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Bayern-Manager Christian Nerlinger: „Wir wollen in Europa eine prägende Rolle spielen!“
EXKLUSIV - Vor dem Gastspiel des FC Bayern München in Indien äußerte sich Bayerns Manager Christian Nerlinger ausführlich in einem großen Goal.com-Interview.
Bongarts
Delhi. Der deutsche Rekordmeister FC Bayern München befindet sich in der Vorbereitung auf die Bundesliga-Rückrunde. Vor dem Testspiel gegen die indische Nationalmannschaft hat sich Bayerns Manager Christian Nerlinger exklusiv mit Goal.com und unserem Medienpartner tenaction+ unterhalten.
Sie haben wohl den schwierigsten Job im deutschen Fußball übernommen, als Sie Uli Hoeneß als Hauptverantwortlicher beim FC Bayern München beerbt haben. Dieser ist wohl der erfolgreichste deutsche Manager im Fußball-Geschäft. Welches war für Sie die größte Herausforderung?
Christian Nerlinger: Ja, es ist wirklich der „schwierigste Job“ wie Sie sagen, aber ich sage auch, dass es der interessanteste Job im Fußball-Geschäft ist. Natürlich hat Bayern München vor allem national eine dominierende Rolle gespielt, ebenso auch in Europa. Natürlich ist es eine anspruchsvolle Aufgabe den erfolgreichsten Manager der Geschichte zu beerben, aber Uli Hoeneß ist ja noch immer als Präsident im Verein dabei. Außerdem habe ich sehr erfahrene Menschen um mich herum, wie Karl-Heinz Rummenigge und Karl Hopfner. Es macht mir sehr viel Spaß beim FC Bayern in dieser Position zu arbeiten.
Was umfasst Ihre Position als Sportdirektor beim FC Bayern? Welche Aufgaben fallen in Ihren Verantwortungsbereich?
Christian Nerlinger: Wie der Name schon sagt: Es ist der Sport, der Fußball. Ich bin verantwortlich für alle Aktivitäten der ersten Mannschaft, für die gesamte Jugendabteilung, für das Scouting und die medizinische Abteilung. Es gibt also eine Menge zu tun.

Sie haben erst vor kurzem ihren Vertrag verlängert. Wie sehen Sie die Vertragsverlängerung und was sind Ihre Ziele für die Zukunft?
Christian Nerlinger: Ja, es ist schon etwas anderes, einen Vertrag zu unterzeichnen und Uli Hoeneß zu beerben oder den bestehenden Vertrag zu verlängern. Dies zeigt mir, dass die Leute zufrieden sind mit meiner Arbeit. Für mich ist es einfach nur fantastisch, meine Arbeit bei Bayern München fortsetzen zu können und natürlich wollen wir der erfolgreichste Verein Deutschlands bleiben. Wir wollen Titel gewinnen und vor allem in Europa eine prägende Rolle spielen. Ich glaube, vor allem in dieser Saison haben wir ein Team, das die Champions League gewinnen kann und das ist unser größtes Ziel in diesem Jahr.
Bayern München ist der finanziell stabilste und profitabelste Verein in Europa. Sehen Sie die UEFA Financial Fair Play Regelung als eine Stärkung für den FC Bayern und ihre finanzielle Vorgehensweise? Welche Auswirkungen wird diese Regelung auf andere europäische Top-Klubs in Europa haben?
Christian Nerlinger: Ja ich hoffe sehr, dass die Financial Fair Play Regelungen eine wichtige Rolle spielen werden in Zukunft. Sie sehen doch gerade an der europäischen Union, was geschieht, wenn es keine finanziellen Regeln gibt - es bricht einfach alles zusammen. Ich glaube, dass es sehr gefährlich ist, wenn große Vereine von nur einer Person abhängig sind, die den Klub mit ihrem Geld unterstützen. Darum ist es wichtig, dass die Financial Fair Play Regelungen eine wichtige Rolle im internationalen Fußball einnehmen. Es ist die einfachste wirtschaftliche Regelung – „gebe nicht mehr Geld aus, als du einnimmst!“ Dies ist es, was alle Vereine einhalten sollten.
Sie haben kürzlich erst wieder die Transferpolitik großer Vereine wie Manchester City oder dem FC Chelsea kritisiert. Wo sehen Sie deren Fehler?
Christian Nerlinger: Erstens sind sie von Personen abhängig, welche den Verein mit ihrem privaten Geld unterstützen. Und wenn Sie eine Bilanz haben, die ein Minus von 125 Millionen aufweist, dann läuft etwas in die falsche Richtung. In diesem Falle, ist es enorm wichtig die Vorgehensweise zu ändern.
Bayern blickt auf neue Märkte, um die Marke „FC Bayern“ auch dort bekannt zu machen. Warum ist Indien genau der richtige Ort dafür?
Christian Nerlinger: Es ist sehr wichtig, gute und starke Partner zu haben. Unsere Partner - Audi, Allianz, Adidas und Lufthansa – sind sehr an dem indischen Markt interessiert, der für sie und vor allem auch für uns wichtig ist. Wir haben gute Erfahrungen gesammelt, denn schon vor einigen Jahren sind wir nach Kalkutta gereist, um dort das Abschiedsspiel von Oliver Kahn zu bestreiten. 125.000 Zuschauer waren damals im Stadion, 50.000 Fans waren vor den Stadiontoren. Es herrschte großer Enthusiasmus und großer Motivation – Grund genug für uns, erneut nach Indien zu kommen.

Was kann der FC Bayern tun, um den Fußball in Indien zu promoten? Wie könnten Lösungen aussehen, um den Fußball im Land populärer zu machen?
Christian Nerlinger: Als erstes würde ich die Infrastruktur nennen. Es muss etwas geschaffen werden, um junge Menschen zum Fußball zu bringen. Eine frühe Ausbildung in diesem Bereich ist enorm wichtig. Es muss die Liebe zum Fußball geweckt werden. Nur über die Leidenschaft und die Liebe zum Spiel ist eine gute Entwicklung möglich.
Wie sehr freuen Sie sich auf die Indienreise und den Audi Fußball Gipfel am 10. Januar? Wie würden Sie die Rolle von Audi im indischen Kontext beschreiben?
Christian Nerlinger: Wie ich gesagt habe, Audi ist ein sehr starker und wichtiger Partner für uns und vom ökonomischen Standpunkt aus gesehen ebenso am indischen Markt interessiert, wie wir. Für uns ist es eine großartige Erfahrung. Es wird eine kurze, aber schöne Reise. Wir freuen uns darauf, weil wir bereits erfahren haben, wie viele Sympathien wir in Indien besitzen. Also wird es einerseits eine tolle Erfahrung. Andererseits ist es für uns ein Vorbereitungsspiel für die Rückrunde, das wir sehr ernst nehmen. Aus sportlicher Perspektive werden wir zu 100 Prozent konzentriert sein.
Indien gilt im Weltfußball noch als schlafender Riese. Bayern München reist regelmäßig dorthin – Wie wichtig ist es, sich auf diesem Markt zu engagieren?
Christian Nerlinger: Es ist wichtig, und auch, dass man sich regelmäßig dort engagiert. Es ist nicht gut, nur dann und wann hinzureisen, wieder abzufliegen und das war‘s. Und wir müssen dort natürlich mit der ersten Mannschaft vertreten sein. Es muss aber auch weitere Aktivitäten geben. Zum Beispiel der Youth Cup, bei dem über 1.000 junge indische Spieler vom FC Bayern gescoutet wurden. Wir haben unseren früheren Chef-Scout und Legende Paul Breitner nach Indien geschickt, um einen Blick auf diese jungen Spieler zu werfen. Er war absolut enthusiastisch als er zurückkam und hat eine Menge Potential gesehen. Ich denke, dieses Engagement bringt uns eine gute Partnerschaft und eine Menge Sympathien in Indien.
Sie haben wohl den schwierigsten Job im deutschen Fußball übernommen, als Sie Uli Hoeneß als Hauptverantwortlicher beim FC Bayern München beerbt haben. Dieser ist wohl der erfolgreichste deutsche Manager im Fußball-Geschäft. Welches war für Sie die größte Herausforderung?
Christian Nerlinger: Ja, es ist wirklich der „schwierigste Job“ wie Sie sagen, aber ich sage auch, dass es der interessanteste Job im Fußball-Geschäft ist. Natürlich hat Bayern München vor allem national eine dominierende Rolle gespielt, ebenso auch in Europa. Natürlich ist es eine anspruchsvolle Aufgabe den erfolgreichsten Manager der Geschichte zu beerben, aber Uli Hoeneß ist ja noch immer als Präsident im Verein dabei. Außerdem habe ich sehr erfahrene Menschen um mich herum, wie Karl-Heinz Rummenigge und Karl Hopfner. Es macht mir sehr viel Spaß beim FC Bayern in dieser Position zu arbeiten.
Was umfasst Ihre Position als Sportdirektor beim FC Bayern? Welche Aufgaben fallen in Ihren Verantwortungsbereich?
Christian Nerlinger: Wie der Name schon sagt: Es ist der Sport, der Fußball. Ich bin verantwortlich für alle Aktivitäten der ersten Mannschaft, für die gesamte Jugendabteilung, für das Scouting und die medizinische Abteilung. Es gibt also eine Menge zu tun.

Sie haben erst vor kurzem ihren Vertrag verlängert. Wie sehen Sie die Vertragsverlängerung und was sind Ihre Ziele für die Zukunft?
Christian Nerlinger: Ja, es ist schon etwas anderes, einen Vertrag zu unterzeichnen und Uli Hoeneß zu beerben oder den bestehenden Vertrag zu verlängern. Dies zeigt mir, dass die Leute zufrieden sind mit meiner Arbeit. Für mich ist es einfach nur fantastisch, meine Arbeit bei Bayern München fortsetzen zu können und natürlich wollen wir der erfolgreichste Verein Deutschlands bleiben. Wir wollen Titel gewinnen und vor allem in Europa eine prägende Rolle spielen. Ich glaube, vor allem in dieser Saison haben wir ein Team, das die Champions League gewinnen kann und das ist unser größtes Ziel in diesem Jahr.
Bayern München ist der finanziell stabilste und profitabelste Verein in Europa. Sehen Sie die UEFA Financial Fair Play Regelung als eine Stärkung für den FC Bayern und ihre finanzielle Vorgehensweise? Welche Auswirkungen wird diese Regelung auf andere europäische Top-Klubs in Europa haben?
Christian Nerlinger: Ja ich hoffe sehr, dass die Financial Fair Play Regelungen eine wichtige Rolle spielen werden in Zukunft. Sie sehen doch gerade an der europäischen Union, was geschieht, wenn es keine finanziellen Regeln gibt - es bricht einfach alles zusammen. Ich glaube, dass es sehr gefährlich ist, wenn große Vereine von nur einer Person abhängig sind, die den Klub mit ihrem Geld unterstützen. Darum ist es wichtig, dass die Financial Fair Play Regelungen eine wichtige Rolle im internationalen Fußball einnehmen. Es ist die einfachste wirtschaftliche Regelung – „gebe nicht mehr Geld aus, als du einnimmst!“ Dies ist es, was alle Vereine einhalten sollten.
Sie haben kürzlich erst wieder die Transferpolitik großer Vereine wie Manchester City oder dem FC Chelsea kritisiert. Wo sehen Sie deren Fehler?
Christian Nerlinger: Erstens sind sie von Personen abhängig, welche den Verein mit ihrem privaten Geld unterstützen. Und wenn Sie eine Bilanz haben, die ein Minus von 125 Millionen aufweist, dann läuft etwas in die falsche Richtung. In diesem Falle, ist es enorm wichtig die Vorgehensweise zu ändern.
Bayern blickt auf neue Märkte, um die Marke „FC Bayern“ auch dort bekannt zu machen. Warum ist Indien genau der richtige Ort dafür?
Christian Nerlinger: Es ist sehr wichtig, gute und starke Partner zu haben. Unsere Partner - Audi, Allianz, Adidas und Lufthansa – sind sehr an dem indischen Markt interessiert, der für sie und vor allem auch für uns wichtig ist. Wir haben gute Erfahrungen gesammelt, denn schon vor einigen Jahren sind wir nach Kalkutta gereist, um dort das Abschiedsspiel von Oliver Kahn zu bestreiten. 125.000 Zuschauer waren damals im Stadion, 50.000 Fans waren vor den Stadiontoren. Es herrschte großer Enthusiasmus und großer Motivation – Grund genug für uns, erneut nach Indien zu kommen.

Was kann der FC Bayern tun, um den Fußball in Indien zu promoten? Wie könnten Lösungen aussehen, um den Fußball im Land populärer zu machen?
Christian Nerlinger: Als erstes würde ich die Infrastruktur nennen. Es muss etwas geschaffen werden, um junge Menschen zum Fußball zu bringen. Eine frühe Ausbildung in diesem Bereich ist enorm wichtig. Es muss die Liebe zum Fußball geweckt werden. Nur über die Leidenschaft und die Liebe zum Spiel ist eine gute Entwicklung möglich.
Wie sehr freuen Sie sich auf die Indienreise und den Audi Fußball Gipfel am 10. Januar? Wie würden Sie die Rolle von Audi im indischen Kontext beschreiben?
Christian Nerlinger: Wie ich gesagt habe, Audi ist ein sehr starker und wichtiger Partner für uns und vom ökonomischen Standpunkt aus gesehen ebenso am indischen Markt interessiert, wie wir. Für uns ist es eine großartige Erfahrung. Es wird eine kurze, aber schöne Reise. Wir freuen uns darauf, weil wir bereits erfahren haben, wie viele Sympathien wir in Indien besitzen. Also wird es einerseits eine tolle Erfahrung. Andererseits ist es für uns ein Vorbereitungsspiel für die Rückrunde, das wir sehr ernst nehmen. Aus sportlicher Perspektive werden wir zu 100 Prozent konzentriert sein.
Indien gilt im Weltfußball noch als schlafender Riese. Bayern München reist regelmäßig dorthin – Wie wichtig ist es, sich auf diesem Markt zu engagieren?
Christian Nerlinger: Es ist wichtig, und auch, dass man sich regelmäßig dort engagiert. Es ist nicht gut, nur dann und wann hinzureisen, wieder abzufliegen und das war‘s. Und wir müssen dort natürlich mit der ersten Mannschaft vertreten sein. Es muss aber auch weitere Aktivitäten geben. Zum Beispiel der Youth Cup, bei dem über 1.000 junge indische Spieler vom FC Bayern gescoutet wurden. Wir haben unseren früheren Chef-Scout und Legende Paul Breitner nach Indien geschickt, um einen Blick auf diese jungen Spieler zu werfen. Er war absolut enthusiastisch als er zurückkam und hat eine Menge Potential gesehen. Ich denke, dieses Engagement bringt uns eine gute Partnerschaft und eine Menge Sympathien in Indien.
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Wie bleibt ihr unterwegs am Ball? Verpasst kein Ergebnis mehr!
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