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EXKLUSIV - Der ehemalige Schalker trifft mit seinem Klub, dem Hamburger SV, auf den Tabellendritten Schalke 04. Aber Heiko Westermann schielt auch noch zur WM 2014 in Brasilien.

Hamburg. Am 14. Spieltag der Bundesliga treffen der Hamburger SV und der FC Schalke 04 aufeinander. Zwei Klubs, die Heiko Westermann bestens kennt. Goal.com bat ihn zum Gespräch.

Herr Westermann, ihr HSV macht kleine Schritte nach oben, trotz des Rückschlags gegen Fortuna Düsseldorf. Wie fällt Ihr Fazit nach den bisherigen Spielen aus?

Westermann: „Wir haben in dieser Saison schon gezeigt, dass wir Fußball spielen können. In der letzten Saison haben wir um den Klassenerhalt gekämpft, jetzt stehen wir auf Platz 10. Dennoch haben wir noch eine Menge Arbeit vor uns, das zeigen uns Spiele wie das am Freitag gegen Düsseldorf. Wir müssen über 90 Minuten voll konzentriert sein und 100 Prozent da sein, nur dann wird es uns gelingen, Kontinuität ins Spiel zu bringen und langfristig erfolgreich zu sein.“

Welches Saisonziel haben Sie mittlerweile mit ihrem Klub?

Westermann: „Unser Ziel ist es, mit uns selbst zufrieden zu sein und Freude am Spiel zu haben. Beides ist natürlich durch Erfolg bedingt.  Auf einen konkreten Tabellenplatz möchte ich mich nicht festlegen, wir werden alles geben, und am Ende werden wir sehen, wo wir stehen.“

Sie persönlich standen in allen Bundesligaspielen im Team und spielten jeweils über die volle Distanz. Joachim Löw lud Sie auch wieder zur Nationalmannschaft ein. Hoffen Sie auf die WM 2014?

Westermann: „Natürlich wäre das großartig. Aber momentan konzentriere ich mich voll und ganz auf den HSV und die kommenden Spiele mit meinem Verein. Ob ich bei der WM dabei bin, das entscheiden andere, über eine gute Leistung beim HSV kann ich mich aber natürlich am besten empfehlen.“

Was halten Sie vom aktuellen „Jugendwahn“ in der Nationalmannschaft? Wie wichtig schätzen sie persönlich den „Faktor Erfahrung“ gerade für einen Abwehrspieler ein?

Westermann: „Es ist schön, dass wir so viele tolle junge Spieler haben und ich finde es wichtig, dass der Nachwuchs schnell integriert wird. Er ist doch unsere Zukunft. Durch ihn können zusätzlich neue Impulse gesetzt werden und das Spiel gewinnt an Kreativität. Dennoch ist Erfahrung natürlich unersetzbar. Es kommt auf ein ausgewogenes Verhältnis auf dem Platz an. Aber auch Jogi Löw ist sehr erfahren und weiß genau, wie er dieses Verhältnis optimal herstellen kann.“

Wie sehen Sie das Verhältnis zu Ihrem Trainer Thorsten Fink? Sprechen Sie während des Spiels oft miteinander und tauschen sich kurz aus?

Westermann: „Das Verhältnis zum Trainer ist sehr gut. Thorsten Fink ist ein Typ, dem Kommunikation auf und neben dem Platz sehr wichtig ist. Er ist ein guter Motivator und natürlich tauschen wir uns auch während eines Spiels aus.“

Jetzt treffen Sie auf Schalke 04, ihren Ex-Verein. Haben Sie Kontakt zu einigen ehemaligen Kollegen?

Westermann: „Ja, na klar kennt man noch den ein oder anderen. Ich habe ja drei Jahre dort gespielt. Das sind dann aber im Wesentlichen Leute aus dem Umfeld.“

Warum haben Sie das Ruhrgebiet damals verlassen und haben sie den Weggang schon mal bereut?

Westermann: „Nein, ich bereue gar nichts. Der Wechsel ist doch schon so lange her. Ich bin gerne beim HSV, bei meinem Verein, ich bin sehr glücklich in Hamburg.“

Was macht Sie optimistisch, Schalke 04 bezwingen zu können?

Westermann: „Es wird definitiv kein leichtes Spiel, jetzt da wir auch noch auf Rafael und Son verzichten müssen. Aber wir können kämpfen und haben in dieser Saison auch schon Dortmund besiegt. Wir müssen einfach 100 Prozent geben, dürfen uns keine Fehler erlauben. Dann können wir Schalke richtig ärgern und vielleicht auch bezwingen.“

Welche persönlichen Ziele haben Sie noch? Glauben Sie an eine Meisterschaft des Hamburger SV in den nächsten Jahren?

Westermann: „In den nächsten Jahren kann viel passieren. Wir sind auf einem guten Weg, müssen aber weiter hart arbeiten. Um langfristig erfolgreich zu sein, fehlt uns noch die Kontinuität. Aber wir müssen immer im Kopf haben, dass wir in der letzten Saison noch um den Klassenerhalt gekämpft haben, Veränderungen gehen nicht von heute auf morgen. Wir brauchen Geduld und müssen konzentriert arbeiten.“

Könnten Sie sich vorstellen Ihre Karriere in Fürth zu beenden? Dort haben Sie immerhin ihre ersten Schritte im Profi-Fußball absolviert.

Westermann: „Wow, Sie sprechen schon über mein Karriereende, eben haben Sie mich noch nach der Zukunft des HSV in ein paar Jahren gefragt. Also so weit denke ich ehrlich gesagt noch gar nicht. Sie wissen doch, Fußballer schauen immer von Spiel zu Spiel. Und jetzt geht es erstmal gegen Schalke…“

EURE MEINUNG: Wird der HSV gegen Schalke 04 gewinnen?

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