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EXKLUSIV - In Deutschland spielte Vahid Hashemian unter anderem für den FC Bayern, den Hamburger SV und Hannover 96. Nun ist er zurückgekehrt und trainiert einen Oberligisten.

Hamburg. Vahid Hashemian, ehemaliger Nationalspieler aus dem Iran, hat in Deutschland Spuren hinterlassen. Der 50-malige iranische Auswahlspieler schnürte für den VfL Bochum, den Hamburger SV, den FC Bayern München und Hannover 96 seine Fußballschuhe.

Im Januar 2011 wechselte Hashemian in die Iranian Pro League zu Persepolis Teheran, wo er bis 2012 in 22 Ligaspielen zum Einsatz kam, ehe er seine Karriere beendete. Im Oktober 2012 feierte er nun sein Comeback in Deutschland und übernahm im Norden seinen ersten Trainerposten an der Seite von Thomas Bliemeister beim Oberligisten SV Halstenbek-Rellingen.

Goal.com-Reporter Niloufar Momeni konnte sich mit dem heute 36-Jährigen über seinen Job und über viele andere interessante Dinge exklusiv unterhalten.

„Ich wollte eine Trainerkarriere einschlagen“

„Vor fast ziemlich genau sechs Monaten habe ich mich von meiner aktiven Fußballer-Karriere verabschiedet. Zuletzt spielte ich für Perspolis und schon während und vor dieser Zeit hatte ich mir Gedanken über eine mögliche Trainerkarriere gemacht. Ich hatte auch Angebote vorliegen, um für einen anderen Klub zu spielen, doch vor vier Monaten bin ich dann nach Deutschland zurückgekehrt. Rellingens Coach Thomas Bliemeister sprach mich an, ob ich mir einen Trainerjob zutrauen würde. Ich kannte Thomas bereits aus der HSV-Altliga. Er ist ein erfahrener Trainer und konnte als Spieler viele Erfahrungen in der Bundesliga sammeln. Nun sind wir Kollegen und er ist der technische Direktor des Klubs“, beschreibt Vahid Hashemian seine Rückkehr nach Deutschland.

„Es war mein Traum meine Karriere als Trainer fortzusetzen, aber ich hatte keine Ahnung, wo ich starten könnte. Aber meine familiäre Situation veränderte sich, meine Frau lebt in Hamburg und dort wurde auch mein Kind geboren: Also war es hier in Hamburg ein idealer Startpunkt.



Der erste iranische Coach in Europa

„Ich habe viele Jahre in Deutschland gespielt, daher kenne ich die Strukturen hier sehr gut. Halstenbek-Rellingen liegt knapp 18 Kilometer von meinem Zuhause entfernt. Wir trainieren vier Mal pro Woche und haben ein Spiel. In meiner Freizeit arbeite ich daran, die deutsche Sprache zu verbessern und ich verbringe viel Zeit mit meiner Familie.“

Mit Vahid Hashemian hat der europäische Fußball somit seinen ersten Trainer, der aus dem Iran kommt. Eine besondere Ehre für den ehemaligen Stürmer? - „Ich mache mir keine allzu großen Gedanken darüber“, erklärt Hashemian, der aber auch ganz genau weiß, dass er „diese Berichterstattung nicht verbieten“ kann.

Seine Pläne für die Zukunft? - „Ich weiß nicht, was in fünf Jahren ist. Als Trainer zu arbeiten ist ein seriöser Job. Ich erledige die Arbeit mit viel Leidenschaft, doch es gibt Unterschiede zum Fußballer Hashemian. Als Trainer kann sich die Situation sehr schnell ändern, daher mache ich mir keine allzu großen Gedanken darüber, was in fünf Jahren ist.“



„Lucio war wirklich der Beste“

„Ich hatte viele großartige Trainer in meiner Karriere. Die besten Trainer brachten mir eine Menge bei und ich lernte sehr viel von ihnen. Andere haben mich nicht weitergebracht. Der beste Spieler, mit dem ich zusammengespielt habe, war Lucio, der Brasilianer in Diensten von Bayern München. Er war wirklich der Beste.“

„Bayern war die beste Entscheidung“

Auch einen Blick zurück warf der ehemalige Bundesliga-Spieler, auf seine Zeit in München beim deutschen Rekordmeister: „Zurückblickend war es die beste Entscheidung. Damals hatte ich Angebote von Klubs wie Schalke oder Stuttgart. Aber die beste Offerte bot mir der FC Bayern. Aber ich hab nicht so viele Spiele gemacht, wie ich es mir vorstellte.“

Von 2001 bis 2004 spielte der Iraner für den VfL Bochum - mit dem VfL die UEFA-Cup-Qualifikation zu erreichen ein größerer Erfolg als die deutsche Meisterschaft mit den Bayern? - „Wir haben mit Bochum, diesem kleinen Klub, Großartiges erreicht. Wir schlugen Schalke, was uns sehr viel bedeutete. Ich spielte in dieser Partie eine wichtige Rolle. Wir besiegten die Bayern. Ich ging dorthin, um Deutscher Meister zu werden und ich machte zudem zwei Spiele in der Champions League. Ich war in diesen glorreichen Momenten dabei.“


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