Hannover-Neuzugang Mame Diouf: „Ich werde hart arbeiten müssen“

EXKLUSIV - Gegen Hertha BSC kam Hannovers Neuer bereits zu seinem ersten Einsatz für die 96er. Goal.com sprach nach dem Spiel mit dem Stürmer über sein Bundesligadebüt.

Von Andreas Becker und Martin Ernst

Diouf stellte Herthas Hubnik vor einige Probleme
Bongarts
Berlin/Hannover. Eine Halbzeit, ein Assist zum entscheidenden Treffer: So wie Mame Biram Diouf am Samstag im Spiel von Hannover 96 gegen Hertha BSC würden wohl alle Neuzugänge gerne für den neuen Klub starten. Hannovers Wintertransfer von Manchester United kam nach der Halbzeit und steckte in der 68. Minute den Ball sehenswert zu Mohammed Abdellaoue durch. Der Norweger hämmerte den Ball umgehend in die Maschen und erzielte das Tor des Tages.

„Besser hätte mein Einstand nicht sein können“

„Ein gutes Gefühl. Besser hätte mein Einstand wohl nicht laufen können. In der zweiten Halbzeit hatten wir mehr Räume, es war ein gutes Spiel und ich habe es genossen“, beschrieb Diouf sein Debüt für die 96er exklusiv gegenüber Goal.com. Eine andere Gangart als auf der Insel will Diouf dabei aber nicht ausgemacht haben. „Ich finde den Unterschied zur englischen Liga nicht so groß, vielleicht etwas anspruchsvoller, weil der Schiedsrichter schneller ein Foul pfeift“, so der Senegalese weiter.

Diouf auf Abdellaoue - Tor!

Dass er mit der laufenden Torgarantie Abdellaoue einen kompetenten Sturm-Partner hat, sei ihm bereits in den wenigen ersten Trainingseinheiten klar geworden. „Ich habe im Training versucht mir zu merken, welche Laufwege er nimmt. Er bewegt sich gut und viel – und wenn er so wie heute den Ball kriegt, macht er ihn“, erklärte Diouf.

„Ich werde hart arbeiten müssen, wenn ich in die Startelf will“

Allerdings weiß der Offensivmann auch, dass er mit ebenjenem Abdellaoue und Jan Schlaudraff sowie dem Ivorer Ya Konan fähige Konkurrenten im Sturm hat. Gegen Berlin ging Slomkas Taktik, im zweiten Durchgang mit drei Angreifern zu spielen, auf. Ob sich Diouf am nächsten Samstag gegen Mainz bereits in der Startelf wiederfindet? „Ich gebe einfach mein Bestes. Aber ich werde auch hart arbeiten müssen, wenn ich nächste Woche in der Startelf stehen möchte. Es ist Sache des Trainers, wenn er den Zeitpunkt für gekommen hält, wird er mich aufstellen“, zeigte sich 24-Jährige gelassen.

Bei United und SAF auf dem Abstellgleis

Erstmal wieder auf dem Niveau zu spielen, dürfte für Diouf ohnehin Grund genug zur Freude sein. In Manchester schob ihn Sir Alex Ferguson zuletzt in die zweite Mannschaft ab, auch deswegen wurde Diouf nicht in die Nationalelf Senegals berufen, die dann beim noch laufenden Afrika-Cup aber sang- und klanglos ausschied. „Dass wir das erste Spiel gleich verloren haben war ganz schlecht, damit steht man im zweiten Spiel unter Druck. Jetzt müssen wir uns sammeln und dann wieder hart arbeiten“, kommentierte Diouf das Ausscheiden. In Hannover wird er sich wohl bald wieder für weiter Senegal-Einsätze empfehlen können.



In den Fussspuren von Ba und Cissé?

Nach dem früheren Hoffenheimer Demba Ba und Papiss Cissé, bis vor kurzem noch für den SC Freiburg auf Torejagd, könnte Diouf der nächste Senegalese sein, der in der Bundesliga auf sich aufmerksam macht. Bevor er sich für den Sprung nach Deutschland entschied, hat sich der Neu-Hannoveraner mit Landsmann Cissé kurz geschlossen. „Ich habe mit Cissé gesprochen und er hat viel Gutes über die Bundesliga erzählt. Dann habe ich mir gesagt, na gut, warum nicht?“, verriet Diouf schmunzelnd gegenüber Goal.com.

„Slomka weiß, wie er mit den Spielern reden muss“

Was er bis jetzt von der niedersächsischen Landeshauptstadt und dem Vereinsumfeld mitbekommen habe, gefällt Diouf: „Ich wurde sehr gut aufgenommen und bin sehr zufrieden. Es ist nur leider sehr kalt“, sagte der flinke Angreifer nach seinem ersten Einsatz auf deutschem Boden. Auch für seinen neuen Trainer fand Diouf lobende Worte: „Er weiß, wie er mit den Spielern reden muss. Das ist wichtig und das kann er gut.“

Slomka und Avevor loben den Neu-96er

Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel äußerte Slomka sich ähnlich positiv über seinen neuen Stürmer: „Ich fand ihn sehr auffällig, schnell und robust. Er hat sich aufgerieben, ich habe einen sehr positiven Eindruck“, so Slomka. Auch bei seine Teamkameraden scheint Diouf spielerisch wie menschlich gut anzukommen: „Für die Mannschaft ist er wichtig, er hat vorne viele Bälle gehalten und auch nach hinten mitgemacht. Menschlich ist er ein Supertyp und kann der Mannschaft noch weiterhelfen“, sagte Abwehrtalent Avevor exklusiv gegenüber Goal.com.

Was meint ihr? Ist Diouf eine Bereicherung für Hannover 96?


 
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