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EXKLUSIV – Am Samstag war Juventus Turin in Berlin zu Gast. Goal.com hatte nach dem Spiel die Möglichkeit, mit Stephan Lichtsteiner exklusiv über Titel und Lucio zu sprechen.

Berlin. Keine geringere Mannschaft als Juventus Turin erwies Hertha BSC am Samstag die Ehre im Jubiläumsspiel zum 120. Geburtstag. Die 32.588 Zuschauer hatten bei strahlendem Sonnenschein, trotz der 0:2-Niederlage der Berliner, ihren Spaß. Sie bekamen eine Partie zu sehen, in der Hertha gegen das italienische Spitzenteam gut mitspielte, was Hoffnung auf die am kommenden Freitag beginnende Zweitliga-Saison macht.

Noch viel Arbeit

Allerdings war auch allen klar, dass Juventus erst seit zwei Wochen im Training ist und nicht in Bestbesetzung antrat; viele der Nationalspieler waren gar nicht erst mit nach Berlin gereist, weil sie nur wenige Trainingseinheiten nach ihrem langen EM-Urlaub mitgemacht hatten. „Das war noch nicht super, wir wissen, dass wir besser spielen können“, sagte Stephan Lichtsteiner exklusiv gegenüber Goal.com.

Hertha gehört in die Bundesliga

„Viele Spieler haben gefehlt, und wir haben hart trainiert unter der Woche. Die ersten 25 Minuten war Hertha die klar bessere Mannschaft. Sie haben eine gute Mannschaft und ich hoffe, dass sie in die Bundesliga aufsteigen. Mit diesem schönen Stadion und den Fans müssen sie das packen.“ Der Schweizer Nationalspieler steht vor seiner zweiten Saison bei Juventus Turin. Im Sommer 2011 hatte ihn der italienische Meister für eine Ablösesumme von zehn Millionen Euro von Lazio Rom verpflichtet.

Titel verteidigen

Lichtsteiner gehört zum Stammpersonal von Juventus, absolvierte in seiner ersten Saison gleich 35 Spiele, erzielte zwei Tore und wurde mit Juve Meister. Der 28-Jährige hat sich zur neuen Saison gleich wieder hohe Ziele gesteckt, wie er Goal.com verriet. „Wir sind Juventus Turin. Juventus hat in den letzten Jahren viele Probleme gehabt, jetzt sind wir aber zurück, haben im letzten Jahr die Meisterschaft gewonnen. Es ist sicher so, dass wir den Titel in Italien verteidigen möchten und auch in der Champions League, sowie im Liga-Cup und im Supercup, ein Wörtchen mitsprechen möchten.“

Großes Lob für Neuzugang

Um diese Ziele zu erreichen, verpflichtete Juventus Turin mit dem Brasilianer Lucio einen neuen Verteidiger, den Stephan Lichtsteiner als einen „außergewöhnlich guten Spieler“ bezeichnet. In der Partie gegen Hertha BSC klappte das Zusammenspiel schon mal ganz gut, wobei der Schweizer natürlich weiß, dass es noch einige Zeit braucht, bis Lucio voll integriert ist. „Viel haben wir noch nicht probieren können. Die Nationalspieler sind erst seit drei, vier Tagen bei uns, sie waren ja alle noch im Urlaub“, sagte der Außenverteidiger.

Lucio darf stürmen

„Wir haben sicher noch viel Arbeit vor uns, müssen noch die Abstimmung finden. Aber das ist normal.“ Mit einer Sache hat sich Lichtsteiner aber schon arrangiert: Lucios Vorstößen, die ihn schon in der Bundesliga bei Bayer Leverkusen und dem FC Bayern München ausgezeichnet haben. „Bei drei Verteidigern ist das gut, dass der ballführende Spieler mit nach vorne stürmt und dann die Sturmspitze anspielt. Das soll auch so sein, das macht er sehr gut. Das ist kein Problem, wir rutschen dann in die Mitte und machen die Löcher zu.“


„Egal, wie das Urteil ausfallen wird, wir werden darüber hinwegkommen. Wir sind stark und werden das verkraften.“
Stephan Lichtsteiner


Trainer und Spieler vor Gericht

Eine unschöne Sache begleitete Juventus Turin allerdings in den letzten Wochen. Und wird den Verein wohl auch noch weiter beschäftigen. Es geht um Spielmanipulationen im großen Stil in Italiens höchster Spielklasse, der Serie A. Sowohl Trainer Antonio Conte, der von Spielabsprachen bei seinem alten Klub AC Siena gewusst und nicht gemeldet haben soll, zwei Co-Trainer und die Spieler Simone Pepe und Leonardo Bonucci müssen demnächst vor dem Sportgericht erscheinen. Stephan Lichtsteiner glaubt daran, dass alle unschuldig sind.

Urteile verkraften

„Das tut einem natürlich leid, für die Spieler, für den Trainer, für den Staff. Wir stehen alle hinter ihnen, so wie wir die Leute kennen, kann das einfach nicht sein. Wir können das nicht glauben und stehen alle hinter ihnen. Und egal, wie das Urteil ausfallen wird, wir werden darüber hinwegkommen. Wir sind stark und werden das verkraften“, sagte er exklusiv gegenüber Goal.com.

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