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EXKLUSIV - Der Transfer stand bereits kurz vorm Abschluss, doch nun startet der Togolese seinen Rachefeldzug gegen den Ex-Klub und fordert die ausgemachte Ablöse für sich selbst.

London. Das Transfer-Theater um Emmanuel Adebayor ist offenbar noch nicht abgeschlossen. Wie Goal.com in Erfahrung brachte, droht der 28-Jährige seinem Ex-Verein Manchester City, nicht zu Tottenham Hotspur zu wechseln, sollte ihm der Meister nicht die Ablösesumme von rund fünf Millionen Euro direkt zahlen.

Einigung erfolgt

Dabei hatten sich die beiden Verein kurz zuvor bereits auf eine Summe geeinigt, die von den ursprünglichen 6,4 Millionen Euro auf rund fünf Millionen reduziert wurde.

Manchester City akzeptierte zudem, die Spurs beim neuen Gehalt von Adebayor zu unterstützen, das sich um eine ähnliche Summe drehen sollte, wie Adebayors Einkommen beim Meister - also zirka 215.000 Euro wöchentlich.

Der Deal schien durch, der 1,91-Meter-Mann soll bereits kurz vor der Unterschrift gestanden haben.

Adebayor boykottiert

Doch nicht mit Emmanuel Adebayor! Der ganz spezielle Afrikaner forderte nun von seinem ehemaligen Klub, dass er sich die Ablöse von fünf Millionen selbst in die Tasche stecken und ablösefrei gehen kann, ansonsten wolle er nicht an die White Hart Lane wechseln.

Die Citizens, die Adebayor unbedingt loswerden möchten, um Gehalt und Platz für Robin van Persie zu sparen, sind damit im Zugzwang.

Emmanuel Adebayor | Leistungsdaten

Verein Spiele
Tore Assists Gelbe  Karten
Rote Karten
FC Arsenal ('06-'09) 142 62 22 15 2
City ('09-'11) 45 19 6 2 1
Real Madrid ('11) 22 8 0 4 0
Tottenham ('11-'12) 37 18 12 4 0
Total 246 107 40 25 3


Strafe für City

Eine exklusive Quelle von Goal.com verriet, was die Absicht hinter Adebayors Verhalten ist: „Er will Manchester City bestrafen - dafür, wie sie ihn in seinem Denken behandelt haben. Er will eine Ablöse und hat ihnen gesagt, dass er, wenn er diese nicht bekommt, zwei weitere Jahre [wie es im Vertrag steht] bei Manchester City bleiben will.“

Zerstört Adebayor alles?

Ob er sich selbst damit einen Gefallen tut, ist dagegen sehr zu hinterfragen. Zwar dürfte er seinen alten Verein damit zur Weißglut bringen, doch möglicherweise verbaut er sich damit eigene Karrierechancen - sowohl bei City, als auch bei Tottenham, als auch bei vielen anderen Vereinen der Welt, die ein solch exotisches Verhalten nicht dulden.

Phil Smith, der Adebayor einst beriet und seinen 31,7-Millionen-Euro-Deal von Arsenal London zu Manchester City im Jahr 2009 einleitete, ahnte bereits früher in der Woche, dass der Transfer noch nicht in trockenen Tüchern ist.

„Ich war involviert, als Adebayor von Arsenal zu Manchester City gegangen ist und er ist ziemlich skrupellos, wenn es darum geht zu bekommen, was er will“, erklärte er in einem Radio-Interview. Er hat einen sehr guten Vertrag und jetzt will er sich noch sein Pfund Fleisch abholen - nicht nur auf der einen, sondern auch auf der anderen Seite.“

Topspieler, aber…

Adebayor war seit dem Europa League-Spiel gegen Red Bull Salzburg im Dezember 2010 auf dem Abstellgleis bei Manchester City.

Daraufhin entbrannte ein dauerhafter Streit um den bulligen Stürmer, auch mit Real Madrid, wo Adebayor eine halbe Saison verbracht hatte, konnte man sich nicht einigen.

Bei den Spurs hatte der Afrikaner zur alten Stärke zurückgefunden, erzielte 17 Tore in 33 Spielen und bereitete weitere elf vor, doch nun könnte man auch in London langsam das Interesse verlieren…

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