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EXKLUSIV - Der spanische Neuzugang sprach nach dem Sieg gegen Schalke mit Goal.com über überzogene Kritik an Tim Wiese, den Kraichgauer Kulturschock und Real Madrids Titelchancen.

Sinsheim. Hoffheim bleibt ein schwierieges Pflaster für Schalke 04, auch im fünften Anlauf konnten die Knappen im Kraichgau nicht gewinnen. TSG-Stürmer Joselu, mit drei Toren gemeinsam mit Roberto Firmino bislang bester Schütze der TSG, sprach nach der Partie mit Goal.com.


Vor zwei Wochen traf Aufsteiger Fürth hier in der Nachspielzeit zum Ausgleich, gegen Schalke hatte die TSG in den Schlusssekunden das bessere Ende für sich. Warum hat es mit dem wichtigen Heimsieg gegen den Tabellenzweiten geklappt?

Joselu: Es war nicht einfach, Schalke war der komplizierter Gegner, den wir erwartet hatten und schon acht Partien ohne Niederlage. Wir waren aber überzeugt, dass wir gewinnen können, solange Elf gegen Elf spielen. Wir haben einfach alles gegeben, stark gekämpft und auch gekontert.

Schlussmann Tim Wiese, der zuletzt stark kritisiert wurde, hatte großen Anteil an den drei Punkten gegen Schalke. Wie haben Sie die Berichterstattung erlebt?

Joselu: Da wurde meiner Meinung nach übertrieben. Tim Wiese ist ein großartiger Torhüter, das hat er immer gezeigt und auch heute. Wir sind als Team sehr stolz auf unseren Keeper.

Mit Ihren Offensiv-Kollegen Kevin Volland und Roberto Firmino klappt das Zusammenspiel bisher ja recht gut...

Joselu: Dass stimmt. Über ihre Qualität muss man nicht reden, die zeigen sie jedes Wochenende. Ich denke, sie werden mit jeder Partie noch besser werden. Die Mannschaft hat einige neue Spieler, die Eingewöhnung dauerte ein wenig.



Täuscht der Eindruck, dass Sie sich auch außerhalb des Platzes gut verstehen?

Joselu: Klar, mit Roberto kommt es einem natürlich sprachlich sehr entgegen, man kann sich ein bisschen ausführlicher unterhalten. Mit Kevin habe ich zusammen mit den Freundinnen die Gegend etwas erkundet. Mit dem Deutsch hapert es halt noch. Ich verstehe schon eine Menge, es ist aber viel schwieriger, selbst zu sprechen, das fällt mir noch schwer. Ich hoffe, in sechs, sieben Monaten so weit zu sein.

Aus der Metropole Madrid sind Sie jetzt in die beschauliche Metropol-Region Rhein-Neckar gezogen. Wie groß war der Kulturschock in Kurpfalz und Kraichgau?

Joselu: (schmunzelt) Nicht so groß. Mit meiner Freundin wohne ich in Heidelberg und wir sind dort sehr zufrieden. Eine größere Stadt mit schönem Ambiente und vielen Menschen. Das war das, was wir gesucht haben. Wenn wir auf eines der Dörfer gezogen wären und man noch keinen kennt, wäre es wohl komplizierter geworden.

Bevor sie zwei Jahre in Madrid spielten kamen sie von Celta Vigo, wo sie auch aufwuchsen. Celta ist diese Saison wieder in die Primera Division aufgestiegen. Verfolgen Sie die spanische Liga von hier aus? 

Joselu: Sehr, auch weil ich aus meinen neun Jahren in Vigo noch viele Spieler kenne. Ich schaue so viele Spiele wie möglich, zum Beispiel im Internet.

Glauben Sie, dass Real Madrid Barca nach stolprigem Start noch die Meisterschaft streitig machen kann?

Joselu: Ich denke schon, beides sind großartige Mannschaften, die nichts verloren geben. Beide werden bis zum Ende kämpfen. Madrid hat jetzt eine kleine Serie von gestartet und wichtige Siege eingefahren. Ich glaube, bis zum Clasico in der Rückrunde ist alles offen.

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