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Wolfsburg auf Stürmersuche: Was, wenn Lukaku nicht kommt?

Der VW-Klub will sich im Angriff verstärken, konnte bislang aber niemanden präsentieren. Falls der Lukaku-Deal platzt, wird man einen Plan B aus dem Hut zaubern müssen.

Wolfsburg. Unter Druck setzen lassen will man sich beim VfL Wolfsburg nicht. "Wir möchten jemanden holen, der besser ist als die, die schon da sind. Sonst machen wir nichts", stellte Manager Klaus Allofs jüngst klar, als er auf die Stürmersuche der Niedersachsen angesprochen wurde.

Die, die schon da sind, das sind in erster Linie Ivica Olic und Bas Dost. Ersterer ist bekannt als Arbeitstier, das durch seinen Einsatz und seine Lauffreudigkeit für jede Menge Wirbel sorgen kann, mit 34 Jahren aber im Spätherbst der Karriere angekommen ist.

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Sein niederländischer Sturmkollege scheint nicht die Voraussetzungen mitzubringen, die ein Verein mit Champions-League-Ambitionen benötigt, auch wenn Dost in seinen zwei Jahren beim VfL zwischenzeitlich immer mal gute Ansätze gezeigt hat. Gänzlich und kontinuierlich überzeugen konnte er jedoch nie.

Einer, der nach Meinung der Wolfsburger Verantwortlichen besser ist als das vorhandene Personal, wäre Romelu Lukaku. Dessen WM war zwar enttäuschend, in der letzten Saison aber erzielte der Belgier in der Premier League in 33 Partien 15 Tore für den FC Everton. Lukakus Berater Christophe Henrotay bestätigte das Interesse des VW-Klubs an seinem Interessenten, betonte aber auch: "Er hat bessere Möglichkeiten als den VfL."

Damit könnte er etwa Everton meinen, das den 21-Jährigen in der vergangenen Spielzeit vom FC Chelsea ausgeliehen hatte und nun fest verpflichten will. Die Bild berichtet zudem, dass die Blues 30 Millionen Euro für Lukaku haben wollen und ihn wenn überhaupt erst kurz vor Ende der Transferperiode ziehen lassen würden. Auch ein Verbleib bei Chelsea scheint nicht ausgeschlossen.

So könnte der VfL im Tauziehen um den hochgewachsenen Angreifer leer ausgehen. Genauso war es den Wolfsburgern schon beim Werben um Mame Diouf ergangen, der letztlich von Hannover 96 zu Stoke City wechselte. Oder beim Bemühen um Alvaro Morata, der von Real Madrid kommen sollte, nun aber bei Juventus Turin unterschrieb.

Wie lautet der Plan B?

VfL-Trainer Dieter Hecking betonte zuletzt: "Ich habe den Spieler noch nicht abgehakt." Er erklärte aber auch, dass es kein Problem sei, wenn Lukaku nicht kommen würde. "Es gibt auch noch andere." Gehandelt werden mehrere Namen - Mexikos WM-Fahrer Raul Jimenez, Mattia Destro vom AS Rom oder Divock Origi von OSC Lille, um nur einige zu nennen.

Allofs verwies laut Wolfsburger Allgemeine Zeitung kürzlich aber auch darauf, dass der VfL mit Dost, "Ivica Olic und Kevin Scheidhauer ein Aufgebot" habe, "mit dem man drei Wettbewerbe spielen kann". Der 22-jährige Scheidhauer wurde vor dieser Saison in den Profi-Kader berufen und konnte in der vorletzten Saison durch seine Leihe an den VfL Bochum Erfahrungen in der zweiten Liga und im DFB-Pokal sammeln. In den fünf bisherigen Testspielen der Wölfe hinterließ er seine Visitenkarte, als er 16 der 50 Tore seines Teams erzielte.

Dennoch: Es ist schwer vorstellbar, dass der VfL im Angriff nicht mehr nachlegt. Im Grunde ist davon auszugehen, dass die Wolfsburger sich angesichts ihrer eigenen Ansprüche im Sturm qualitativ verbessern wollen und werden. Für Dost wären das wohl keine guten Nachrichten. An dem Niederländer ist Feyenoord Rotterdam interessiert, der Angreifer selbst möchte aber ungern zurück in die Eredivisie wechseln - in Wolfsburg könnte er aber bald auf dem Abstellgleis stehen.

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