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KOLUMNE - Jede Woche gibt euch FCB-Reporter Maximilian Bensinger Einblick in sein Gefühlsleben. Was gibt es Neues an der Säbener Straße? Emotional und erschreckend subjektiv!

Liebe Bayern-Fans,

der rote Riese kommt langsam aber sicher wieder ins Rollen. Zugegeben, die roten Teufel und Lille waren nicht die ganz großen Herausforderungen, aber nicht jede Mannschaft meistert diese Hürden so klar und dominant.

Nach der Gala gegen die Franzosen sprachen alle über Claudio Pizarro, Ribery oder Robben. Die wesentlich interessantere Geschichte verbarg sich dagegen in der bajuwarischen Viererkette. Neuzugang Dante spielte einst für „les Douges“ - nur gute Erinnerungen hat er an diese Zeit jedoch nicht.

Dante spricht seither Französisch und hat noch einige Freunde aus dieser Zeit, doch der Abschied damals war nicht wirklich einvernehmlich. Mit 21 Jahren kam „Dantsch“ (portugiesisch ausgesprochen) nach Europa. Immer wieder warfen ihn Verletzungen zurück, bis die Verantwortlichen des OSC Lille eine schwerwiegende Entscheidung trafen. Dante musste gehen – nach Belgien. Dementsprechend motiviert war der Innenverteidiger am Mittwochabend. Es war seine persönliche Rache und eine klare Nachricht: Schaut her, wo ich jetzt spiele!

Wo kommen die ganzen Franzosen her?

So ist das manchmal. Die Wege des Fußball-Herrn sind unergründlich. Die Rache hätte jedenfalls nicht besser ausfallen können. Mir persönlich haben die Gäste aus dem Nachbarland jedoch irgendwann leidgetan. Am Tag zuvor – bei der offiziellen Pressekonferenz – platzte das Mediencenter der Bayern aus allen Nähten, weil eine ganze Flut von französischen Journalisten die Medienabteilung des deutschen Rekordmeisters überraschte. „Einige, die sich nicht angemeldet hatten“, vernahm Pressechef Markus Hörwick mit einem Schmunzeln.

Was hat sich die Schar von Schreibern und Fernsehteams wohl gedacht, als es nach 33 Minuten 5:0 stand? Doch nicht nur für Lille ist das Kapitel Königsklasse bereits gestorben. Auch der zweite französische Vertreter aus Montpellier ist bereits ausgeschieden. Ansonsten gesellen sich nur noch europäische Leichtgewichte wie Dinamo Zagreb, FC Nordsjaelland oder Manchester City dazu…

Wenn man auf die oberen Plätze der Gruppen A bis H blickt, dann kann man zu dem Entschluss kommen, dass der erste Platz vielleicht gar nicht von Vorteil sein könnte. Auf den zweiten Plätzen tummeln sich große Namen wie Chelsea (oder ein bärenstarkes Donezk), AC Mailand, Real Madrid oder Celtic…Fraser Forster, ein Teufelskerl!

Philipp Lahm und die Ironie...

Dazu passend habe ich Philipp Lahm exklusiv die schlechteste aller Journalisten-Fragen gestellt: Wäre ein zweiter Platz nicht vielleicht besser? „Wir schauen auf uns. Der Gruppensieg ist das Ziel. Was die anderen machen, das ist uns egal“, antwortet der Bayern-Kapitän trocken. Mit den Bildern aus dem Celtic-Park im Kopf, konnte ich mir dann auch die zweite grauenhafte Frage nicht verkneifen: Was sagst du zu Barcelonas Defensiv-Schwäche? Lahm stellt die Gegenfrage: „Weil sie jetzt ein Spiel in der Champions League verloren haben?“ Wieso also antworten? Ein richtig dominantes Team gibt es in Europa momentan nicht, oder? „Wir auch nicht. Wir haben in der Bundesliga und in der Champions League ein Spiel verloren“, so Lahm. Welch Ironie! Ich schaue ihm noch hinterher und denke mir: Wenn jemand dominiert – dann ihr, lieber Philipp! Und entschuldige meine dummen Fragen - aber so eine Glosse füllt sich eben nicht von selbst!

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Es grüßt,

Maximilian Bensinger

 

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