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Trotz Trainerdiskussion: Hertha gegen Schalke unbeeindruckt
Gegen abgebrühte Knappen zeigte Hertha BSC am Freitagabend eines der besseren Heimspiele der Saison. Verunsicherung war der Mannschaft trotz der Trainerfrage nicht anzumerken.
Von Kornel Pracki und Martin Ernst
Getty Images
Berlin. Seit Tagen stellt man sich in der Hauptstadtpresse die Frage, ob die lodernde Trainerdiskussion sich nicht negativ auf die Leistungen der Mannschaft auswirken könne. Allerdings legte das Auftreten der Herthaner am Freitagabend diesen Schluss nicht unbedingt nahe: Hertha BSC verlor gegen Schalke 04 zwar knapp mit 1:2, eine große Verunsicherung war dem Team dabei aber nicht unbedingt anzumerken. In punkto Einsatz ließ die Mannschaft wenig vermissen.
Lell: „Nicht den Anschein, dass Babbel mit dem Kopf woanders wäre“
Auch Herthas Rechtsverteidiger Christian Lell dementierte, dass das Thema die Mannschaft beeinflusse. „Uns nervt das weniger. Am Ende des Tages beeinflusst uns das nicht auf dem Platz. Wir ziehen unser Ding so oder so durch, egal was da spekuliert wird oder was sich der Trainer für Gedanken macht. Ich kann nur sagen, der Trainer arbeitet weiter professionell, es macht nicht den Anschein, dass er mit dem Kopf schon woanders wäre. Im Gegenteil, er ist bei der Mannschaft und die versucht alles zu geben, wie wir heute gesehen haben“, sagte Lell nach der Niederlage gegen Schalke exklusiv gegenüber Goal.com.
Hertha führt – auf dem Statistikbogen
Die Leistung der Herthaner an diesem Abend schien Lells Kommentar zu bestätigen – trotz der Niederlage gegen clevere und effektivere Knappen. Gegen den Europa-League-Teilnehmer lieferte Babbels Mannschaft im Vergleich zu den blutleeren Auftritten gegen Nürnberg, Mainz 05 oder Borussia Mönchengladbach eines der besseren Heimspiele in dieser Saison ab. In Sachen Torschüssen (14 Hertha/10 Schalke), Ecken (11/3), Flanken (12/6), Ballbesitz (60%/40) und gewonnenen Zweikämpfen (52%/48) führten die Gastgeber zumindest auf dem Statistikbogen.
Gegen Schalke fehlte der finale Pass
Dafür kam den Berlinern gegen S04 die letzte Konsequenz vor dem gegnerischen Tor abhanden, mit der sie in dieser Saison unter anderem schon Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen oder Werder Bremen das Leben schwer gemacht hatten. „Schalke hatte halt Mr. 100%“, sagte Mittelfeldspieler Peter Niemeyer exklusiv gegenüber Goal.com, nachdem Klaas Jan Huntelaar Schalke zuvor mit der ersten richtigen Torchance in Führung gebracht hatte. Damit verwies der frühere Bremer gleichzeitig auf den qualitativen Unterschied, der zwischen Schalke und Berlin de facto besteht. „Der letzte Pass fehlte heute bei uns“, brachte Lell den Grund der Niederlage auf den Punkt.
„Gefahr, dass wir einen guten Eindruck verspielen“
Darum warnte der frühere Münchner davor, mit den letzten Saisonspielen den insgesamt passablen Gesamteindruck des Aufsteigers zunichte zu machen. „Wir haben in den letzten Wochen sehr viele Punkte liegen lassen. Die Gefahr ist da, dass wir einen guten Eindruck verspielen. Aber auch die Chance einen versöhnlichen Abschluss zu schaffen. Da werden wir alles dran setzten und in Hoffenheim punkten und im DFB weiterkommen. Es kann aber auch in beide Richtungen gehen“, so Lell exklusiv gegenüber Goal.com. Ob, und wenn, wie sehr sich der Rummel um die Trainerfrage auf das Team auswirkt, dass wird sich also auch in den verbleibenden Spielen gegen Hoffenheim in der Liga und Kaiserslautern im DFB-Pokal noch weiter zeigen müssen.
Babbel zum Medien-Hype: „Ich habe 15 Jahre bei den Bayern gespielt“
Hertha-Coach Babbel äußerte sich auch nach dem Schalke-Spiel nicht zu dem Thema. Auf der Pressekonferenz nach Pfiffen, die vor dem Spiel aus der Ostkurve kamen, befragt, antwortete Babbel etwas ironisch: „Das ist der Grund wieso ich immer etwas später rauskomme.“ Und fügte hinzu: „Mit Druck kann ich sehr gut umgehen, da ich 16 Jahre bei den Bayern gespielt habe. Es macht immer noch wahnsinnig Spaß mit diesem Team in Berlin zu arbeiten“, so Babbel.
Was meint ihr? Ist der Medienrummel um Babbel übertrieben oder angemessen?
Lell: „Nicht den Anschein, dass Babbel mit dem Kopf woanders wäre“
Auch Herthas Rechtsverteidiger Christian Lell dementierte, dass das Thema die Mannschaft beeinflusse. „Uns nervt das weniger. Am Ende des Tages beeinflusst uns das nicht auf dem Platz. Wir ziehen unser Ding so oder so durch, egal was da spekuliert wird oder was sich der Trainer für Gedanken macht. Ich kann nur sagen, der Trainer arbeitet weiter professionell, es macht nicht den Anschein, dass er mit dem Kopf schon woanders wäre. Im Gegenteil, er ist bei der Mannschaft und die versucht alles zu geben, wie wir heute gesehen haben“, sagte Lell nach der Niederlage gegen Schalke exklusiv gegenüber Goal.com.
Hertha führt – auf dem Statistikbogen
Die Leistung der Herthaner an diesem Abend schien Lells Kommentar zu bestätigen – trotz der Niederlage gegen clevere und effektivere Knappen. Gegen den Europa-League-Teilnehmer lieferte Babbels Mannschaft im Vergleich zu den blutleeren Auftritten gegen Nürnberg, Mainz 05 oder Borussia Mönchengladbach eines der besseren Heimspiele in dieser Saison ab. In Sachen Torschüssen (14 Hertha/10 Schalke), Ecken (11/3), Flanken (12/6), Ballbesitz (60%/40) und gewonnenen Zweikämpfen (52%/48) führten die Gastgeber zumindest auf dem Statistikbogen.
Gegen Schalke fehlte der finale Pass
Dafür kam den Berlinern gegen S04 die letzte Konsequenz vor dem gegnerischen Tor abhanden, mit der sie in dieser Saison unter anderem schon Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen oder Werder Bremen das Leben schwer gemacht hatten. „Schalke hatte halt Mr. 100%“, sagte Mittelfeldspieler Peter Niemeyer exklusiv gegenüber Goal.com, nachdem Klaas Jan Huntelaar Schalke zuvor mit der ersten richtigen Torchance in Führung gebracht hatte. Damit verwies der frühere Bremer gleichzeitig auf den qualitativen Unterschied, der zwischen Schalke und Berlin de facto besteht. „Der letzte Pass fehlte heute bei uns“, brachte Lell den Grund der Niederlage auf den Punkt.
„Gefahr, dass wir einen guten Eindruck verspielen“
Darum warnte der frühere Münchner davor, mit den letzten Saisonspielen den insgesamt passablen Gesamteindruck des Aufsteigers zunichte zu machen. „Wir haben in den letzten Wochen sehr viele Punkte liegen lassen. Die Gefahr ist da, dass wir einen guten Eindruck verspielen. Aber auch die Chance einen versöhnlichen Abschluss zu schaffen. Da werden wir alles dran setzten und in Hoffenheim punkten und im DFB weiterkommen. Es kann aber auch in beide Richtungen gehen“, so Lell exklusiv gegenüber Goal.com. Ob, und wenn, wie sehr sich der Rummel um die Trainerfrage auf das Team auswirkt, dass wird sich also auch in den verbleibenden Spielen gegen Hoffenheim in der Liga und Kaiserslautern im DFB-Pokal noch weiter zeigen müssen.
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Hertha-Coach Babbel äußerte sich auch nach dem Schalke-Spiel nicht zu dem Thema. Auf der Pressekonferenz nach Pfiffen, die vor dem Spiel aus der Ostkurve kamen, befragt, antwortete Babbel etwas ironisch: „Das ist der Grund wieso ich immer etwas später rauskomme.“ Und fügte hinzu: „Mit Druck kann ich sehr gut umgehen, da ich 16 Jahre bei den Bayern gespielt habe. Es macht immer noch wahnsinnig Spaß mit diesem Team in Berlin zu arbeiten“, so Babbel.
Was meint ihr? Ist der Medienrummel um Babbel übertrieben oder angemessen?
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