Guus Hiddink zu Anzhi Makhachkala? Der Niederländer will Bedenkzeit

EXKLUSIV - Nach der verpassten EM-Quali gehen Hiddink und der TFF getrennte Wege - nun will sich Anzhi die Dienste des Niederländers sichern. Der zögert aber.

Von Wayne Veysey

Euro 2012 Qualifiers: Guus Hiddink (Turkey)
Getty
Dagestan. Heuert Guus Hiddink bei Anzhi Makhachkala an? Der neureiche russische Klub will den niederländischen Coach nach dessen Scheitern mit der Türkei verpflichten, damit der 65-Jährige den Verein zu einem europäischen Spitzenklub formt - wie Goal.com in Erfahrung bringen konnte, erbittet Hiddink sich aber zunächst Bedenkzeit.

Entscheidung in einigen Wochen

Derzeit agiert Roberto Carlos bei Anzhi als Spielertrainer, der Verein mit so namhaften Akteuren wie Samuel Eto’o, Balazs Dzsudzsak oder Yuri Zhirkov muss sich in der russischen Premier Liga momentan aber mit einem enttäuschenden achten Platz zufriedengeben - zu wenig für die Ansprüche des großzügigen Geldgebers Suleiman Kerimov. Ob Hiddink sich erweichen lässt, bleibt abzuwarten. Eine Entscheidung  soll in einigen Wochen fallen.

Chelsea wollte Hiddink im Sommer

Der erfolgreichste Trainer der niederländischen Geschichte saß in der jüngeren Vergangenheit nur bei einer einzigen Vereinsmannschaft auf dem Trainerstuhl - 2009 beim FC Chelsea. Die „Blues“ wollten Hiddink im Sommer als Nachfolger von Carlo Ancelotti verpflichten, da man sich mit dem türkischen Verband (TFF) - wo Hiddink seinerzeit noch unter Vertrag stand - aber nicht einigen konnte, verpflichteten die Londoner Andre Villas-Boas vom FC Porto.

Rekord-Angebot abgelehnt

Dass Hiddink 2009 überhaupt bei einem Klub anheuerte und sich den täglichen Belastungen des Geschäfts aussetzte, wird vor allem seiner guten Beziehung zu Chelsea-Besitzer Roman Abramovich zugeschrieben. Gut möglich, dass Hiddinks Entscheidung auch von den Entwicklungen bei den Londonern abhängen und er auf ein erneutes Engagement bei den „Blues“ hofft. Die sicherlich großzügige Bezahlung von Anzhi ist natürlich ein gutes Argument für die Russen. Aber: Bereits im Sommer 2010 lehnte Hiddink ein Millionen-Angebot ab. Seinerzeit bot Manchester City ihm die Nachfolge von Roberto Mancini an, 1,16 Millionen Euro wollte man pro Monat zahlen - Hiddink wäre zur bestbezahltesten Person im Fußballgeschäft geworden.

Eure Meinung: Wohin führt die Reise des Guus Hiddink?

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