EURE MEINUNG: Setzt sich Peniel Mlapa in Gladbach durch?

Bleibe am Ball und sei Teil des größten Fußball-Netzwerkes der Welt: Folge Goal.com auf
oder werde Fan von Goal.com auf !

Dazugehörig