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EXKLUSIV - Im Interview spricht Sebastian Prödl über seinen Saisonstart mit Werder Bremen, den Umbruch an der Weser und das anstehende Länderspiel mit Österreich gegen Deutschland.

Köln. Während die deutsche Nationalmannschaft schon am Freitag mit dem Spiel gegen die Färöer in die WM-Qualifikation startete, saßen die am ersten Spieltag spielfreien Österreicher noch vor dem Fernseher. Erst am Dienstag muss das ÖFB-Team zum ersten Mal ran. Vor dem Spiel gegen den Nachbarn aus Deutschland sprach Goal.com exklusiv mit Österreichs Abwehrspieler Sebastian Prödl von Werder Bremen.

Herr Prödl, Werder ist mit einem Sieg und einer Niederlage in die Bundesliga-Saison gestartet. Wie bewerten Sie die ersten Ergebnisse?

Sebastian Prödl: Ich bin mit dem Start eigentlich zufrieden, allerdings wurmt mich die Niederlage zum Auftakt in Dortmund noch sehr. Da hätten wir nicht verlieren müssen. Beim Sieg gegen Hamburg haben wir gut gespielt und einige Ergebnisse der Vorsaison schon vergessen gemacht.

Viele Leistungsträger und prominente Namen haben Werder zuletzt verlassen. Angesichts dessen sorgten sich viele um die Zukunft des Klubs. Wie ist die Stimmung heute?

Sebastian Prödl: Die Stimmung war zwischenzeitlich tatsächlich sehr schlecht, das will ich nicht abstreiten. Aber ich habe nicht umsonst meinen Vertrag verlängert, sondern weil ich die Hoffnung hatte, dass es wieder bergauf geht. Und so ist es auch gekommen. Die Stimmung ist super, alle denken positiv.

„Ich habe den Leuten, die bei Werder am Werk sind, vertraut. Zurecht, wie man jetzt sieht.“


- Sebastian Prödl

Der Verein steckt im Umbruch, Spieler wie Claudio Pizarro und Tim Wiese sind sicher nicht leicht zu ersetzen. Warum waren Sie dennoch zuversichtlich?

Sebastian Prödl: Weil der Umbruch eine Chance für Werder ist. Mit den großen Fußballern hatten wir in den vergangenen zwei Jahren auch keinen wirklichen Erfolg. Nun wurden kluge Transfers getätigt, was ich schon vorher geahnt hatte. Ich habe den Leuten, die bei Werder am Werk sind, vertraut. Zurecht, wie man jetzt sieht.

Was ist möglich für Werder in dieser Saison?

Sebastian Prödl: Wir wollen besser als in der vergangenen Saison abschneiden, das ist unser Ziel. Wenn alles gut läuft, dürfen wir vom Europapokal träumen.

Nur träumen? Muss es nicht der Anspruch von Werder Bremen sein, in den Europapokal zurückzukehren?

Sebastian Prödl: Die Liga ist sehr ausgeglichen, da kann alles passieren. Wir wollen hier ein Team aufbauen, das dauerhaft oben mitspielt, und – im Gegensatz zur Vorsaison – konstant gute Leistungen zeigt. Wenn das gelingt, kann es mit der Europapokal-Qualifikation in dieser Saison klappen. Aber davon zu sprechen, dass wir müssen, wäre falsch.


„Die Stimmung ist sehr gut bei uns, alle fiebern dem Spiel entgegen. Wir sind top-motiviert und wollen die ersten Punkte einfahren.“


- Sebastian Prödl

Am Dienstag beginnt für Österreich die WM-Qualifikation. Wie bewerten Sie die Chancen gegen Deutschland?

Sebastian Prödl: Deutschland ist ganz klar der Favorit. Aber wir sind froh, dass es losgeht. Die Stimmung ist sehr gut bei uns, alle fiebern dem Spiel entgegen. Wir sind top-motiviert und wollen die ersten Punkte einfahren.

Ist es ein Vorteil für Österreich, dass die Euphorie um die DFB-Elf nach dem EM-Halbfinal-Aus abgeebbt ist?

Sebastian Prödl: Nein, überhaupt nicht. Deutschland hat knapp gegen starke Italiener verloren und zuletzt mit zehn Mann gut gegen Argentinien gespielt. Die angebliche Krise, die Deutschland hat, hätten wir mal gerne.

Wie bewerten Sie die Chancen des ÖFB, sich für die WM in Brasilien zu qualifizieren?

Sebastian Prödl: Wir wollen mit Irland und Schweden um den zweiten Platz in der Gruppe kämpfen, das ist unser Ziel. Wir sind jedenfalls gut vorbereitet und gehen die Qualifikation selbstbewusst an.

EURE MEINUNG: Schafft Österreich die Qualifikation für die WM 2014?
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