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Bernd Schneider schwärmt: „Reus und Götze können Spiele allein entscheiden“
EXKLUSIV - Bernd Schneider hat in seiner langen Karriere als Fußballprofi eine Menge erlebt. Im Goal.com-Interview äußert er sich zu allen brandaktuellen Themen.
Von Andreas Becker
Bongarts
Berlin. Im Mai 2010 trat Bernd Schneider wegen einer Verletzung von der großen Fußballbühne ab. „Schnix“ absolvierte insgesamt 296 Bundesliga-Spiele und 81 Länderspiele; er stand 2002 sowohl im Finale der Champions League mit Bayer Leverkusen als auch bei der WM. Vier Jahre später wurde er mit Deutschland Dritter bei der Heim-WM. Am letzten Wochenende schnürte der „weiße Brasilianer“ die Fußballschuhe für das Bayer-Traditionsteam beim Flexstrom-Cup in Berlin (Bericht).
Schneider hat nichts verlernt
Wie in den guten alten Zeiten zeigte Schneider Tricks am Ball und erzielte den einen oder anderen Treffer. Am Ende holte er mit seinem Team sogar den Titel. Und obwohl der inzwischen 38-Jährige knapp zwei Jahre aus dem Profifußball raus ist, verfolgt er noch sehr genau, was passiert und welche brisanten Themen es gibt.
Keine Chance im Achtelfinale?
Seinem Ex-Klub traut er im Achtelfinale der Champions League gegen den FC Barcelona zum Beispiel nur wenig zu. „Die Chancen sind mit Sicherheit gering“, sagte Schneider im exklusiven Gespräch mit Goal.com. „Aber egal, gegen wen man gespielt hätte, es wäre ein schweres Los geworden. Mit dem Champions-League-Sieger hat man die derzeit überragende Mannschaft der Welt zugelost bekommen, mit ihren vielen tollen Einzelspielern. Das wird sehr, sehr schwer“, sagte Schneider.
Kälte soll gegen Barca helfen
Noch sei aber nicht alles verloren. Eine große Hoffnung könnte demnach das deutsche Wetter sein. „Ich hoffe, dass es noch ein bisschen kälter wird in Deutschland. Vielleicht tauen die Barca-Spieler dann nicht so auf, wie man es kennt. Und vielleicht liegt darin die Chance und man kann die Gunst der Stunde nutzen. Zumindest einen Heimsieg schaffen, das wäre natürlich auch schon eine Sensation“, so „Schnix“. „Die Spieler sollten viel Spaß und Freude bei dieser Partie haben“, ergänzte er.
Reus und Götze machen Spaß
Eine hohe Meinung hat Bernd Schneider von seinen Nachfolgern in der Nationalmannschaft, Marco Reus und Mario Götze. Beide sorgen bei Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund für Furore. Ihnen gehört die Zukunft. „Sie sind sehr variable und technisch stark beschlagene Spieler, die eine Eins-zu-Eins-Situation suchen und diese auch auflösen können. Das macht sie aus, und gerade solche individuellen Stärken braucht eine Mannschaft, besonders auf dem hohen taktischen Niveau heutzutage“, sagte Schneider zu Goal.com. „Solche Spieler können ein Spiel auch mal allein entscheiden. Sie sind technisch sehr anspruchsvoll. Es macht großen Spaß, ihnen und der deutschen Nationalmannschaft zuzugucken“, sagte er.
Deutschland gehört zu den Favoriten
Leichtes Spiel also bei der Europameisterschaft für die DFB-Elf in diesem Sommer? Mitnichten. „Deutschland gehört sicherlich zu den großen Favoriten dazu. Klar, die Spanier hat man auf der Rechnung, die Holländer und vielleicht die ein oder andere Mannschaft wie England. Oder vielleicht auch eine Mannschaft, mit der man noch gar nicht rechnet“, ist die Meinung des ehemaligen Nationalspielers. „Deutschland hat eine schwere Gruppe erwischt, die sie auch erst einmal überstehen müssen. Wenn man weiterkommt, braucht man dann auch das Glück auf seiner Seite“, meinte Schneider.

Faire Lösung im Fall Ballack
Zur Debatte, ob Michael Ballack vernünftig aus der deutschen Nationalmannschaft verabschiedet werden sollte, äußerte sich Bernd Schneider auch noch. Beide haben viele Jahre zusammen in der DFB-Elf gespielt. „Das kann man schwer beantworten. Ich finde, dass er viel geleistet hat für den deutschen Fußball. Er hat über zehn Jahre auf Top-Niveau gespielt, sich immer fair verhalten. Am Ende müssen das die Parteien untereinander klären“, erklärte Schneider. „Mit Sicherheit ist da einiges schief gelaufen, einige haben da Fehler gemacht, die sie heute mit Sicherheit auch bereuen, aber vielleicht gibt es ja noch eine Lösung“, hofft Schneider.
Eure Meinung: Teilt Ihr Bernd Schneiders Ansichten?
Schneider hat nichts verlernt
Wie in den guten alten Zeiten zeigte Schneider Tricks am Ball und erzielte den einen oder anderen Treffer. Am Ende holte er mit seinem Team sogar den Titel. Und obwohl der inzwischen 38-Jährige knapp zwei Jahre aus dem Profifußball raus ist, verfolgt er noch sehr genau, was passiert und welche brisanten Themen es gibt.
Keine Chance im Achtelfinale?
Seinem Ex-Klub traut er im Achtelfinale der Champions League gegen den FC Barcelona zum Beispiel nur wenig zu. „Die Chancen sind mit Sicherheit gering“, sagte Schneider im exklusiven Gespräch mit Goal.com. „Aber egal, gegen wen man gespielt hätte, es wäre ein schweres Los geworden. Mit dem Champions-League-Sieger hat man die derzeit überragende Mannschaft der Welt zugelost bekommen, mit ihren vielen tollen Einzelspielern. Das wird sehr, sehr schwer“, sagte Schneider.
Kälte soll gegen Barca helfen
Noch sei aber nicht alles verloren. Eine große Hoffnung könnte demnach das deutsche Wetter sein. „Ich hoffe, dass es noch ein bisschen kälter wird in Deutschland. Vielleicht tauen die Barca-Spieler dann nicht so auf, wie man es kennt. Und vielleicht liegt darin die Chance und man kann die Gunst der Stunde nutzen. Zumindest einen Heimsieg schaffen, das wäre natürlich auch schon eine Sensation“, so „Schnix“. „Die Spieler sollten viel Spaß und Freude bei dieser Partie haben“, ergänzte er.
Reus und Götze machen Spaß
Eine hohe Meinung hat Bernd Schneider von seinen Nachfolgern in der Nationalmannschaft, Marco Reus und Mario Götze. Beide sorgen bei Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund für Furore. Ihnen gehört die Zukunft. „Sie sind sehr variable und technisch stark beschlagene Spieler, die eine Eins-zu-Eins-Situation suchen und diese auch auflösen können. Das macht sie aus, und gerade solche individuellen Stärken braucht eine Mannschaft, besonders auf dem hohen taktischen Niveau heutzutage“, sagte Schneider zu Goal.com. „Solche Spieler können ein Spiel auch mal allein entscheiden. Sie sind technisch sehr anspruchsvoll. Es macht großen Spaß, ihnen und der deutschen Nationalmannschaft zuzugucken“, sagte er.
Deutschland gehört zu den Favoriten
Leichtes Spiel also bei der Europameisterschaft für die DFB-Elf in diesem Sommer? Mitnichten. „Deutschland gehört sicherlich zu den großen Favoriten dazu. Klar, die Spanier hat man auf der Rechnung, die Holländer und vielleicht die ein oder andere Mannschaft wie England. Oder vielleicht auch eine Mannschaft, mit der man noch gar nicht rechnet“, ist die Meinung des ehemaligen Nationalspielers. „Deutschland hat eine schwere Gruppe erwischt, die sie auch erst einmal überstehen müssen. Wenn man weiterkommt, braucht man dann auch das Glück auf seiner Seite“, meinte Schneider.

Faire Lösung im Fall Ballack
Zur Debatte, ob Michael Ballack vernünftig aus der deutschen Nationalmannschaft verabschiedet werden sollte, äußerte sich Bernd Schneider auch noch. Beide haben viele Jahre zusammen in der DFB-Elf gespielt. „Das kann man schwer beantworten. Ich finde, dass er viel geleistet hat für den deutschen Fußball. Er hat über zehn Jahre auf Top-Niveau gespielt, sich immer fair verhalten. Am Ende müssen das die Parteien untereinander klären“, erklärte Schneider. „Mit Sicherheit ist da einiges schief gelaufen, einige haben da Fehler gemacht, die sie heute mit Sicherheit auch bereuen, aber vielleicht gibt es ja noch eine Lösung“, hofft Schneider.
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