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Bayern-Jäger? Allofs "gefällt dieser Ruf nicht"

Der VfL Wolfsburg sieht sich nicht als Verfolger des Rekordmeisters aus München. Dieser "Titel" gebühre Dortmund. Trotz Niederlage war der HSV zufrieden.

Aus der Imtech-Arena berichtet Vera Bungarten

Hamburg. Bei der Saisoneröffnung im Rahmen des Telekom Cups verging dem Hamburger SV die Vorfreude auf die kommende Saison. Im Nordderby gegen den VfL Wolfsburg verlor die Mannschaft von Mirko Slomka das erste Halbfinale im Elfmeterschießen mit 5:6. Beim VW-Klub war man gleichwohl bemüht, die Erwartungen zu dämpfen.

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"Ich bin froh, dass wir uns hier durchgesetzt haben und im Endspiel antreten können, das ist ein weiterer kleiner Schritt. Mag er auch noch so klein sein, auch das gewinnen muss man lernen", so Klaus Allofs, Geschäftsführer Sport bei den Wölfen. "Wir treten auch bei den Vorbereitungsspielen an, um zu gewinnen."

Im Finale wartet nun der FC Bayern, der sich gegen Borussia Mönchengladbach ebenfalls vom Punkt durchsetzte. Für den Rekordmeister hat er großes Lob parat: "Ich denke, dass man sich daran gewöhnt, Spiele zu gewinnen. Vielleicht eine Sache, die sie, wie keine andere Mannschaft verinnerlicht hat. Man kann nicht sagen: Heute ist es ein Freundschaftsspiel und morgen geht’s um Punkte oder einen Pokal."

"Abstand sicherlich verkürzt"

Nach dem Erreichen der Europa League blockte Allofs Vergleiche mit den Münchner ab: "Ich glaube, dass es einfach zu schnell geht. Uns gefällt dieser Ruf "Bayern-Jäger" überhaupt nicht, wir haben uns auch nicht so eingeordnet. Ich glaube, dass die Kräfteverhältnisse noch ziemlich klar sind. Da sind die Bayern, dann als legitimer "Bayern-Jäger" Borussia Dortmund und zu den Mannschaften dahinter haben wir den Abstand sicherlich verkürzt."

Das Auftreten seiner Mannschaft empfand Allofs drei Wochen vor Ligastart als positiv, wobei er auch deutliche Kritik übte: "Viele Dinge sind noch nicht so, der letzte Schritt, der letzte Pass ist ungenau oder man kommt einen Moment zu spät, aber insgesamt haben wir es sehr gut gemacht. Man darf nicht vergessen, dass noch einige Spieler fehlen oder nicht so lange im Training sind. Also dafür war es gut."

Zuversicht trotz Niederlage

Nach 60 Minuten stand es im Nordderby immer noch 0:0, ohne Verlängerung ging es ins Elfmeterschießen. Alle fünf Spieler beider Teams verwandelten, ehe Kerem Demirbay als sechster Schütze nur die Latte traf, während Junior Malanda das Finale für die Wölfe perfekt machte. "Mit dem Spiel an sich können wir recht zufrieden sein", zeigte sich Slomka trotz der knappen Niederlage zufrieden und freute sich über die Leistungen seines Torwarts Rene Adler: "Rene hat sich mit einer 1A-Vorstellung zurückgemeldet."

Auch die Wolfsburger Neuzugänge, Sebastian Jung und Aaron Hunt, durften sich über Lob freuen: "Sie sind gleich vom ersten Tag an in der Gruppe mittendrin gewesen und das geht", so Allofs, "weil auch die anderen gleich gesehen haben, das sind zwei sehr, sehr gute Fußballer. Sie wissen in jeder Situation was zu tun ist und ich glaube, dass sie uns wirklich besser machen."

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