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EXKLUSIV – Der Atletico-Stürmer hat mit Größen wie Messi und Cristiano Ronaldo starke Konkurrenz bei der Preisverleihung, sein Dank geht jedoch auch an seine Teamkollegen.

Madrid. Man könnte es sogar verstehen, wenn er abheben würde: Radamel Falcao, die Tormaschine von Atletico Madrid, hat eine nur unwesentlich schlechtere Trefferbilanz als die Primera-Posterboys Lionel Messi und Cristiano Ronaldo – was ihm zurecht die Nominierung für den Ballon D'Or einbrachte.

Über 100 Tore in drei Jahren

Der 26-Jährige war in den letzten drei Spielzeiten derart treffsicher, dass es fast unwirklich anmutet: Über 100 Tore, nimmt man seine letzte Saison bei Porto dazu, gelangen Falcao, doch er bleibt trotz ständiger Vergleiche mit den zwei Superstars aus La Liga bemerkenswert gelassen.

Harte Arbeit, voller Einsatz und Hartnäckigkeit, dazu die Fähigkeit, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein – das war der Schlüssel für die irre Bilanz des Kolumbianers, seit er das blaue Porto-Trikot gegen das rote Atletico-Jersey eingetauscht hat, nachdem er mit den Portugiesen die Europa League gewonnen hatte - und keine noch so wohlklingenden Lobeshymnen könnten an dieser Einstellung jemals etwas ändern.

„Ich nehme es locker“, sagte er Goal.com. „Ich denke nicht so sehr an die Gegenwart, ich behalte denselben Hunger, dieselbe Leidenschaft und den Willen bei, den ich schon hatte, als ich noch nicht in Europa spielte.“

„Ich habe mich nicht geändert. Mir ist klar, dass ich gerade einen tollen Lauf habe, aber ich setze mich nicht unter Druck. Ich vergleiche meine Fähigkeiten nicht mit denen anderer Spieler, und ich schlafe gut, glauben Sie mir.“

Auf die Frage, was die Nominierung für den Ballon D'Or in ihm auslöste, kommt die Antwort prompt:

„Ich habe sowohl Glück als auch Stolz verspürt. Die Nominierung spiegelt all die harte Arbeit wider, die ich seit Jahren leiste. Es bedeutet mir sehr viel, denn ich habe hart geschuftet, damit dieses Team eine große Rolle spielen kann.“

Falcao in fantastischer Form

„Gute Ergebnisse haben meine Popularität vergrößert und dafür gesorgt, dass man meine Arbeit anerkennt. Ich danke Gott dafür, dass die Arbeit des Teams mich angetrieben hat – bis zu dieser Nominierung.“

„Es ist eine große Freude, dass einige Trainer und Kollegen mich so hoch einschätzen. Es ist jedoch auch eine Verantwortung, denn es gibt derzeit so viele gute Stürmer. Es bedeutet mir viel, unter den Besten zu sein.“

Falcaos fantastische Form war ein Grund, warum Atletico zuletzt die Europa League gewinnen konnte - auf dem Weg ins Finale erzielte er zwölf Tore. Der kolumbianische Stürmer durfte danach auch den europäischen Supercup in die Höhe stemmen nach einem Hattrick beim deutlichen 4:1-Sieg gegen Chelsea - der Klub, der am intensivsten um seine Unterschrift kämpft und mit einem Transfer im Januar liebäugelt.

Top-Stürmer glaubt an Verbesserung

Falcaos Reputation in Europa könnte kaum besser sein – seinem weltweiten Ruf wäre es sicher zuträglich, wenn Kolumbien die aktuell starke Form halten und sich für die WM 2014 qualifizieren würde. Das Team von Jose Pekerman ist derzeit Dritter in der Conmebol-Gruppe, vier Punkte hinter Spitzenreiter Argentinien, doch hat ein Spiel weniger absolviert. Es ist eine aufregende Mannschaft, die sich dort gerade entwickelt – mit Falcao als Speerspitze, dazu das Porto-Duo Jackson Martinez und James Rodriguez, doch für den wichtigsten Spieler des Landes ist es noch viel zu früh zum Jubeln:

„Ja, ich denke auch, [dass wir uns verbessern]. Wir haben nun bessere Ergebnisse. Seit Jose Pekerman da ist, sind wir frei im Kopf. Dank einiger guter Ergebnisse konnten wir in der Qualifikationstabelle einige Plätze gutmachen. Doch trotzdem liegt noch ein langer Weg vor uns, und einige wichtige Spiele sind noch zu absolvieren. Wir müssen genauso weiter machen, und wenn wir weiter punkten, gibt es ein Happy End, aber wir dürfen nicht nachlassen.“

„Wir sind immer hochkonzentriert in den Qualifikationsspielen. Glücklicherweise haben wir eine tolle Truppe mit vielen Akteuren, die auch für ihre Klubs wichtig sind. Packen wir die WM, käme das genau zur richtigen Zeit, was unser Alter angeht.“

Glaube an die Nationalmannschaft

„Wir haben den Glauben und den Willen. Wir setzen uns keine Grenzen. Zuerst hoffe ich, dass wir die Qualifikation für Brasilien 2014 schaffen, danach träumen wir vom Weltmeistertitel.“

Trotz seines Erfolgs in Europa und dem großen Geld, das ihm ein Wechsel zu einem der Giganten der Premier League zweifellos einbrächte, wird Falcao seinen kolumbianischen Wurzeln und seinem bescheidenen Auftreten treu bleiben, wie auch sein Einsatz für das PASS-Programm von Western Union zeigt, einer Initiative, die für jeden Pass in der Europa League einen Tag Schule sponsort.

Dieses Programm soll in den nächsten drei Jahren eine Million Schultage ergeben – es baut auf die Arbeit des Unternehmens zur Unterstützung weltweiter Bildung auf.

Falcao dazu: „Das Programm hat mir die Augen geöffnet. Ein Fußballer kann seinen Teil beitragen, und Pass ist das perfekte Beispiel dafür. Ich wünsche PASS allen Erfolg und hoffe, dass dadurch vielen Kindern Schulbildung ermöglicht werden kann.“  

„Ich habe durch meine Eltern und meine Umgebung eine tolle Ausbildung erhalten. Das hat mir geholfen, bestimmte Werte und Prinzipien zu bewahren, die mir bei meiner Karriere geholfen haben. Heute bin ich dafür sehr dankbar.“

Radamel Falcao spricht als Botschafter des PASS-Programms von Western Union, welches für die nächsten drei Jahre mit dem Ziel antritt, eine Million Schultage zu schaffen für Kinder, deren Bildungschancen ansonsten begrenzt wären.

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