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EXKLUSIV - 2009 feierte Leon Balogun sein Debüt in der Bundesliga, einen Stammplatz sicherte er sich aber weder bei 96 noch in Bremen. In Düsseldorf kämpft er um den Durchbruch.

Düsseldorf. Leon Balogun könnte jetzt große Worte wählen und sagen, wie viel ihm diese Begegnung doch bedeute, immerhin geht es am kommenden Sonntag mit Fortuna Düsseldorf gegen Werder Bremen, seinen Ex-Verein. Aber der 24-Jährige sagt nach dem Vormittagstraining am Donnerstag im Gespräch mit Goal.com: „Natürlich ist es etwas Besonderes und Schönes, gegen den Ex-Verein zu spielen. Aber ich war ein U23-Spieler und kann deswegen nicht von einer Rückkehr in ,mein Stadion‘ sprechen. Das wäre etwas hoch gegriffen.“

Balogun war im Sommer von der Weser, wo er zwischen erster und zweiter Mannschaft pendelte, an den Rhein gewechselt und unterschrieb beim Aufsteiger einen Vertrag bis 2014. Für den 1,90 Meter großen Innenverteidiger sollte es der Durchbruch in der Bundesliga werden, im Juli machte er klar: „Ich will erstmal Fuß fassen, aber natürlich ist es mein Ziel, am ersten Spieltag in der Startelf zu stehen.“

Der Plan ging nicht auf, ein Muskelfaserriss setzte den gebürtigen Berliner mit deutschem und nigerianischem Pass außer Gefecht, er verpasste einen Großteil der Vorbereitung und den Saisonstart. Als er wieder fit war, handelte er sich im Regionalliga-Team eine Rote Karte ein und wurde gesperrt. Bis heute hat er nicht für die Profis gespielt. „Es kostet natürlich viel Kraft, dann zurückzukommen, und es geht Zeit verloren, in der ich mich präsentieren kann“, sagt er Goal.com.

Debüt mit 20

Balogun kennt derlei Situationen zu genüge. In den vergangenen vier Jahren fiel er sieben Mal verletzt aus, was der Hauptgrund dafür ist, dass der Abwehrspieler nach seinem Bundesliga-Debüt am 19. April 2009 (mit Hannover 96 verlor er 1:2 beim Hamburger SV) nur fünf weitere Einsätze in der Eliteklasse verzeichnen konnte.

Es sind alte Geschichten, und Leon Balogun richtet den Blick lieber nach vorne. Bislang vertraute Trainer Norbert Meier zwar in der Innenverteidigung auf Jens Langeneke, Stelios Malezas oder Juanan, aber der Ex-Bremer sagt: „Ich denke, er weiß, dass ich eine Alternative bin.“

Trainer Norbert Meier machte zuletzt mehrfach klar, Balogun und die anderen jungen Spieler müssten mit aller Macht versuchen, in die erste Elf zu drängen, und wer Balogun im Training beobachtet, erkennt sofort: Der Mann kämpft für seine Chance.

Trotz des durchwachsenen Starts am Rhein denkt der Spieler nicht an einen vorzeitigen Abschied: „Ich fühle mich sehr wohl in Düsseldorf, obwohl ich mit meiner derzeitigen Situation als Reservist natürlich nicht zufrieden bin. Ich denke aber, dass meine Zeit hier kommen wird, deswegen stecke ich den Kopf auch keineswegs in den Sand.“

Im Spiel bei Ex-Klub Bremen wird er wohl auf der Bank sitzen, womöglich feiert er als Einwechselspieler sein Debüt für Fortuna. „Ich fühle mich wieder richtig gut“, sagt Balogun.

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