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EXKLUSIV - Keine fehlende Aggressivität! Roman Weidenfeller und Michael Zorc widersprechen dem Bild der harmlosen Dortmunder.

München. So richtig wollte eigentlich niemand mit der Sprache raus. Der FC Bayern München freute sich über den Bruch der schwarzen Serie, präsentierte sich aber zurückhaltend und die Akteure von Borussia Dortmund verzichteten auf wellenschlagende Statements. So richtig wusste niemand, was er sagen sollte. Nach dem Spiel sprach Goal.com-Reporter Maximilian Bensinger mit Michael Zorc und Roman Weidenfeller.

Überfallartig griffen die Münchner an und schienen sich damit etwas von den Borussen abgeschaut zu haben. Plötzlich wurde der deutsche Meister mit den eigenen Waffen geschlagen – eine Ohrfeige auf bayrische Art. Eine wichtige Rolle spielte dabei Mario Mandzukic, der als spielstarker Stürmer immer wieder die Bälle halten und verteilen konnte. Das erinnerte irgendwie an Robert Lewandowski…

Kein Torschuss nach 45 Minuten

Der BVB, schockiert über die beherzte Vorstellung der Münchner, fand in der ersten Halbzeit praktisch gar nicht statt. Man musste sich eingestehen, die Bayern spielten in den ersten 45 Minuten einfach richtig guten Fußball. Auch Dortmunds Sportdirektor musste das zugeben. Im exklusiven Gespräch mit Goal.com sagte er: „Ich glaube, wir hatten in der ersten Halbzeit keinen einzigen Torschuss. Das sagt doch alles. In der zweiten Hälfte haben wir dann wesentlich besser gespielt.“

Nach dem Seitenwechsel kamen die Schwarz-Gelben tatsächlich besser in die Partie und erspielten sich einige klare Torchancen. Der Rekordmeister schien sich zu sicher zu fühlen und ließ die Zügel etwas lockerer.  „Wir haben den Anschlusstreffer erzielt und mit ein bisschen Glück hätten wir auch noch den Ausgleich machen können. Das nehme ich als positiven Aspekt mit. Wir haben uns nicht aufgegeben, sondern versucht, das Spiel zu drehen. Daran müssen wir festhalten und weiter an uns arbeiten“, so Zorc weiter.

„Das hat nichts mit fehlender Aggressivität zu tun“

Bayerns Gomez-Ersatz Mandzukic wirkte bis zum Schlusspfiff gallig und war sich für keine Provokation zu schade. Der Kroate rieb sich für die Mannschaft auf und bestach mit einem intensiven Laufspiel – wie man es sonst nur von den Dortmundern kennt. Fehlte etwa die Aggressivität beim amtierenden Meister? Auch Roman Weidenfeller stand Goal.com Rede und Antwort und widersprach dieser These aufs Deutlichstes: „Nein, das hatte gar nichts mit fehlender Aggressivität zu tun. Wir hatten einfach einen schlechten Start.“

Auch Michael Zorc wollte diese Ansicht nicht teilen: „Ich denke nicht, dass die Aggressivität gefehlt hat. Wir haben die ersten 20 Minuten einfach verschlafen.“ Bis auf Mats Hummels, der sich über den nicht gegebenen Handelfmeter beklagte, schienen die Männer von Jürgen Klopp nicht wirklich zu wissen, was sie sonst sagen sollten. Dementsprechend nüchtern fiel auch Weidenfellers Fazit aus: „Wir müssen uns jetzt auf den Pokal und die anstehende Bundesliga-Saison konzentrieren.“ Knapp und einfach – die Verteidigung des Doubles wird alles andere als das…

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