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Für den gebürtigen Argentinier ging am Freitagabend ein Lebenstraum in Erfüllung. Nach dem Spiel freute er sich über das Trikot von Frank Lampard.

San Marino. Kennen Sie Danilo Ezequiel Rinaldi? Er ist ein 30-jähriger Fußballspieler aus San Marino, der am gestrigen Freitag für die Nationalmannschaft des Mini-Staates im Wembley-Stadion in London auflief und jede Minute der 0:5-Niederlage genoss.

Gebürtiger Argentinier

Rinaldi kam erst 2008 nach San Marino, um dort zu arbeiten. Irgendwann entdeckte er das Fußballspielen für sich und stieg bis in die Nationalmannschaft des Mini-Staates auf.

Über seine neue Heimat sagte er  exklusiv gegenüber Goal.com: „Hier zu leben ist entspannt, fast wie zu Hause in Conesa, meiner Heimatstadt in Argentinien. Wenn es um Fußball geht, sind sie [die Leute] sehr leidenschaftlich, doch sie tendieren nicht dazu, ins Stadion zu gehen.“

Litauen, Tschechien, Slowakei…

Hauptberuflich ist Rinaldi übrigens Möbelverkäufer, nebenbei kickt er beim Landesmeister Virtus. Durch den Fußball kommt er auch in Europa überall hin: „Da Virtus die Liga gewonnen hat, waren wir in der Lage, an der ersten Qualifikationsrunde der Europa League teilzunehmen und wir reisten nach Lettland. Später mit der Nationalmannschaft spielte ich auf einmal in unüblichen Orten wie der Slowakei und Tschechien.“

Highlight in London

Zum absoluten Höhepunkt seiner Karriere kam es am Freitag, als San Marino im berüchtigten Wembley Stadion in London gastierte.

Rinaldi wird diesen Tag wohl so schnell nicht vergessen: „Nichts ist mit Wembley zu vergleich. Was gestern passierte, ist unglaublich. Ich habe es sogar geschafft, das Trikot von Frank Lampard zu ergattern“, freute sich der Amateurkicker. Am Ende hieß es 5:0 für England, Rinaldi war dennoch überglücklich. „Ich sagte vor dem Spiel, wenn wir mit 0:4 verlieren, werde ich auf einem Bein Luftsprünge machen. Nunja, wir haben 0:5 verloren, doch ich springe jetzt noch vor Freude in die Luft.“

Punktgewinn gegen Moldawien?

Die Ansprüche im Volk können dagegen nicht sehr hoch sein: Dem Land gelang in seiner noch jungen Geschichte erst ein einziger Sieg. Vor acht Jahren gewann San Marino mit 1:0 gegen Liechtenstein. Zudem gab es drei Remis und 108 Niederlagen.

Rinaldi vor dem Spiel gegen Moldawien: „Wir werden mit Sicherheit unsere Taktik gegen sie ändern. Wir wollen weiterhin Geschichte schreiben.“

Am Dienstag um 20.30 Uhr ist Spielbeginn - ob vor heimischer Kulisse dann der nächste Punktgewinn für Rinaldi und seine Kollegen drin ist…?


EURE MEINUNG: Kann San Marino gegen Moldawien ein Unentschieden erzwingen?
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