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Alonso auf Anhieb der Chef beim FC Bayern

Der FC Bayern München hat einen neuen Weltstar in die Bundesliga gelockt. Xabi Alonso war auf den Punkt da - und von der ersten Minute an der Chef im Spiel des Rekordmeisters.

Aus Gelsenkirchen berichtet Stefan Döring

Kaum war er da, war er im Spiel des FC Bayern München gegen den FC Schalke 04 auch schon Dreh- und Angelpunkt: Xabi Alonso. Von Beginn an war der Spanier präsent auf dem Platz, forderte und verteilte die Bälle in gewohnter Präzision. Ein starker Auftritt über die ersten 68 Minuten im Trikot seines neuen Arbeitgebers. Er war direkt Chef auf dem Feld.

Er war am Freitag kaum in München angekommen, da erfuhr er schon von Pep Guardiola von seinem Startelf-Einsatz gegen den FC Schalke. "Ich wollte bereit sein und dann sagte der Coach, dass ich starten werde. Ich brauchte ein wenig Ruhe am Abend, weil ich in den letzten Tagen viel unterwegs war. Ich bin aber in guter Verfassung und war bereit für das Spiel", erklärte der 32-Jährige nach dem Spiel in einer beeindruckenden Abgeklärtheit und Ruhe, wie sie wohl nur bei Weltstars zu finden ist.

Rode ist stolz und profitiert von Alonso

Zusammen mit Sebastian Rode spielte er eine Art Doppelsechs. Der junge Kollege war begeistert von dem zweimaligen Champions-League-Sieger: "Es war ein super Gefühl. Wir hatten zwar noch keine Trainingseinheit, haben aber auf dem Platz gesehen, was er für ein herausragender Spieler ist, was er für Bälle gespielt hat. Das war alles mit Bedacht und da ist es für mich auch einfacher, zu glänzen." Doch den 1:1-Ausgleich konnte selbst der neue Superstar des FC Bayern nicht verhindern. Er versuchte noch den Ball zu klären, doch schoss nur Benedikt Höwedes an, der problemlos zum Ausgleich traf.

Dass Alonso sich bereits so gut ins Spiel einfügte, war für Philipp Lahm allerdings keine Überraschung. "Er ist ein Spieler, der sehr, sehr große Erfahrungen hat aus verschiedenen Ländern, aus verschiedenen Topmannschaften. Deshalb ist es kein Problem für ihn. Er hat ein überragendes Passspiel, ist zweikampfstark und hat uns heute sofort geholfen", bilanzierte der Kapitän des FC Bayern.

Nun spielt Alonso also in München und hat in den kommenden zwei Wochen Zeit, sich ein wenig einzuleben. Einsätze in der spanischen Nationalmannschaft wird es für ihn nämlich erst einmal nicht mehr geben. Alonso wird sich darüber wahrscheinlich freuen - in den letzten Tagen war es doch stressiger für ihn: "Es ging alles sehr schnell. Nach der medizinischen Untersuchung musste ich zurück nach Madrid und nach meiner Ankunft hatte ich das erste Zusammentreffen mit der Mannschaft."

Alonso will viel lernen

Viel wichtiger wird für Alonso aber wohl sein, dass er zwei Wochen mit einem Teil der Mannschaft trainieren kann. Vor allem auf Pep Guardiola, der in der Primera Division bislang immer ein Gegner gewesen war, freut sich der Mittelfeldspieler. "Seine Philiosophie, sein Erfahrung sind gut. Ich will auch noch was lernen und in den ersten Stunden habe ich bereits einiges gelernt", blickt Alonso erwartungsvoll in die Zukunft.

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