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EXKLUSIV - Von der eigenen Jugend bis zum Kapitänsposten, zudem zeitweise in der Nationalmannschaft: Serdar Tasci hat bereits einiges erreicht. Mit Goal.com sprach er nun exklusiv.

Nürnberg. Es war ein verhältnismäßig kurzer Arbeitstag für Serdar Tasci, der sich bei der Partie beim 1. FC Nürnberg bereits nach einer Halbzeit auswechseln lassen musste. Sein VfB Stuttgart holte mit dem 2:0 im Südderby den ersten Saisonsieg. Nach der Partie sprach der Kapitän des Europa League-Teilnehmers exklusiv mit Goal.com.

Herr Tasci, sie mussten zur Halbzeit verletzt raus. Was genau ist passiert und wie geht es ihnen?

Serdar Tasci: „Ich kann noch nichts genaues sagen. Ich habe einen Schlag abbekommen bei einem Pressball und werde mich morgen einer Kernspin unterziehen. Da kann ich dann mehr sagen.“ (Mittlerweile steht fest, dass Tasci eine schwere Prellung oberhalb des Knies erlitten hat und für das Spiel gegen Molde fraglich ist)

Fühlen sie sich wohl, wenn sie wissen, dass es mit Maza und Georg Niedermeier zwei zuverlässige Ersatzspieler auf der Position des Innenverteidigers gibt?

Serdar Tasci: „Ich war natürlich ein bisschen traurig, dass ich heute ausgewechselt werden musste. Ansonsten haben mich die Beiden sehr gut vertreten. Das Wichtigste war heute ganz klar der Sieg.“

Wie groß ist die Erleichterung nach dem ersten Saisonsieg?

Serdar Tasci: „Sehr groß. Darauf haben wir hingearbeitet. Wir hatten bisher einige unglückliche Spiele, darum war die heutige Partie wichtig für den Kopf. Wichtig, endlich drei Punkte geholt zu haben. Wir werden versuchen, auch in den nächsten Spielen zu punkten.“

Wie schwer war es, nach dieser verheerenden Heimpleite im Derby gegen Hoffenheim hier nach Nürnberg zu kommen und sofort da zu sein?

Serdar Tasci: „Es war nicht einfach... Gegen Hoffenheim haben wir uns etwas ganz Anderes vorgenommen gehabt. Dass wir so eine Katastrophe spielen, hätte keiner gedacht. Für den Kopf war das nicht so fördernd. Heute haben wir die Antwort gegeben.“

Rund um den VfB Stuttgart wird immer und immer wieder behauptet, der Kader sei nicht breit genug. Zudem haben sie aktuell ständig Verletzte. Heute kommen Maza und Holzhauser ins Spiel und absolvieren eine ordentliche Partie. Was sagen sie zur Kadertiefe?

Serdar Tasci: „Man muss ehrlich sagen, dass der Kader nicht so breit besetzt ist und wir dazu einige Verletzte haben. Aber: Die Jungs, die spielen, geben Gas. Das muss so funktionieren, sonst haben wir in der Liga keine Chance.“

Der Kader ist nicht so breit, die Saison nichtsdestotrotz sehr lang. Mit der Bundesliga und der Europa League werden sie viele Englische Wochen haben. Wird es im Winter nötig sein, personell noch einmal nachzulegen?

Serdar Tasci: „Darüber kann man jetzt noch nichts sagen. Wenn man sieht, dass wir immer wieder Verletzte haben, denke ich schon, dass man schon darüber nachdenken muss.“

Vedad Ibisevic hat heute sein erstes Saisontor erzielt, das zweite zudem vorbereitet. Ist er nun in dieser Saison angekommen?

Serdar Tasci: „Vedad hat bereits in der Europa League getroffen, er ist eine der Säulen dieser Mannschaft. Wir hoffen, dass er noch viele Tore macht.“

Sie haben hier einen langen Weg hinter sich, sind über die Jugend zu den Profis gekommen und nun sogar der Kapitän. Was strebt man aus so einer Position heraus für die Zukunft an? Wie sehr sehnt man sich nach einem ganz großen Verein, auch in Europa?

Serdar Tasci: „Ich denke, ich bin schon bei einem sehr guten Verein, habe noch einen Vertrag. Ich bin froh, dass ich aus der Jugend zum Kapitän geworden bin. Das ist eine Riesenehre für mich. Diese Aufgabe würde ich gerne weiter übernehmen. Aktuell zählt nur der VfB für mich.“

In der Nationalmannschaft waren sie 2010 noch im WM-Kader, 2012 nicht mehr. Die Konkurrenz ist mit Mats Hummels (23), Holger Badstuber (23), Jerome Boateng (24) und Benedikt Höwedes (24) sehr jung. Macht ihnen das Sorgen?

Serdar Tasci (lacht): „Ich bin mit 25 ja auch noch nicht der Älteste. Erstmal müssen wir das beim VfB hinkriegen. Wenn es hier läuft, dann denke ich, dass ich noch jung genug bin, um wieder anzugreifen.“


   „Wenn es hier läuft, dann denke ich, dass ich noch jung genug bin, um wieder anzugreifen.“

Serdar Tasci auf die Frage nach der Nationalmannschaft

Welche Ziele hat der VfB Stuttgart in dieser Saison angepeilt?

Serdar Tasci: „Das ist schwer zu sagen. Wir müssen nach dem Spiel nun auf dem Boden bleiben. Das waren erste wichtige drei Punkte für uns. Was am Ende passiert, wird man sehen.“

Nach dem 2:0 von Martin Harnik sind viele Spieler zum Trainer Bruno Labbadia gelaufen. War das ein Zeichen, wie sehr das Team hinter ihm steht?

Serdar Tasci: Ich denke, wir müssen keine Zeichen setzen. Es gab keine Trainerdiskussionen im Verein. Der Trainer glaubt an uns und wir glauben an ihn. Wir haben die letzten 12-13 Monate sehr gute Arbeit geliefert.


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