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Marc-Andre ter Stegen: „Ich unterschreibe keinen Vertrag, wenn ich wechseln will“
Er ist einer der Gründe, warum es für die Borussia in der letzten Saison noch mit dem Klassenerhalt geklappt hat und aktuell so gut läuft. Goal.com hat mit ihm exklusiv gesprochen.
Von Daniel Buse
Berlin. Bei Borussia Mönchengladbach häufen sich in letzter Zeit die guten Nachrichten. Nach dem Klassenerhalt in letzter Minute – sprich: Relegationssieg gegen Bochum – stürmen die „Fohlen“ in der Hinrunde durch die Bundesliga und mischen als aktueller Tabellendritter ganz oben mit. Das 1:1 gegen den Meister aus Dortmund war am letzten Wochenende der letzte Beweis, dass der Erfolg unter Trainer Lucien Favre kein Zufall ist. Und mit einem jungen Team um Marco Reus, Patrick Herrmann, Havard Nordtveit und Tony Jantschke gehört die Zukunft den Borussen, wenn die Mannschaft zusammen gehalten werden kann.
Retter in der Schlussphase
Ein weiterer Garant für den Erfolg ist Marc-Andre ter Stegen. Der 19-jährige Torwart durfte in der Rückrunde der letzten Saison zum ersten Mal zwischen den Pfosten stehen und überzeugt seitdem mit starken Leistungen. Gegen Dortmund rettete er in der Schlussphase bei einem Götze-Schuss seinem Team den einen Punkt – und sprach mit Goal.com exklusiv über die Vergangenheit, die Gegenwart und seine Zukunft in Gladbach.
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Keine Niederlage gegen drei Top-Teams
„Dortmund ist mit dem Selbstbewusstsein aus den letzten Spielen gekommen. Wenn die 1:0 in Führung liegen, ist es schwer zurück zu kommen. Das hat man bei den Bayern gesehen. Wir hätten das Spiel auch verlieren können, aber ich denke, dass Dortmund am Ende auch gut mit dem Punkt leben kann“, erklärt ter Stegen. Die Gladbacher haben mit dem 1:1 die Spiele gegen die Bayern, den BVB und Werder Bremen – also andere Teams aus der Spitzengruppe – ohne Niederlage überstanden und mit aktuell 30 Punkten das Dreifache des Werts aus der Vorsaison auf dem Konto.

Von Woche zu Woche
Die fürchterliche Hinrunde 2010/11, der Trainerwechsel von Michael Frontzeck zu Lucien Favre und der plötzliche Aufschwung, auch für ter Stegen: All das ist für den Torwart ein Zeichen, wie schnell es im Fußball gehen kann. „Es wird immer als lächerlich dargestellt, dass wir nur von Woche zu Woche denken, aber das ist das, was uns zuletzt ausgezeichnet hat. Das, was in vier oder fünf Monaten ist, kann man jetzt doch noch nicht sagen“, wehrt er Fragen nach den Aussichten für den weiteren Saisonverlauf ab wie die Schüsse der gegnerischen Spieler.
„Die Euphorie mitgenommen“
Auf die große Frage, warum es bei den „Fohlen“ auf einmal so gut läuft, hat der Keeper eine Antwort: „Im letzten Jahr hatten wir trotz der schwierigen Situation eine gute Stimmung in der Mannschaft. Das war unser Faustpfand für die letzten Spiele. Ich habe dann zum Glück das Vertrauen vom Trainer bekommen – und bisher sieht es gut aus. Die Euphorie aus den Relegationsspielen gegen Bochum haben wir in die neue Saison mitgenommen“, sagt er. Die Beinahe-Katastrophe als Basis für einen positiven Neustart.
„Keine Alternative“
Die Gladbacher Fans träumen inzwischen wieder von einer großen Mannschaft, die mit den vielen jungen Spielern aufgebaut werden kann, doch ganz soweit ist es noch nicht. Aber immerhin gelang es Sportdirektor Max Eberl, mit einigen Vertragsverlängerungen das Zeichen zu setzen, dass etwas Größeres am Niederrhein entstehen soll. Auch Marc-Andre ter Stegen will und wird ein Teil der neuen Borussia sein, denn er verlängerte seinen Vertrag kürzlich bis ins Jahr 2015. „Es gab für mich keine andere Alternative, als in Gladbach bis 2015 zu unterschreiben“, sagt er zu diesem Schritt.

„Das mit Neuer war ziemlich extrem“
Ter Stegen, der in Gladbach geboren ist und alle Jugendmannschaften des Vereins durchlaufen hat, ist dabei die Identifikationsfigur für die „Fohlen“-Anhänger. „Ich kenne viele Gladbach-Fans und auch einige Ultras und weiß, was in Mönchengladbach los ist. Ich habe zu den Leuten von früher auch nach wie vor Kontakt“, berichtet der Torwart, der damit in einer ähnlichen Situation ist wie Nationalkeeper Manuel Neuer bei seinem früheren Klub FC Schalke 04. Die Anfeindungen, die sich Neuer in diesem Sommer nach der Bekanntgabe seines Wechsels zu den Bayern anhören musste, hat auch ter Stegen aus der Ferne mitbekommen. „Das mit Manuel Neuer war ziemlich extrem, aber das sollte einen als Betroffener nicht interessieren. Man weiß nie, was kommt im Sport. Aber ich unterschreibe auch keinen Vertrag, wenn ich wechseln will“, sagt er und gibt damit ein klares Bekenntnis zur Borussia ab. Dreieinhalb Jahre bleibt Marc-Andre ter Stegen den Gladbacher noch erhalten – mindestens. Und in dieser Zeit können sie noch viel Freude mit dem jungen Torwart haben.
Eure Meinung: Was sagt Ihr zu den Aussagen von Marc-Andre ter Stegen? Und was haltet Ihr von ihm als Torwart?
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