Benedikt Höwedes sieht große Konkurrenz in der Nationalmannschaft

EXKLUSIV - Goal.com sprach mit Schalke-Kapitän Benedikt Höwedes über das Bundesliga-Spiel gegen Hannover 96 und die kommenden Aufgaben mit der DFB-Elf.

Von Andreas Becker

Höwedes traf gegen Inter (Getty Images)
Getty
Hannover. Über die zweite Minute im Spiel gegen Hannover 96 wollte Benedikt Höwedes nach der Partie nicht mehr allzu viele Worte verlieren. Dem Abwehrspieler von Schalke 04 war bewusst, dass er die große Chance verpasst hatte, seine Mannschaft in Führung zu bringen. Aus vier Metern hatte Höwedes freistehend den Ball in die Wolken gejagt. „Ich hätte da das Tor machen müssen“, gab der 23-Jährige zu. Am Ende trennten sich Hannover und Schalke 2:2.

Der Ball hätte ins Tor gemusst


Ein Ergebnis, mit dem der deutsche Nationalspieler leben konnte. „Ich denke, wir haben ein interessantes Spiel gesehen, wo beide Mannschaften gute Chancen hatten, das Spiel zu gewinnen. Ich denke, man kann mit dem Punkt leben“, sagte Benedikt Höwedes nach dem Abpfiff exklusiv zu Goal.com. Ob Schalke vielleicht sogar etwas Glück gehabt hatte, dass das Spiel mit einem Remis endete, weil Jermaine Jones und Kyrgiakos Papadopoulos zum Ende der ersten Hälfte in zwei strittigen Szenen nicht vom Platz gestellt wurden, darauf reagierte Höwedes nur mit einem Kopfschütteln.

Alles gerecht


„Wir haben auch eine Abseitssituation abgepfiffen bekommen, die keine war. Es gab auf beiden Seiten Situationen, die vielleicht etwas strittig waren. Also ich glaube nicht, dass wir da Glück hatten“, sagte der Schalke-Kapitän, der ein großes Lob für den Matchwinner des Spiels übrig hatte: Teemu Pukki. Der Finne hatte beide Treffer für die Schalker erzielt. „Er hat zwei Tore und ein gutes Spiel gemacht. Er war immer anspielbereit und hat dafür gesorgt, dass wir heute nicht verloren haben.“

Pukki vs. Huntelaar

Höwedes im Formcheck
Spiele
Spielminuten
Tore
Gelbe Karten
Zweikämpfe gewonnen
12
1080
1
3
67,8%

Pukki hat sich am Sonntag ins Rampenlicht gespielt. Doch wie geht es weiter, wenn Klaas-Jan Huntelaar nach seinem Nasenbeinbruch wieder fit ist? „Hunter hat seine Klasse in den letzten Wochen unter Beweis gestellt. Die Frage ist natürlich, wie lange er noch ausfällt. Der Stärkste wird spielen, und dann entscheidet der Trainer“, sagte Höwedes zu Goal.com. Nun ist erst einmal Länderspielpause. Für Benedikt Höwedes geht es zur deutschen Nationalmannschaft, die am Freitag in einem Testspiel auf die Ukraine und am kommenden Dienstag auf die Niederlande trifft.

Höwedes gut in Form


Der 23-Jährige, der sowohl als Innenverteidiger und auch als rechter Außenverteidiger spielen kann, will die Chance nutzen, um sich mit starken Leistungen, am besten in beiden Spielen, einen Vorteil gegenüber seinen Konkurrenten zu verschaffen. Bundestrainer Joachim Löw hat inzwischen nicht nur in der Offensive, sondern auch in der Defensive die Qual der Wahl (lest hier unseren Formcheck der DFB-Abwehr). Benedikt Höwedes hat in dieser Saison bisher alle zwölf Spiele von der ersten bis zur letzten Minute mitgemacht, dabei 67,8 Prozent seiner Zweikämpfe gewonnen und erst drei gelbe Karten kassiert. Gute Werte, die auch Löw bekannt sein dürften.



Der Trainer entscheidet


„Man freut sich immer, zur Nationalmannschaft zu fahren. Es sind immer Erfahrungen international, die man dann sammeln kann. Die sind einmalig“, sagte Benedikt Höwedes im Gespräch mit Goal.com. Ob er in der Startelf steht? „Das bleibt abzuwarten. Ich denke, es gibt zwei, drei Leute, die auf der Position um den Stammplatz kämpfen. Ich bemühe mich natürlich, mit meinen Leistungen aufzufallen. Den Rest entscheidet der Trainer.“

Eure Meinung: Hat Höwedes einen Platz in der ersten Elf verdient?

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