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EXKLUSIV - Der Regionalligist qualifizierte sich für die Hauptrunde des DFB-Pokals und freut sich nun auf den Kontrahenten Hoffenheim.

Berlin. Klein gegen Groß, David gegen Goliath - in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals können die Vereine aus den unteren Ligen ihren Traum verwirklichen und gegen einen Bundesligisten spielen. In der Hauptstadt qualifizierte sich der Berliner Athletik Klub 07, der am Samstag 1899 Hoffenheim empfängt. Die Spieler des Regionalligisten sind im Vorfeld der Partie heiß auf den Gegner und bereit, für eine Sensation zu sorgen.

Keine Angst vor Hoffenheim

Das Pokalspiel ist ein Bonus für uns. Es werden viele Zuschauer im Stadion sein und wir werden versuchen, das Spiel lange wie möglich offen zu gestalten. Wir brauchen uns nicht zu verstecken, Hoffenheim ist der Favorit, aber wir haben nichts zu verlieren und können vielleicht eine Überraschung landen - für solche Spiele trainiert man, sagte Defensivmann Niki Brandt exklusiv zu Goal.com.

Klub-Veteran Metin Cakmak ist sich sicher, dass BAK mit dem Bundesligisten mithalten kann und mit ein wenig Glück in die zweite Runde einziehen wird: Hoffenheim ist so stark wie damals Mainz. Wir sind diesmal besser vorbereitet und werden nicht verkrampft auftreten. Es gibt keinen Spieler von der TSG, um den man sich beim Trikottausch schlagen müsste - sie sind nicht Barcelona.

Niederlage gegen Mainz

Der BAK nahm bereits vor zwei Jahren an der ersten Runde des DFB-Pokals teil, als man gegen Mainz 05 nach 90 Minuten das Pokal-Abenteuer beenden musste. Die Berliner verloren nach einem hart umkämpften Spiel nur denkbar knapp mit 1:2. Das Team des damaligen Trainers Bahman Foroutan spielte in der zweiten Halbzeit befreit und ohne Druck - die Chancen für eine Sensation waren vorhanden! Wir haben das 0:1 kassiert und dann den nächsten Gegentreffer. Wir hatten Angst, Fehler zu machen und einen Riesenrespekt. Erst als wir mit 0:2 hinten lagen, konnten wir befreiter spielen und unser Spiel nach vorne offener gestalten, äußerte sich der Co-Trainer Özkan Gümüs.

Ähnlich sieht es Cakmak, der die Niederlage vor zwei Jahren auf die individuelle Klasse der Mainzer zurückführt: Es war sehr knapp, weil wir Situationen hatten. Wir sind das Spiel langsam angegangen. Die individuelle Klasse - besonders von Holtby - war dann spielentscheidend. Erst zum Schluss haben wir alles nach vorne geworfen und beinahe den Ausgleichstreffer erzielt.

Hoffenheim-Coach Markus Babbel muss sich vor dem BAK in Acht nehmen

Jetzt sind wir ein echtes Team


In der damaligen Mannschaft des BAK gab es viele Solospieler, die sich in den Vordergrund spielen wollten und dabei das Team nicht beachteten. Dies konnte man im Spiel gegen Mainz sehen, als zu Beginn einige Spieler mit einer besonderen Aktion, einem gelungenen Dribbling glänzen wollten und dadurch versuchten, den Fokus auf sich zu lenken Die Mannschaft ist jetzt stärker, wir sind ein Kollektiv. Vor zwei Jahren waren es viele Einzelspieler, jetzt sind wir in allen Mannschaftsteilen stärker, sprach Gümüs. Mittelfeldmann Cakmak ist sich ebenfalls sicher, dass nun ein echtes Mannschaftsgefühl zu spüren sei: Diesmal freuen sich alle gemeinsam auf das Spiel - wir sind jetzt ein echtes Team.

BAK wird professioneller

Der gesamte Klub erlebte in den letzten Jahren eine enorme Entwicklung: Angefangen mit dem Gewinn des Berliner Pokals vor zwei Jahren und der damit verbundenen DFB-Pokalteilnahme über den Aufstieg und Verbleib in der Regionalliga bis zur erneuten Teilnahme am DFB-Pokal in diesem Sommer. Der Verein wird in Berlin bekannter und das macht uns stolz. Der Altersdurchschnitt ist im Vergleich zu dem vor zwei Jahren nun deutlich niedriger - dies bedeutet, dass der größte Teil der Mannschaft studiert und sich somit nicht um Jobs unter der Woche kümmern muss“, so Gümüs.

Metic Cakmak, der als Einziger die Entwicklung des BAK 07 miterleben durfte, spricht von einer deutlichen Verbesserung in allen Bereichen: Es wird nun professioneller. Die ersten Jahre waren hier eine Katastrophe, aber jetzt bekommen wir mehr Sponsoren und man kann als Spieler spüren, dass sich etwas tut.

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