thumbnail Hallo,

EXKLUSIV – Manchester United hat ein 93-Millionen-Euro-Paket geschnürt, um Robin van Persie ins Old Trafford Stadion zu lotsen.

EXKLUSIV
Von Greg Stobart

Manchester
. Um Robin van Persie zu verpflichten und ihn vom FC Arsenal loszueisen, musste Manchester United ein unglaubliches Finanzpaket schnüren.

Der Niederländer wird am Donnerstagnachmittag in Manchester den obligatorischen Medizin-Check absolvieren und im Anschluss seine Unterschrift unter einen Vier-Jahres-Vertrag setzen, der nach Goal.com-Informationen wöchentlich knapp 300.000 Euro wert sein soll, wenn die Vermarktungsrechte mit eingeflossen sind. 

Der Ruf des Geldes oder des Erfolges?

Van Persie wusste im Alter von 29 Jahren genau, da er sich zudem in der Form seines Lebens befindet, dass der nächste Vertrag, der größte und bestbezahlteste seiner Karriere sein wird. Es ist daher kein Wunder, dass er nicht einmal darüber nachgedacht hat, den Vorschlag einer wöchentlichen Entlohnung von umgerechnet 165.715 Euro mit Arsenal zu diskutieren.

Das bedeutet, dass der 68-fache niederländische Nationalstürmer im Jahr stolze 15,55 Millionen Euro verdient, was wiederum gleichbedeutend damit ist, dass er bei den Red Devils über die Gesamtvertragsdauer einen Lohn in Höhe von 62,33 Millionen Euro einstreicht.

Unter Berücksichtigung der 30,59 Millionen Euro Ablöse die United gezahlt hat - mit offensichtlich fehlendem Wiederverkaufspotenzial – bezahlt der 19-malige englische Meister insgesamt etwa 92,92 Millionen Euro für den früheren Feyenoord-Angreifer.



Woher stammen die Unsummen?

Fragen mögen aufkeimen, woher das ganze Geld stammt, insbesondere nach der schlechten, finanziellen Aufstellung von United, die viel Aufmerksamkeit im Licht des Börsengang der Familie Glazer erfahren hat, als man zehn Prozent der Klubanteile an die New Yorker Börse brachte.

Aber der Vorstandvorsitzende für operative Geschäfte, Michael Bolingbroke, sprach in einer Klub-Prognose von Netto-Ausgaben in Höhe von 50,98 Millionen Euro während der diesjährigen Sommer-Transferperiode.
Die fehlgeschlagene Verpflichtung von Lucas Moura – der für circa 44,61 Millionen Euro von Sao Paolo zu Paris Saint-Germain wechselte – scheint einiges an Budget freigelegt zu haben, um den Transfer von van Persie zu realisieren.

Zudem hat United ein Wochengehalt von etwa 229.452 Euro freigeschaufelt, indem man sich in diesem Sommer von Michael Owen, Park Ji-Sung und Tomasz Kuszczak trennte.

Van Persie macht klar, dass er nicht in London bleibt

Van Persies öffentlicher Wunsch ins Old Trafford zu wechseln half bei Uniteds Angebotsbestrebungen im gleichen Maße, wie Sir Alex Fergusons cleverer Trick, den Druck auf Arsenal zu erhöhen, indem man die Diskussion um den Transfer des Niederländers in die Öffentlichkeit zog.

Van Persie, der letzte Saison starke 37 Treffer erzielte, machte von der ersten Sekunde an klar, dass er die „Gunners“ diesen Sommer verlassen wollte, nachem er auf seiner privaten Webseite verlauten ließ, dass er keinen neuen Vertrag unterschreibt, was gleichbedeutend damit war, dass er nächsten Sommer ablösefrei wechseln könnte.

Die „Red Devils“ waren allerdings nicht immer der Topfavorit auf die Unterschrift van Persies.
Der bittere Stadt- und Erzrivale Manchester City lag lange hoch im Kurs, was die Verpflichtung des Oranje-Angreifers betrifft.



ManU am Ende ohne Gegner im Kampf um van Persie

Die „Citizens“ stiegen jedoch aus dem Rennen aus, da sie es nicht schafften, freie Plätze im Kader zu schaffen und so die Gehaltszahlungen von Emmanuel Adebayor, Roque Santa Cruz und Edin Dzeko  einzusparen, die der Verein weiterhin zahlen muss.

Das Interesse des italienischen Meisters Juventus Turin kühlte sich letzten Monat ab, während Real Madrid und der FC Barcelona ausschlossen, van Persie verpflichten zu wollen. Somit ließen die großen Kontrahenten United freie Hand und machten den Weg frei für ungehinderte Verhandlungen mit Arsenal.

Selbes Szenario ein Jahr zuvor

Die „Gunners“ waren abgeneigt, Geschäfte mit einem Premier-League-Rivalen zu machen, aber sahen am Ende ein, dass sie keine andere Wahl hatten. So entschied man sich, mit Manchester United Gespräche aufzunehmen und den bestmöglichen Deal anzustreben. Genauso, wie sie es bereits im Vorjahr mit Samir Nasri und Manchester City unter ähnlichen Umständen taten.

Vom Helden zur Hassfigur?

Die Arsenal-Fans warfen Nasri vor, habgierig zu sein und dem Geld zu folgen. Aber es war der Franzose, der als letztes lachte, nämlich als am Ende der Saison Manchester City den Premier-League-Titel gewann und sich zum Meister krönte.

Van Persie wird sich ähnlichen Vorwürfen stellen müssen, während der Umfang seines Vertrages den Worten derer, die behaupten sein Abgang sei von die Gier nach mehr Geld motiviert, mehr Gewicht schenkt, muss der 29-Jährige hoffen, dass er sich im Mai in der Position von Nasri vor ihm wiederfindet und sich über den Gewinn der Meisterschaft freuen kann.

EURE MEINUNG: Ist van Persie mit seinen 29 Jahren wirklich 93 Millioen Euro wert?
Bleibe am Ball und sei Teil des größten Fußball-Netzwerkes der Welt: Folge Goal.com auf oder werde Fan von Goal.com auf !


Dazugehörig